Reisen Sie in diesem Jahr durch München? Dann versäumen Sie die Ausstellung Suburbia nicht. Sie bietet einen Blick auf das Wohnen im Einfamilienhaus, das ein Traum von vielen ist, aber auch Kritik auf sich zieht. Die Ausstellung dauert noch bis zum 18. Oktober 2026.
Das Bild der klassischen Vorstadt mit gepflegtem Garten, eigenem Pool und großzügiger Garage ist eng mit dem „American Way of Life“ verknüpft. Dieses Ideal hat sich weltweit verbreitet und steht für Ruhe, Sicherheit und Familienfreundlichkeit. Besonders für das Aufwachsen von Kindern gilt das Einfamilienhaus im Grünen als erstrebenswert. Gleichzeitig gerät dieses Modell zunehmend in die Kritik: Zersiedelung, hohe Abhängigkeit vom Auto, soziale Segregation und ein hoher Ressourcenverbrauch werfen Fragen nach seiner Zukunftsfähigkeit auf. Die Ausstellung zeigt, wie stark diese Wohnform durch Medien geprägt wurde. Filme, Serien, Werbung und Literatur haben das Bild der Vorstadt über Jahrzehnte hinweg sowohl romantisiert als auch hinterfragt. Parallel dazu wird die Entwicklung in Deutschland nachgezeichnet: Während der Wirtschaftswunderjahre erlebte das Eigenheim einen regelrechten Boom. Anhand historischer Ausgaben der Zeitschrift „Schöner Wohnen“ lässt sich nachvollziehen, wie Wohnideale, Familienbilder und Konsumvorstellungen in der Nachkriegszeit geformt wurden. Eine umfangreiche Sammlung lädt dazu ein, das Wohnen im Einfamilienhaus der Vorstadt erkunden. Heute steht das Einfamilienhaus vor neuen Herausforderungen. Steigende Wohnraumnachfrage, Klimaschutzanforderungen und der demografische Wandel verändern die Perspektive auf diese Wohnform grundlegend. Viele Häuser werden inzwischen nur noch von wenigen Personen genutzt – ein Umstand, der neue Chancen eröffnet. Durch Modernisierung, energetische Sanierung und intelligente Erweiterungen könnte bestehender Wohnraum effizienter genutzt werden. Gerade in Ballungsräumen bietet der Bestand an Einfamilienhäusern ein erhebliches Potenzial, um zusätzlichen Wohnraum zu schaffen, ohne neue Flächen zu versiegeln. Die Ausstellung ist ein gemeinsames Projekt des Centre de Cultura Contemporània de Barcelona und des Deutschen Architekturmuseums und regt dazu an, das vertraute Ideal des Eigenheims neu zu denken.
Wohneigentum hat in Deutschland einen hohen Stellenwert, ist aber schwer zu bekommen. Der deutsche Immobilienmarkt hat nach dem Einbruch infolge der Zinswende zwar wieder Fahrt aufgenommen. Dennoch ist die Eigentumsquote im europäischen Vergleich weiterhin extrem niedrig.
Wohnen und Parken sind eng miteinander verknüpft. Wer in der Stadt wohnt, kennt die ständige Parkplatzsuche ebenso wie Bewohner des Umlands, die Besorgungen in der Stadt erledigen müssen. Die Folge: Parkplätze werden immer teurer.
Normen sollen das Leben eigentlich vereinfachen. Sie regeln viele Details, damit sich zum Beispiel beim Bauen am Ende ein passgenaues Ganzes ergibt. Zu viele Normen bremsen jedoch wichtige Aktivitäten aus und verhindern den dringend benötigten Wohnungsneubau.
Der deutsche Wohnungsmarkt bleibt angespannt. Während sich die Kaufpreise für Wohnimmobilien inzwischen weitgehend stabilisiert haben, steigen die Mieten weiter deutlich an. Gleichzeitig verschärft sich die Knappheit bei Mietwohnungen. Das zeigt der aktuelle Wohnindex des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).
Das Bauhaus steht als einflussreichste Design- und Architekturschule des 20. Jahrhunderts für moderne Architektur. Bis heute zeugen aktuelle Veranstaltungen regelmäßig von der Lebendigkeit und der großen Bedeutung einer Kultur, die Einfluss auf die gesamte Kunstszene hat.
Kleine Wohnungen gehören zu den gefragtesten Segmenten des deutschen Wohnungsmarktes. Ob zur Miete, zur Eigennutzung oder als Kapitalanlage – die Nachfrage steigt seit Jahren kontinuierlich. Verantwortlich dafür sind vor allem der demografische Wandel, veränderte Lebensmodelle und die wachsende Zahl kleiner Haushalte.
Der Bundestag hat das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) beschlossen. Der Bundesrat stimmte dem Gesetz noch am selben Tag zu. Damit setzt die Bundesregierung wesentliche Vorgaben der europäischen Gebäudeeffizienzrichtlinie (EPBD) in deutsches Recht um und schafft einen neuen ordnungsrechtlichen Rahmen im Gebäudesektor.
Die Wärmewende gelingt nicht auf dem Papier, sondern vor Ort. Wer ein altes Haus kauft, kann auf vielen Wegen ans Ziel kommen. Der Gebäudebestand bietet ein enormes Potenzial: Durch Umbau, Modernisierung und Sanierung lässt sich dringend benötigter Wohnraum in einen zeitgemäßen Zustand versetzen.
Der Bundesgerichtshof (BGH) hat mit einem aktuellen Urteil Klarheit zur Verteilung von Kosten für Erhaltungsmaßnahmen in Wohnungseigentümergemeinschaften geschaffen und die faire Kostenverteilung in WEG-Gemeinschaften gestärkt.