Zum Inhalt springen
12. Oktober 2026

In Deutschland fehlen dringend Wohnungen

Bauen | Umbauen | Sanieren

Ganz Europa hat ein Wohnraumproblem. Die EU will einen „Affordable
Housing Act“ auf den Weg bringen, der jedoch überwiegend Restriktionen
vorsieht. In Deutschland soll der „Bau-Turbo“ Abhilfe schaffen.
Kommt die Wohnungsbau-Wende im Jahr 2027? Wie geht es weiter?

Es gibt sie noch, die guten Meldungen: In Deutschland entstehen zahlreiche
neue Stadtquartiere. Derzeit befinden sich bundesweit 217 neue Quartiere
mit rund 297.000 Wohnungen im Bau. Weitere 245 Quartiere mit rund
256.000 Wohnungen sind in Planung. Das zeigt eine aktuelle Auswertung
des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR).
Auch das ifo Institut sieht bereits einen Wandel: Die Stimmung im Wohnungsbau
hat sich im August 2026 deutlich verbessert. Das Geschäftsklima
stieg von minus 29,0 auf minus 22,7 Punkte. Ausschlaggebend waren
die Erwartungen der Unternehmen. „Die Unternehmen sehen zunehmend
Licht am Ende des Tunnels“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Umfragen.
„Die steigenden Baugenehmigungen nähren die Hoffnung, dass sich
die Auftragslage in den kommenden Monaten belebt.“ Besonders deutlich
könnte die Trendwende im kommenden Jahr ausfallen. Deutschlandweit
prognostiziert BauInfoConsult für die Fertigstellungen neuer Wohngebäude
im nächsten Jahr einen Anstieg um 14,2 Prozent. Dabei entwickelt sich der
Mehrfamilienhausbau voraussichtlich besser als der Eigenheimbau.
Auch einige Vorzeigeprojekte machen Mut: Eine ehemalige Produktionshalle
der Siemens Luftfahrtgerätewerke in Berlin-Spandau wurde von Bollinger
+ Fehlig Architekten zu einer Wohnsiedlung mit 142 Mietwohnungen und
mehreren Gewerbeeinheiten innerhalb des neuen Havelufer-Quartiers umgenutzt.
Der Hauptverband der Deutschen Holzindustrie (HDH) meldet: „Unsere
Wohnungsnot ist zum Teil hausgemacht.“ Im mehrgeschossigen Wohnungsbau
werden bis heute nur neun Prozent seriell und modular vorgefertigt.
Dabei werden Wände oder ganze Räume in der Produktionshalle fertig
montiert. Auf der Baustelle müssen die Elemente dann nur noch zusammengefügt
werden. Das ganze Haus kann innerhalb weniger Wochen schlüsselfertig
übergeben werden. Die rechtlichen Voraussetzungen für modernes
und schnelles Bauen müssen dringend verbessert werden.

Foto: © Nikguy, Pixabay, 2026 (Symbolbild, Authentic Image)

Aktuelles

Aktuelle Nachrichten

alle Nachrichten
  • Immer weniger Menschen leben im Eigenheim

    Immer weniger Menschen in Deutschland leben in den eigenen vier
    Wänden. Nach einer aktuellen Untersuchung des Pestel-Instituts ist
    die Wohneigentumsquote auf 43,5 Prozent gesunken – den niedrigsten
    Stand seit 20 Jahren. Deutschland bildet damit im EU-Vergleich das
    Schlusslicht.

  • Wohnen im Einfamilienhaus – Wunsch und Wirklichkeit

    Das Wohnen im Einfamilienhaus ist nach wie vor ein weit verbreiteter
    Traum. Doch Wunsch und Wirklichkeit liegen oft weit auseinander. Das
    gilt auch für Angebot und Nachfrage, die sich regional teilweise deutlich
    unterscheiden. Das zeigt eine aktuelle Analyse eines der größten
    Immobilienportale.

  • Wohnen zur Miete wird immer teurer

    Die Mieten in den größten deutschen Städten sind in den vergangenen
    drei Jahren deutlich stärker gestiegen als die Einkommen. Das
    zeigt der aktuelle immowelt Mietkompass für das zweite Quartal 2026.
    Dadurch stellt sich zunehmend die Frage, ob kaufen statt mieten eine
    Option sein könnte.

  • Energieeffizienz wird beim Immobilienkauf wichtiger

    Die hohen Energiepreise und die Sorge vor einem möglichen Gasmangel
    beeinflussen zunehmend die Wahl einer Immobilie. Gut gedämmte
    Eigentumswohnungen mit niedrigen Heizkosten werden attraktiver,
    sind aber häufig teurer. Auch die EU-Gebäuderichtlinie und ihre Umsetzung
    in Deutschland erhöhen die Bedeutung der Energieeffizienz.

  • Neue Heizungsregeln: Infoportal bietet Orientierung

    Wer eine neue Heizung einbauen möchte, muss seit Ende Juli 2026 die
    Vorgaben des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG) berücksichtigen.
    Welche Heizsysteme künftig zulässig sind und welche Anforderungen
    beim Heizungstausch gelten, zeigt das neue GModG-Infoportal
    des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR).

  • Baugenehmigungen steigen – aber Wohnraum bleibt knapp

    Die Zahl der Baugenehmigungen steigt wieder und rechtfertigt einen
    vorsichtigen Optimismus. Doch von Entspannung auf dem Wohnungsmarkt
    kann keine Rede sein. Deutschlandweit fehlen nach Schätzungen
    jährlich mindestens 320.000 neue Wohnungen, um der Wohnungsknappheit
    wirkungsvoll zu begegnen.

  • Wärmepläne: Wie werden wir zukünftig heizen?

    Pünktlich zur Jahresmitte 2026 liegen kommunale Wärmepläne für die
    Hälfte der deutschen Bevölkerung vor. Rund zwei Drittel aller Gemeinden
    haben ihre Wärmeplanung bereits abgeschlossen. Viele Eigentümer
    können nun besser planen, wie sie ihre Immobilien zukunftsfähig
    sanieren.

  • Klimawandel: Umdenken beim Bauen und Sanieren

    Der Sommer 2026 war teilweise extrem. Der Klimawandel ist nicht
    mehr zu übersehen. Seine Auswirkungen machen ein Umdenken beim
    Bauen und Sanieren notwendig. Gebäude in Deutschland wurden
    jahrzehntelang darauf optimiert, im Winter vor Kälte zu schützen. Seit
    dem Hitzesommer 2026 muss auch der Schutz vor Überhitzung stärker
    mitgedacht werden.

Cookie Informationen

Um fortfahren zu können, müssen Sie eine Cookie-Auswahl treffen. Unter Einstellungen können Sie gezielt Optionen ein und ausschalten.

Einstellungen

  • Essenzielle Cookies ermöglichen grundlegende Funktionen und sind für die einwandfreie Funktion der Website erforderlich. Die Seite verwendet diese Cookies, um Session-Informationen zu hinterlegen. Alle unsere Bilder und Dateien liegen in unserem Content Management System YNFINITE. Diese werden von dort bereitgestellt. YNFINITE erhält durch die Bereitstellung Ihre IP Adresse, diese wird jedoch nur zum Zwecke der Bereitstellung der Bilder im Rahmen eines HTTP Aufrufes verwendet. Die Daten werden nicht langfristig gespeichert.

  • Setzt Cookies, um Google Bewertungen und Karten zu entsperren.

  • Setzt Cookies, um YouTube Videos zu entsperren.

  • Setzt Cookies, um Vimeo Videos zu entsperren.

  • Beim Laden des Immobilien-Wertfinders werden persönliche Daten an die ZwoVadis GmbH übertragen.

  • Wir verwenden Drittanbieter-Tools, die uns helfen, unsere Website effizienter und kundenfreundlicher zu gestalten. Dazu gehören so genannte Marketing-Cookies, die wir in ihrem Browser setzen. Diese senden uns Daten über die Interessen, die Sie uns durch Eingabe von Informationen in diesen Drittanbieter-Tools zukommen lassen. Mit dem Aktivieren der Marketing-Cookies stimmen Sie der Analyse und Verwendung der von Ihnen bereitgestellten Informationen bei uns intern sowie den Drittanbietern zu.