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2. November 2026

Immobilienmarkt: Wie sich Preise und Mieten entwickeln

Immobilienmarkt | Trends | Politik

Steigende Zinsen und hohe Baukosten erhöhen den Druck auf Preise
und Mieten bei deutschen Wohnimmobilien. In den Metropolen steigen
die Mieten gegenüber dem Vorjahr deutlich an, während die Kaufpreise
stagnieren oder sinken.

Hohe Zinsen sorgen dafür, dass die Kaufpreise für Immobilien im dritten
Quartal 2026 stagnierten. Die Angebotsmieten stiegen dagegen deutlich.
In den teuersten Städten entwickeln sich die Mieten und Kaufpreise unterdurchschnittlich.
Das zeigt der Wohnindex des Instituts der deutschen
Wirtschaft (IW).
Die Preise für Wohneigentum stagnieren: Eigentumswohnungen in Deutschland
kosteten im dritten Quartal 2026 0,3 Prozent mehr als vor einem Jahr.
Ein- und Zweifamilienhäuser kosteten 0,4 Prozent mehr. Damit liegen die
Preise gut zehn Prozent unter dem Höchststand von 2022. In den sieben
teuersten Städten sind Wohnungen binnen eines Jahres fast ein Prozent
günstiger geworden, Häuser mehr als zwei Prozent. Besonders stark fielen
die Preise in Stuttgart (minus 3,9 Prozent), Berlin (minus 2,0 Prozent) und in
Köln mit minus 1,3 Prozent.
Die Dynamik bei den Mietpreisen hat indes noch zugenommen. Innerhalb
eines Jahres stiegen die Mieten bundesweit um 4,5 Prozent. Besonders
stark war der Anstieg mit 5,2 Prozent im Umland der Metropolen. In den
Metropolen selbst liegen die Mietsteigerungen mit 3,8 Prozent dagegen
unter dem Durchschnitt. Eine Ausnahme bildet Hamburg: Dort stiegen die
Mieten um fast sieben Prozent.
Die meisten Käufer finanzieren ihre Immobilie über einen Bankkredit. Steigende
Zinsen verteuern den Kauf dadurch direkt: Bei einem Kredit von
300.000 Euro und zwei Prozent Tilgung zahlten Haushalte Anfang des
Jahres rund 1.450 Euro pro Monat. Heute sind es gut 1.600 Euro – ein Plus
von mehr als zehn Prozent. „Hohe Zinsen treiben zahlungskräftige Haushalte
zurück auf den Mietmarkt“, sagt IW-Experte Michael Voigtländer. Das
erhöhe die Nachfrage, ohne dass das Angebot wachse. Hinzu kommen
steigende Baukosten (...). Deshalb dürfte weniger gebaut werden, was die
Mieten weiter in die Höhe treibe. „Der Staat sollte gegensteuern, etwa mit
Bürgschaften für private Immobilienkredite. Das kostet wenig und stabilisiert
den Markt“, so der Immobilienökonom.

Foto: © Hobbyfotograf08, Pixabay, 2026 (Symbolbild, Authentic Image)

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