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1. Januar 2026

2026: Das ist neu in der Bau- und Immobilienbranche

Immobilienmarkt / Trends / Politik

Im neuen Jahr gibt es wieder viele neue Regeln zu beachten. Die Umsetzung
der EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) bringt Veränderungen mit
sich, das Gebäudeenergiegesetz (GEG) wird verschärft und an Wärmepumpen
werden höhere Anforderungen gestellt. Die Neuerungen im
Einzelnen:

• Bis Mai 2026 muss die EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) in nationales Recht
umgesetzt werden. Die Bundesregierung strebt daher eine Änderung des
Gebäudeenergiegesetzes (GEG) an, das einfacher, technologieoffener
und flexibler werden soll. Umstritten ist die Vorgabe, dass neu eingebaute
Heizungen zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben
werden müssen.
• Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) soll gekürzt werden.
Die Einsparung betrifft vor allem die Förderung von Wohngebäuden.
• Einzelmaßnahmen wie die Dämmung eines Hauses, der Austausch der
Fenster oder der Heizung sollen hingegen verstärkt gefördert werden.
Auch das altersgerechte und barrierefreie Umbauen von Wohngebäuden
soll stärker in den Fokus rücken. Geplant ist zudem ein Förderprogramm
für Ladestationen in Mehrparteienhäusern.
• Der CO2-Preis für das Heizen mit Gas und Öl wird deutlich steigen.
Dadurch können sich die Energiekosten um bis zu 1,55 Cent pro Kilowattstunde
bei Gas und um bis zu 20,70 Cent pro Liter Öl erhöhen.
• Für neu installierte Photovoltaik-Anlagen soll es keine feste Einspeisevergütung
mehr geben. Stattdessen könnten Alternativen für kleine
PV-Anlagen eingeführt werden. Das sogenannte Energy-Sharing soll unter
Nachbarn ab Juli 2026 erlaubt sein.
• Die letzte Übergangsfrist der Bundes-Immissionsschutzverordnung endet.
Holzöfen und Kamine, die zwischen dem 1. Januar 1995 und dem 21.
März 2010 installiert wurden, sind nur noch erlaubt, wenn sie die vorgeschriebenen
Emissionsgrenzwerte einhalten.
• Schornsteinfeger müssen ab 2026 keine Aufkleber mehr auf älteren Heizungsanlagen
anbringen, die deren Energieeffizienzklasse anzeigen.
• Städte müssen bis Mitte 2026 Wärmepläne vorlegen, die die zukünftige
Wärmeversorgung festlegen.
• Bis Ende 2026 müssen in Immobilien mit zentralen Heizungen Zähler
nachgerüstet werden, die nicht fernablesbar sind.
• Ab 2026 gelten außerdem strengere Lärmgrenzwerte für den Einbau neuer
Wärmepumpen.

Foto: © Murali Nath, Pixabay

Aktuelles

Aktuelle Nachrichten

alle Nachrichten
  • Wohneigentum erwünscht, aber schwer zu bekommen

    Wohneigentum hat in Deutschland einen hohen Stellenwert, ist aber
    schwer zu bekommen. Der deutsche Immobilienmarkt hat nach dem
    Einbruch infolge der Zinswende zwar wieder Fahrt aufgenommen.
    Dennoch ist die Eigentumsquote im europäischen Vergleich weiterhin
    extrem niedrig.

  • Deutschland hat sich „vernormt“

    Normen sollen das Leben eigentlich vereinfachen. Sie regeln viele
    Details, damit sich zum Beispiel beim Bauen am Ende ein passgenaues
    Ganzes ergibt. Zu viele Normen bremsen jedoch wichtige Aktivitäten
    aus und verhindern den dringend benötigten Wohnungsneubau.

  • Mietangebote brechen ein, Mieten steigen weiter

    Der deutsche Wohnungsmarkt bleibt angespannt. Während sich die
    Kaufpreise für Wohnimmobilien inzwischen weitgehend stabilisiert haben,
    steigen die Mieten weiter deutlich an. Gleichzeitig verschärft sich
    die Knappheit bei Mietwohnungen. Das zeigt der aktuelle Wohnindex
    des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

  • Bauhaus – Vorbild für moderne Architektur bis heute

    Das Bauhaus steht als einflussreichste Design- und Architekturschule
    des 20. Jahrhunderts für moderne Architektur. Bis heute zeugen aktuelle
    Veranstaltungen regelmäßig von der Lebendigkeit und der großen
    Bedeutung einer Kultur, die Einfluss auf die gesamte Kunstszene hat.

  • Kleine Wohnungen: Warum die Nachfrage weiter wächst

    Kleine Wohnungen gehören zu den gefragtesten Segmenten des deutschen
    Wohnungsmarktes. Ob zur Miete, zur Eigennutzung oder als
    Kapitalanlage – die Nachfrage steigt seit Jahren kontinuierlich. Verantwortlich
    dafür sind vor allem der demografische Wandel, veränderte
    Lebensmodelle und die wachsende Zahl kleiner Haushalte.

  • Neue Heizungsförderung: Das ändert sich bei der Sanierung

    Der Bundestag hat das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG)
    beschlossen. Der Bundesrat stimmte dem Gesetz noch am selben Tag
    zu. Damit setzt die Bundesregierung wesentliche Vorgaben der europäischen
    Gebäudeeffizienzrichtlinie (EPBD) in deutsches Recht um und
    schafft einen neuen ordnungsrechtlichen Rahmen im Gebäudesektor.

  • Gebäudesanierung auf vielen Wegen

    Die Wärmewende gelingt nicht auf dem Papier, sondern vor Ort. Wer
    ein altes Haus kauft, kann auf vielen Wegen ans Ziel kommen. Der
    Gebäudebestand bietet ein enormes Potenzial: Durch Umbau, Modernisierung
    und Sanierung lässt sich dringend benötigter Wohnraum in
    einen zeitgemäßen Zustand versetzen.

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