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8. Oktober 2024

Immobilienmarkt: Wohnungsmangel braucht Lösungen

Immobilienmarkt / Trends / Politik

In den Universitätsstädten ist es deutlich zu spüren – aber nicht nur dort: Mietwohnungen sind in allen Großstädten knapp und teuer. Die Folge: Mieter ziehen aufs Land oder bleiben in beengten Wohnverhältnissen in der Stadt. Was hilft gegen den Wohnungsmangel?

Eine Analyse von ImmoScout24 vergleicht die Entwicklung der Kauf- und Mietpreise der letzten acht Jahre. Das Ergebnis zeigt, dass der starke Druck auf den Mietmarkt zu einer erheblichen finanziellen Belastung für Mieterinnen und Mieter führt.

Aufgrund der niedrigen Zinsen und der hohen Nachfrage stiegen die Kaufpreise für Wohnungen und Häuser lange Zeit deutlich stärker als die Mieten. Während die durchschnittliche Miete für Bestandswohnungen in Deutschland zwischen 2016 und 2022 um 26,8 Prozent gestiegen ist, haben sich die Kaufpreise für Eigentumswohnungen im gleichen Zeitraum fast dreimal so stark erhöht (plus 76,5 Prozent). Im Jahr 2022 erreichte diese Entwicklung ihren Höhepunkt. Seither hat sich der Trend umgekehrt

Wer heute in Großstädten eine Wohnung sucht, hat es nicht nur mit steigenden Mieten, sondern auch mit einer starken Konkurrenz zu tun: In den 40 größten Städten Deutschlands gab es im März 2024 rund 21-mal so viele Anfragen nach Mietwohnungen wie nach Eigentumswohnungen. Dabei ist die Wohnsituation für Studierende in Deutschland sehr unterschiedlich. Während ein WG-Zimmer in Chemnitz, Jena oder Dresden noch vergleichsweise günstig ist, liegen die Mieten in Berlin, Hamburg oder Köln meist deutlich über der BAföG-Wohnkostenpauschale von 360 Euro. Am teuersten ist München mit durchschnittlich 760 Euro Miete inklusive Nebenkosten für ein WG-Zimmer.

Wenn Wohnungen knapp werden, muss dringend mehr gebaut werden. Darin sind sich alle Vertreter der Immobilienwirtschaft einig. Die neuen Zahlen zu den Baugenehmigungen sind aber ein Alarmsignal: Im Juli 2024 wurden 19,2 Prozent weniger Baugenehmigungen erteilt als im Juli 2023. „Es braucht jetzt Tempo, Tempo, Tempo: schnelle politische Beschlüsse, beschleunigte Planung plus Genehmigung und zügiges Bauen von Extra-Wohnungen, damit wieder mehr Menschen Chancen auf ein bezahlbares Zuhause haben“, kommentiert ZIA-Präsidentin Iris Schöberl die Situation.

 

Foto / Grafik: © Destatis 2024

Aktuelles

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  • Eingefrorener Mietmarkt erzeugt Unbeweglichkeit

    Der Wohnungsbestand in Deutschland ist auf einen Tiefststand zusammengeschrumpft.
    Wohnungssuchende haben es aktuell schwer.
    Das klassische Angebot geht zurück, die Preise steigen und die Konditionen
    werden über immer mehr befristete Verträge oder möblierte
    Angebote härter.

  • Neues zur Grundsteuer vom Bundesfinanzhof

    Die Grundsteuer nach neuem Recht wurde erstmals ab dem 1. Januar
    2025 erhoben. Zuvor mussten alle Grundstücke in Deutschland neu
    bewertet werden, was mit großem Aufwand und unter direkter Beteiligung
    aller Immobilieneigentümer geschah. Die Art der Umsetzung rief
    heftige Kontroversen hervor. Jetzt liegt das Urteil des Bundesfinanzhofs
    vor.

  • Heizenergiebedarf bleibt weiterhin stabil

    Der Heizenergiebedarf in Deutschland ist stabil. Die Haushalte heizten
    2024 ähnlich viel wie im Vorjahr. Während die Preise für Heizenergie
    insgesamt nur langsam stiegen, legten die Preise für Fernwärme im
    Gegensatz zum Vorjahr überdurchschnittlich stark zu. Für das Gelingen
    der Wärmewende sind bei der Fernwärme mehr Preistransparenz und
    eine verlässliche Regulierung notwendig.

  • Finanzierung: Stabile Aussichten im neuen Jahr

    Analysten haben die Hoffnungen auf eine wirtschaftliche Belebung in
    Deutschland auf das Jahr 2026 verschoben. Doch die Aussichten für
    die Immobilienbranche sind gar nicht so schlecht. Bei stabilen Zinsen
    und Immobilienpreisen wollen viele Interessenten jetzt aktiv werden.

  • 2026: Das ist neu in der Bau- und Immobilienbranche

    Im neuen Jahr gibt es wieder viele neue Regeln zu beachten. Die Umsetzung
    der EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) bringt Veränderungen mit
    sich, das Gebäudeenergiegesetz (GEG) wird verschärft und an Wärmepumpen
    werden höhere Anforderungen gestellt. Die Neuerungen im
    Einzelnen:

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