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17. Juni 2026

Bauen für die Zukunft: Was heute technisch möglich ist

Architektur / Stadtentwicklung / Wohnen

Die Anforderungen an die Architektur von heute sind hoch. Technisch 
ist fast alles möglich – doch was ist mit Blick auf die Zukunft auch sinn
voll? Die moderne Architektur bietet mit neuen Technologien zahlreiche 
Chancen für Wohnen und Leben.

So haben beispielsweise 3D-gedruckte Gebäude großes Potenzial. Derzeit 
bremsen jedoch noch unzureichende Materialien und fehlende Grundlagen 
für statische Berechnungen den Durchbruch. Ein ganzes Haus aus dem 3D
Drucker? Das ist bereits möglich – und zwar mit kurzer Bauzeit, geringem 
Personalaufwand und in Formen, die konventionelle Bauverfahren kaum 
erlauben. In Deutschland befinden sich 3D-gedruckte Gebäude aktuell in 
der Übergangsphase von Pilotprojekten zur Marktreife. „Additives Bauen 
hat Zukunft“, sagt Professor Jörg Jungwirth von der Hochschule München.
Ein weiteres wichtiges Thema ist das „zirkuläre Bauen“. Dieses kann schon 
heute kostengünstiger sein als konventionelle Bauweisen – vor allem dann, 
wenn der gesamte Lebenszyklus der Bauprodukte in die Bewertung ein
bezogen wird. Zudem entstehen wirtschaftliche Impulse, etwa durch neue 
Geschäftsmodelle in den Bereichen Serviceleistungen, Wiederverwendung 
und Rückbau. So verbindet zirkuläres Bauen im Bestand ökologische Ver
antwortung mit langfristiger Rentabilität.
Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) hat ihr Zertifizie
rungssystem für Neubauten in den vergangenen Monaten weiterentwickelt. 
Das DGNB-System ist als Steuerungs- und Optimierungsinstrument die 
richtige Wahl für alle, die sich auf das eigentliche Ziel nachhaltigen Bauens 
konzentrieren wollen: Gebäude besser zu machen.
Das ILS – Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung – forscht zu 
verschiedenen Fragen der Stadtgesundheit. Wie lassen sich Städte klima
resilient und gesundheitsfördernd gestalten? Planerinnen, Architekten und 
Ingenieurinnen bereiten sich auf Starkregen vor, sichern Gebäude gegen 
Hochwasser und entsiegeln Flächen, um Versickerung zu ermöglichen. Das 
erfordert neues Wissen und eine integrierte Planung. Auf diesem Weg wer
den unsere Städte und Gemeinden künftig resilienter.
Fazit: Wer heute bauen oder umbauen will, kann auf viele neue Methoden 
und Techniken zugreifen, die bereits jetzt den Blick in die Zukunft bieten.

Foto: © TheDigitalArtist, Pixabay 

Aktuelles

Aktuelle Nachrichten

alle Nachrichten
  • Zeitgemäß Bauen mit neuen Baustoffen und Methoden

    Bauen in Zeiten von KI wie im vorigen Jahrhundert? Das mag schön
    anzusehen und für den Denkmalschutz sinnvoll sein. Doch so lässt
    sich die große Lücke bei den fehlenden Wohnungen kaum schließen.
    Gefragt sind neue Methoden und Baustoffe, innovative Verfahren und
    passende gesetzliche Rahmenbedingungen.

  • Hohe Wohnkosten treiben Pendler weiter ins Umland

    Immer mehr Beschäftigte nehmen längere Wege zur Arbeit in Kauf.
    2025 arbeiteten bundesweit rund 20 Millionen sozialversicherungspflichtig
    Beschäftigte nicht an ihrem Wohnort. Das waren rund 50.000
    mehr als im Jahr zuvor. Etwa 60 Prozent aller sozialversicherungspflichtig
    Beschäftigten pendeln zwischen Wohn- und Arbeitsort.

  • Immer teurer: Heizen mit fossilen Brennstoffen

    Weltweite Krisen und geopolitische Konflikte treiben die Energiepreise
    erneut nach oben. Für Immobilieneigentümer stellt sich damit die
    Frage, wie sie auf die Entwicklung reagieren können. Das Institut der
    deutschen Wirtschaft (IW) in Köln warnt vor den langfristigen Kostenrisiken
    neuer Gasheizungen.

  • Schnäppchen oder Kostenfalle? Beim Immobilienkauf genau hinsehen

    Ein auffallend niedriger Immobilienpreis kann verlockend sein – doch
    nicht immer steckt dahinter ein echtes Schnäppchen. Ein Beispiel sind
    Häuser auf Erbpachtgrundstücken. Sie kosten häufig deutlich weniger
    als vergleichbare Immobilien auf Eigenland. Dafür fällt zusätzlich zum
    Kaufpreis der laufende Erbbauzins an.

  • In Deutschland fehlen dringend Wohnungen

    Ganz Europa hat ein Wohnraumproblem. Die EU will einen „Affordable
    Housing Act“ auf den Weg bringen, der jedoch überwiegend Restriktionen
    vorsieht. In Deutschland soll der „Bau-Turbo“ Abhilfe schaffen.
    Kommt die Wohnungsbau-Wende im Jahr 2027? Wie geht es weiter?

  • Immer weniger Menschen leben im Eigenheim

    Immer weniger Menschen in Deutschland leben in den eigenen vier
    Wänden. Nach einer aktuellen Untersuchung des Pestel-Instituts ist
    die Wohneigentumsquote auf 43,5 Prozent gesunken – den niedrigsten
    Stand seit 20 Jahren. Deutschland bildet damit im EU-Vergleich das
    Schlusslicht.

  • Wohnen im Einfamilienhaus – Wunsch und Wirklichkeit

    Das Wohnen im Einfamilienhaus ist nach wie vor ein weit verbreiteter
    Traum. Doch Wunsch und Wirklichkeit liegen oft weit auseinander. Das
    gilt auch für Angebot und Nachfrage, die sich regional teilweise deutlich
    unterscheiden. Das zeigt eine aktuelle Analyse eines der größten
    Immobilienportale.

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