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21. Oktober 2026

Immer teurer: Heizen mit fossilen Brennstoffen

Umwelt | Energie | Technik

Weltweite Krisen und geopolitische Konflikte treiben die Energiepreise
erneut nach oben. Für Immobilieneigentümer stellt sich damit die
Frage, wie sie auf die Entwicklung reagieren können. Das Institut der
deutschen Wirtschaft (IW) in Köln warnt vor den langfristigen Kostenrisiken
neuer Gasheizungen.

Ein Barrel Öl kostet Mitte September 2026 mehr als 100 Dollar, das sind
rund 60 Prozent mehr als vor dem Krieg in Nahost. Der Gaspreis lag bei
mehr als 80 Euro je Megawattstunde, ein Plus von 180 Prozent. Die hohen
Gaspreise wirken sich auch auf den Strommarkt aus. Gaskraftwerke werden
häufig eingesetzt, wenn günstigere Erzeugungsarten nicht ausreichen. In
diesen Stunden können sie als sogenannte Grenzkraftwerke den Börsenstrompreis
bestimmen.
Langfristig drohen vor allem bei fossilen Energieträgern weitere Kostensteigerungen
und können in den kommenden Jahren für viele Haushalte zur
Belastung werden. Das Heizen mit Erdgas und Holzpellets war bereits im
Abrechnungsjahr 2025 deutlich teurer als zuvor. Das zeigt der neue Heizspiegel
für Deutschland 2026 der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft
co2online. Verbraucher können unter www.co2online.de selbst prüfen, wie
hoch ihre Heizkosten im Vergleich sind. Am deutlichsten zeigten sich die
Preissteigerungen bei Erdgas und Holzpellets. Je nach Gebäudeart lagen
die Kosten um bis zu 15 beziehungsweise 24 Prozent über dem Vorjahr.
Durch das neue Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) haben Eigentümer
zwar wieder die freie Wahl beim Einbau einer neuen Heizung und
können weiter auf fossile Energieträger wie Gas setzen. Für Vermieter wirkt
das zunächst attraktiv, weil Gasheizungen in der Anschaffung meist viel
günstiger sind. Doch das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) warnt
und rät Immobilieneigentümern, Alternativen – insbesondere Wärmepumpen
– sorgfältig zu prüfen.
Der Grund: Neue fossile Heizungen müssen stufenweise mehr klimafreundliche
Gase nutzen. Die sogenannte Biotreppe ist ein gesetzlicher Stufenpfad
im neuen GModG. Die Modellrechnung zeigt: Mit Gas zu heizen wird nicht
nur für Mieter deutlich teurer. Durch die neue gesetzliche Regelung müssen
sich auch die Vermieter an den Mehrkosten für fossiles Heizen beteiligen
und werden ebenfalls stärker belastet.

Foto: © Michal Krenovsky, Pixabay 2026 (Symbolbild, Authentic Image)

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  • Neue Heizungsregeln: Infoportal bietet Orientierung

    Wer eine neue Heizung einbauen möchte, muss seit Ende Juli 2026 die
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    Welche Heizsysteme künftig zulässig sind und welche Anforderungen
    beim Heizungstausch gelten, zeigt das neue GModG-Infoportal
    des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR).

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