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5. Juni 2026

Appell: Das Land braucht dringend Wohnungen

Bauen / Umbauen / Sanieren

Wer derzeit eine Wohnung sucht, spürt die Lage unmittelbar: Der 
Wohnraum in Deutschland reicht längst nicht mehr aus. Die aktuellen 
Zahlen zu den Baufertigstellungen sind alarmierend, und auch die Ein
schätzungen von Instituten, Verbänden und Branchenvertretern fallen 
entsprechend drastisch aus.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden 2025 insgesamt nur 
noch 206.600 Wohnungen fertiggestellt – 45.400 weniger als im Vorjahr. Das 
entspricht einem Rückgang von 18 Prozent und markiert den niedrigsten 
Stand seit 2012. Dabei liegt der tatsächliche Bedarf bei rund 400.000 neuen 
Wohnungen pro Jahr. Damit ist die Zahl der fertiggestellten Wohnungen 
bereits im zweiten Jahr in Folge deutlich gesunken.
Gleichzeitig lebten im Jahr 2025 rund 11,7 Prozent der Menschen in 
Deutschland in überbelegten Wohnungen. Die sogenannte Überbelegungs
quote ist in den vergangenen fünf Jahren kontinuierlich gestiegen. Beson
ders betroffen sind Familien mit Kindern.
Die Stimmung in der Bauwirtschaft hat sich deutlich eingetrübt. Das Ge
schäftsklima im Wohnungsbau fiel laut ifo Institut von minus 19,3 auf minus 
28,4 Punkte – der stärkste Rückgang seit April 2022. Das Verbändebündnis 
Wohnungsbau bezeichnete die vom Statistischen Bundesamt veröffentli
chten Zahlen als „dramatisch“. Deutschland befinde sich „in einer tiefen 
strukturellen Wohnbaukrise. (...) Dass sich der Wohnungsneubau trotz eines 
immer größeren Wohnungsmangels negativ entwickelt, ist eine Hiobs
botschaft – vor allem für Hunderttausende Menschen, die dringend eine 
bezahlbare Wohnung brauchen.“ 
Dr. Denny Ohnesorge, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der 
Deutschen Holzindustrie (HDH), fordert daher entschlossene politische 
Maßnahmen: „Es ist Zeit, die Hemmnisse für das Bauen einzureißen. Neben 
steigenden Bauzinsen sind es vor allem politisch verursachte Vorschriften 
und bürokratische Hürden, die das Bauen verteuern.“
Für Wohnungssuchende kann es sich daher lohnen, neben dem Mietmarkt 
auch den Immobilienkaufmarkt in den Blick zu nehmen. Die Preise zeigen 
sich seit Monaten vergleichsweise stabil, zugleich bleibt die Dynamik am 
Markt hoch.

Foto: © Jason Goh, Pixabay

Aktuelles

Aktuelle Nachrichten

alle Nachrichten
  • Sommer, Urlaub, Reisezeit: Sicherheit geht vor

    Während sich Reisende im Urlaub entspannen, haben Einbrecher
    Hochkonjunktur. In Deutschland wird statistisch etwa alle sechs Minuten
    irgendwo eingebrochen. In der Ferienzeit steigen die Fallzahlen
    häufig an. Einbrecher wählen meist den einfachen Weg. Ein gut gesichertes
    Haus schreckt sie dagegen ab. Diese Maßnahmen helfen:

  • Klimawende: Gemeinschaftlich heizen oder autark werden?

    Vielen Bundesbürgern fällt die Entscheidung für eine neue Heizung
    noch immer schwer. Wer sich – sofern ein Anschluss möglich ist – für
    Fernwärme entscheidet, setzt auf das Prinzip der Gemeinschaft. Die
    Wahl einer Wärmepumpe hingegen steht für den Wunsch nach größerer
    Unabhängigkeit.

  • Defizit beim Wohnungsbau höher aus angenommen

    Der deutsche Wohnungsneubau verharrt auch im Jahr 2026 auf einem
    historisch niedrigen Niveau. Zwar steigen die Baugenehmigungen, was
    ein positives Signal ist, insgesamt entstehen in Deutschland jedoch
    weiterhin deutlich zu wenig neue Wohnungen.

  • Finanzierung entscheidet über Immobilienkauf

    „Money makes the world go round.“ Dieser Satz aus dem Musical Cabaret
    beschreibt zunehmend die reale Welt – und in Deutschland ganz
    besonders die Finanzierung von Immobilien, die maßgeblich von den
    Finanzmärkten und der Wirtschaftslage abhängt.

  • Sommerhitze in Haus und Garten

    Die Auswirkungen des Klimawandels sind längst in unseren Häusern
    und Gärten spürbar. Die Zahl der Hitzetage hat in den vergangenen
    Jahren deutlich zugenommen. Immer mehr Städte und Gemeinden entwickeln
    deshalb Hitzeschutzkonzepte. Auch Hauseigentümer sollten
    Maßnahmen ergreifen, um sich vor übermäßiger Wärme zu schützen.

  • Finanzierungsfragen bestimmen den Immobilienmarkt

    Der Immobilienmarkt ist derzeit zwar sehr aktiv, doch die Kauflaune 
    hält sich in Grenzen. Dabei ist der Wunsch nach Immobilieneigentum 
    ungebrochen groß, insbesondere weil Mietwohnungen knapp sind. Fi
    nanzierungsfragen bestimmen derzeit das Marktgeschehen im Immo
    biliensektor.

  • Auf vielen Wegen zu mehr Wohnungen ...

    An der Wohnungsnot kommt man nicht mehr vorbei. Der Mietmarkt 
    wirkt wie eingefroren, das Angebot stagniert, 11,7 Prozent aller Woh
    nungen sind bereits überbelegt, und der Wohnungsneubau ist einge
    brochen. Jetzt kommt es auf gute Ideen und Eigeninitiative an. 

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