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28. Oktober 2026

Zeitgemäß Bauen mit neuen Baustoffen und Methoden

Bauen | Umbauen | Sanieren

Bauen in Zeiten von KI wie im vorigen Jahrhundert? Das mag schön
anzusehen und für den Denkmalschutz sinnvoll sein. Doch so lässt
sich die große Lücke bei den fehlenden Wohnungen kaum schließen.
Gefragt sind neue Methoden und Baustoffe, innovative Verfahren und
passende gesetzliche Rahmenbedingungen.

Die Ansätze für zeitgemäßes Bauen sind vielfältig. Wie sich beispielsweise
aus Wüstensand Baumaterial herstellen und dafür die Energie der Sonne direkt
nutzen lässt, erarbeitet derzeit das Gründungsprojekt AddiSol. Mithilfe
konzentrierter Sonnenenergie soll der Sand so stark erhitzt werden, dass er
schmilzt und anschließend zu einem festen, steinartigen Material erstarrt.
Forschende der Universität Stuttgart haben zudem ein kompaktes, flexibles
und wirtschaftliches Deckensystem für den mehrgeschossigen Holzbau
getestet. Sie zeigen damit, wie Geschossdecken nachhaltig aus einem
neuartigen Holz-Beton-Verbundsystem hergestellt werden können. Geschossdecken
aus Stahl und Beton verursachen rund 40 Prozent der grauen
Emissionen von Gebäuden. Für komplexe, mehrgeschossige Gebäude
fehlte bislang jedoch eine praxistaugliche Alternative.
Der Bau neuer Häuser ist immer ein Gemeinschaftsprojekt. Bauunternehmer
wissen seit jeher, wie stark der Erfolg vom Zusammenspiel vieler einzelner
Komponenten abhängt. Neue Zeiten – Stichwort KI – bringen neue Anforderungen
mit sich, die sich durch gute Kooperation und Kommunikation
letztlich zu einem gelingenden Ganzen zusammenfügen lassen.
Die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen und der Bauindustrieverband
Nordrhein-Westfalen haben sich auf einer Tagung unter dem Titel „Planen,
Bauen, Zukunft – Modular für Baukultur, Nachhaltigkeit und Effizienz“
damit beschäftigt, wie modulares und serielles Bauen dazu beitragen kann,
die großen Herausforderungen unserer Zeit zu bewältigen. Das Ergebnis:
Modulares Bauen kann das Bautempo steigern, Kosten einsparen und
zugleich eine gute Qualität ermöglichen. Dazu Katja Domschky, Präsidentin
der Architektenkammer NRW: „Wir reden über Interdisziplinarität, aber wir
müssen sie leben.“ Um zu verhindern, dass heute die Probleme von morgen
gebaut werden, sei eine an Nachhaltigkeit orientierte Baukultur von besonderer
Bedeutung.

Foto: © Skorchanov, Pixabay, 2026 (Symbolbild, Authentic Image)

Aktuelles

Aktuelle Nachrichten

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  • Hohe Wohnkosten treiben Pendler weiter ins Umland

    Immer mehr Beschäftigte nehmen längere Wege zur Arbeit in Kauf.
    2025 arbeiteten bundesweit rund 20 Millionen sozialversicherungspflichtig
    Beschäftigte nicht an ihrem Wohnort. Das waren rund 50.000
    mehr als im Jahr zuvor. Etwa 60 Prozent aller sozialversicherungspflichtig
    Beschäftigten pendeln zwischen Wohn- und Arbeitsort.

  • Immer teurer: Heizen mit fossilen Brennstoffen

    Weltweite Krisen und geopolitische Konflikte treiben die Energiepreise
    erneut nach oben. Für Immobilieneigentümer stellt sich damit die
    Frage, wie sie auf die Entwicklung reagieren können. Das Institut der
    deutschen Wirtschaft (IW) in Köln warnt vor den langfristigen Kostenrisiken
    neuer Gasheizungen.

  • Schnäppchen oder Kostenfalle? Beim Immobilienkauf genau hinsehen

    Ein auffallend niedriger Immobilienpreis kann verlockend sein – doch
    nicht immer steckt dahinter ein echtes Schnäppchen. Ein Beispiel sind
    Häuser auf Erbpachtgrundstücken. Sie kosten häufig deutlich weniger
    als vergleichbare Immobilien auf Eigenland. Dafür fällt zusätzlich zum
    Kaufpreis der laufende Erbbauzins an.

  • In Deutschland fehlen dringend Wohnungen

    Ganz Europa hat ein Wohnraumproblem. Die EU will einen „Affordable
    Housing Act“ auf den Weg bringen, der jedoch überwiegend Restriktionen
    vorsieht. In Deutschland soll der „Bau-Turbo“ Abhilfe schaffen.
    Kommt die Wohnungsbau-Wende im Jahr 2027? Wie geht es weiter?

  • Immer weniger Menschen leben im Eigenheim

    Immer weniger Menschen in Deutschland leben in den eigenen vier
    Wänden. Nach einer aktuellen Untersuchung des Pestel-Instituts ist
    die Wohneigentumsquote auf 43,5 Prozent gesunken – den niedrigsten
    Stand seit 20 Jahren. Deutschland bildet damit im EU-Vergleich das
    Schlusslicht.

  • Wohnen im Einfamilienhaus – Wunsch und Wirklichkeit

    Das Wohnen im Einfamilienhaus ist nach wie vor ein weit verbreiteter
    Traum. Doch Wunsch und Wirklichkeit liegen oft weit auseinander. Das
    gilt auch für Angebot und Nachfrage, die sich regional teilweise deutlich
    unterscheiden. Das zeigt eine aktuelle Analyse eines der größten
    Immobilienportale.

  • Wohnen zur Miete wird immer teurer

    Die Mieten in den größten deutschen Städten sind in den vergangenen
    drei Jahren deutlich stärker gestiegen als die Einkommen. Das
    zeigt der aktuelle immowelt Mietkompass für das zweite Quartal 2026.
    Dadurch stellt sich zunehmend die Frage, ob kaufen statt mieten eine
    Option sein könnte.

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