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27. März 2025

Klar zur Wende: Wohnwende vor Klimawende

Wohnungswirtschaft

Die Wohnwende erscheint vielen Menschen inzwischen dringlicher als die Klimawende. Denn die neue Bundesregierung steht vor gewaltigen Aufgaben. In der Multikrise geht es um Frieden in der Ukraine, die Ankurbelung der Wirtschaft, um Rente, Bildung und Digitalisierung

Das Ausspielen einer Dringlichkeit gegen eine andere bringt niemanden weiter. Viele Aufgaben müssen gleichzeitig angegangen werden. Im besten Fall greifen die Lösungen ineinander und führen an mehreren Stellen zu besseren Lebensbedingungen. Die konstruktive Zusammenarbeit unterschiedlicher Interessengruppen kann gelingen, wenn alle bereit sind, Kompromisse zugunsten der besseren Argumente zu finden.

 

In der Wohnungspolitik scheinen sich derzeit einige Interessen zu widersprechen. Im Wahlkampf standen Wirtschaft, Sicherheit und Migration im Vordergrund – und nicht der Klimaschutz. Das ist kein Zufall, wie eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt: Die politischen Prioritäten haben sich deutlich verschoben.

 

Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) geht in ihrem Impulspapier auf die großen Infrastrukturbereiche Energiewirtschaft, Gebäude, Industrie und Mobilität ein. Die Quintessenz: Um die Klimaziele zu erreichen, dürfen wir nicht von unseren selbst gesteckten Zielen abweichen. Wirtschaft und Politik müssen an einem Strang ziehen und die Gesellschaft ins Boot holen.

 

Die 25 Verbände der Gebäude-Allianz – darunter die Deutsche Umwelthilfe (DUH), der Deutsche Caritasverband sowie der Bundesverband Wärmepumpen (BWP) – fordern von der neuen Bundesregierung, den Energieverbrauch von Gebäuden zu senken und Förderprogramme langfristig zu sichern. Das Vertrauen in Wärmewende muss gestärkt werden.

 

Doch die Bürger haben derzeit ganz andere Probleme. Sie können sich die hohen Mieten nicht mehr leisten und den Erwerb von Wohneigentum oft nicht finanzieren. Mehr Wohnungsneubau könnte hier Abhilfe schaffen, aber der Bauwirtschaft fehlen die Aufträge. Die Politik ist in zweierlei Hinsicht gefordert: Sie muss den Wohnungsneubau ankurbeln und darf den Klimaschutz nicht vernachlässigen. Da Neubauten deutlich klimafreundlicher sind als die meisten Altbauten, wäre das ein Gewinn für alle.

Foto: © Vidmarsimon, Pixabay

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    Viele Mieter in Deutschland würden viel lieber in einer eigenen Wohnung
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    Wohneigentum hat in Deutschland einen hohen Stellenwert, ist aber
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    Dennoch ist die Eigentumsquote im europäischen Vergleich weiterhin
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  • Deutschland hat sich „vernormt“

    Normen sollen das Leben eigentlich vereinfachen. Sie regeln viele
    Details, damit sich zum Beispiel beim Bauen am Ende ein passgenaues
    Ganzes ergibt. Zu viele Normen bremsen jedoch wichtige Aktivitäten
    aus und verhindern den dringend benötigten Wohnungsneubau.

  • Mietangebote brechen ein, Mieten steigen weiter

    Der deutsche Wohnungsmarkt bleibt angespannt. Während sich die
    Kaufpreise für Wohnimmobilien inzwischen weitgehend stabilisiert haben,
    steigen die Mieten weiter deutlich an. Gleichzeitig verschärft sich
    die Knappheit bei Mietwohnungen. Das zeigt der aktuelle Wohnindex
    des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

  • Bauhaus – Vorbild für moderne Architektur bis heute

    Das Bauhaus steht als einflussreichste Design- und Architekturschule
    des 20. Jahrhunderts für moderne Architektur. Bis heute zeugen aktuelle
    Veranstaltungen regelmäßig von der Lebendigkeit und der großen
    Bedeutung einer Kultur, die Einfluss auf die gesamte Kunstszene hat.

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