Schnäppchen oder Kostenfalle? Beim Immobilienkauf genau hinsehen
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Ein auffallend niedriger Immobilienpreis kann verlockend sein – doch nicht immer steckt dahinter ein echtes Schnäppchen. Ein Beispiel sind Häuser auf Erbpachtgrundstücken. Sie kosten häufig deutlich weniger als vergleichbare Immobilien auf Eigenland. Dafür fällt zusätzlich zum Kaufpreis der laufende Erbbauzins an.
Entscheidend beim Kauf einer Immobilie auf einem Erbpachtgrundstück sind deshalb die Restlaufzeit des Erbbaurechts, die Höhe des Erbbauzinses und vor allem die Regelungen für mögliche Anpassungen. Wie problematisch steigende Erbbauzinsen sein können, zeigt ein aktueller Fall aus Frankfurt am Main. Dort kann sich der jährliche Erbbauzins für manche Selbstnutzer aufgrund einer Neuregelung drastisch erhöhen. Aus ursprünglich rund 400 Euro könnten beispielsweise 8.000 Euro jährlich werden. Ein hoher Erbbauzins belastet nicht nur das Haushaltsbudget, sondern kann auch den Wert der Immobilie mindern. Kaufinteressenten sollten deshalb nicht nur den aktuellen Erbbauzins, sondern auch mögliche künftige Belastungen einkalkulieren. Auch Zwangsversteigerungen oder freiwillige Versteigerungen können interessante Kaufmöglichkeiten bieten. Der Zuschlagspreis allein sagt jedoch wenig über die tatsächlichen Kosten und Risiken aus. Gutachten, Grundbuch, bestehende Rechte, mögliche Belastungen und der bauliche Zustand sollten sorgfältig geprüft werden. Eine Besichtigung ist, sofern möglich, besonders wichtig. Von Angeboten mit unklarem Zustand, fehlenden Unterlagen, nicht kalkulierbaren Folgekosten oder ungewöhnlichem Zeitdruck sollten Interessenten Abstand nehmen. Vorsicht ist auch geboten, wenn ein niedriger Kaufpreis nur deshalb attraktiv wirkt, weil notwendige Sanierungen oder andere Verpflichtungen nicht eingerechnet wurden. Ein günstiges Angebot kann tatsächlich eine gute Gelegenheit sein, wenn der niedrige Preis einen nachvollziehbaren Grund hat und Kaufpreis, Nebenkosten, Finanzierung und notwendige Investitionen insgesamt ein tragfähiges Bild ergeben. Entscheidend ist nicht der Preis allein, sondern die langfristige Gesamtbelastung. Lassen Sie sich unbedingt fachkundig beraten.
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre drei Leitzinsen um jeweils 0,25 Prozentpunkte angehoben. Für Immobilienkäufer bedeutet diese Entscheidung vor allem eines: Auf deutlich günstigere Finanzierungsbedingungen sollte kurzfristig nicht gesetzt werden.
Ganz Europa hat ein Wohnraumproblem. Die EU will einen „Affordable Housing Act“ auf den Weg bringen, der jedoch überwiegend Restriktionen vorsieht. In Deutschland soll der „Bau-Turbo“ Abhilfe schaffen. Kommt die Wohnungsbau-Wende im Jahr 2027? Wie geht es weiter?
Die Wohnwünsche der Deutschen sind ganz pragmatisch. Es muss kein Schloss sein; Balkon, Garten und bezahlbare Wohnkosten würden den meisten schon reichen. Aber auch bescheidene Wünsche sind derzeit schwer umzusetzen.
Immer weniger Menschen in Deutschland leben in den eigenen vier Wänden. Nach einer aktuellen Untersuchung des Pestel-Instituts ist die Wohneigentumsquote auf 43,5 Prozent gesunken – den niedrigsten Stand seit 20 Jahren. Deutschland bildet damit im EU-Vergleich das Schlusslicht.
Das Wohnen im Einfamilienhaus ist nach wie vor ein weit verbreiteter Traum. Doch Wunsch und Wirklichkeit liegen oft weit auseinander. Das gilt auch für Angebot und Nachfrage, die sich regional teilweise deutlich unterscheiden. Das zeigt eine aktuelle Analyse eines der größten Immobilienportale.
Die Mieten in den größten deutschen Städten sind in den vergangenen drei Jahren deutlich stärker gestiegen als die Einkommen. Das zeigt der aktuelle immowelt Mietkompass für das zweite Quartal 2026. Dadurch stellt sich zunehmend die Frage, ob kaufen statt mieten eine Option sein könnte.
Die hohen Energiepreise und die Sorge vor einem möglichen Gasmangel beeinflussen zunehmend die Wahl einer Immobilie. Gut gedämmte Eigentumswohnungen mit niedrigen Heizkosten werden attraktiver, sind aber häufig teurer. Auch die EU-Gebäuderichtlinie und ihre Umsetzung in Deutschland erhöhen die Bedeutung der Energieeffizienz.
Wer eine neue Heizung einbauen möchte, muss seit Ende Juli 2026 die Vorgaben des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG) berücksichtigen. Welche Heizsysteme künftig zulässig sind und welche Anforderungen beim Heizungstausch gelten, zeigt das neue GModG-Infoportal des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR).
Die Zahl der Baugenehmigungen steigt wieder und rechtfertigt einen vorsichtigen Optimismus. Doch von Entspannung auf dem Wohnungsmarkt kann keine Rede sein. Deutschlandweit fehlen nach Schätzungen jährlich mindestens 320.000 neue Wohnungen, um der Wohnungsknappheit wirkungsvoll zu begegnen.