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26. Oktober 2026

Hohe Wohnkosten treiben Pendler weiter ins Umland

Ökologie | Nachhaltigkeit | Mobilität

Immer mehr Beschäftigte nehmen längere Wege zur Arbeit in Kauf.
2025 arbeiteten bundesweit rund 20 Millionen sozialversicherungspflichtig
Beschäftigte nicht an ihrem Wohnort. Das waren rund 50.000
mehr als im Jahr zuvor. Etwa 60 Prozent aller sozialversicherungspflichtig
Beschäftigten pendeln zwischen Wohn- und Arbeitsort.

Besonders deutlich zeigt sich diese Entwicklung in den deutschen Großstädten.
Nach einer Auswertung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und
Raumforschung (BBSR) kamen 2025 rund sieben Millionen Beschäftigte aus
anderen Gemeinden zur Arbeit in eine der 80 deutschen Großstädte. Das
entspricht knapp der Hälfte aller dort Beschäftigten.
Ein Grund dafür ist die angespannte Situation auf den Wohnungsmärkten
der Metropolen. Hohe Mieten und gestiegene Immobilienpreise erschweren
es vielen Menschen, in unmittelbarer Nähe ihres Arbeitsplatzes zu wohnen.
Wer sich das Wohnen in der Stadt nicht leisten kann oder beim Kauf
einer Immobilie an finanzielle Grenzen stößt, weicht zunehmend auf weiter
entfernte Wohnstandorte aus. Dafür werden längere Arbeitswege in Kauf
genommen.
München weist die höchste Zahl an Einpendlern auf. 461.400 sozialversicherungspflichtig
Beschäftigte kamen 2025 von außerhalb zur Arbeit. Es
folgten Frankfurt am Main mit 422.500, Hamburg mit 402.100, Berlin mit
400.000 und Köln mit 319.900 Einpendlern.
Auch die durchschnittlichen Entfernungen zwischen Wohn- und Arbeitsort
haben zugenommen. Der einfache Arbeitsweg lag 2025 bundesweit bei 17,3
Kilometern. Rund 7,29 Millionen Beschäftigte hatten einen Arbeitsweg von
mehr als 30 Kilometern. Bei 4,10 Millionen waren es mehr als 50 Kilometer.
Besonders lange Wege weisen unter anderem Landkreise im Umfeld wirtschaftsstarker
Zentren auf.
Die Entwicklung zeigt, dass sich Wohn- und Arbeitsort zunehmend voneinander
entfernen, wenn bezahlbarer Wohnraum in den wirtschaftlich
attraktiven Städten knapp ist. Für Haushalte kann ein Wohnort im weiteren
Umland dadurch zu einer Alternative werden, wenn dort Immobilien oder
Wohnungen noch erschwinglicher sind. Gleichzeitig steigt mit der Entfernung
die Bedeutung einer guten Verkehrsanbindung.

Foto: © Stefan Schweihofer, Pixabay, 2026 (Symbolbild, Authentic Image)

Aktuelles

Aktuelle Nachrichten

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    Weltweite Krisen und geopolitische Konflikte treiben die Energiepreise
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    neuer Gasheizungen.

  • Schnäppchen oder Kostenfalle? Beim Immobilienkauf genau hinsehen

    Ein auffallend niedriger Immobilienpreis kann verlockend sein – doch
    nicht immer steckt dahinter ein echtes Schnäppchen. Ein Beispiel sind
    Häuser auf Erbpachtgrundstücken. Sie kosten häufig deutlich weniger
    als vergleichbare Immobilien auf Eigenland. Dafür fällt zusätzlich zum
    Kaufpreis der laufende Erbbauzins an.

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    Ganz Europa hat ein Wohnraumproblem. Die EU will einen „Affordable
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    vorsieht. In Deutschland soll der „Bau-Turbo“ Abhilfe schaffen.
    Kommt die Wohnungsbau-Wende im Jahr 2027? Wie geht es weiter?

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    Wänden. Nach einer aktuellen Untersuchung des Pestel-Instituts ist
    die Wohneigentumsquote auf 43,5 Prozent gesunken – den niedrigsten
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    Schlusslicht.

  • Wohnen im Einfamilienhaus – Wunsch und Wirklichkeit

    Das Wohnen im Einfamilienhaus ist nach wie vor ein weit verbreiteter
    Traum. Doch Wunsch und Wirklichkeit liegen oft weit auseinander. Das
    gilt auch für Angebot und Nachfrage, die sich regional teilweise deutlich
    unterscheiden. Das zeigt eine aktuelle Analyse eines der größten
    Immobilienportale.

  • Wohnen zur Miete wird immer teurer

    Die Mieten in den größten deutschen Städten sind in den vergangenen
    drei Jahren deutlich stärker gestiegen als die Einkommen. Das
    zeigt der aktuelle immowelt Mietkompass für das zweite Quartal 2026.
    Dadurch stellt sich zunehmend die Frage, ob kaufen statt mieten eine
    Option sein könnte.

  • Energieeffizienz wird beim Immobilienkauf wichtiger

    Die hohen Energiepreise und die Sorge vor einem möglichen Gasmangel
    beeinflussen zunehmend die Wahl einer Immobilie. Gut gedämmte
    Eigentumswohnungen mit niedrigen Heizkosten werden attraktiver,
    sind aber häufig teurer. Auch die EU-Gebäuderichtlinie und ihre Umsetzung
    in Deutschland erhöhen die Bedeutung der Energieeffizienz.

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