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12. Juni 2026

Wärmewende: Akzeptanz hoch – Umsetzung stockt

Ökologie / Nachhaltigkeit / Mobilität

Die Unsicherheit bei Fragen zur der Wärmewende bremst Hauseigentü
mer bei der Umsetzung aus. Die größten Hemmnisse betreffen finanzi
elle Belange sowie die Unklarheit der politischen Vorgaben und bei den 
Förderbedingungen.

Das zeigt der Trendreport Wärmewende 2026, für den im März 2026 rund 
4.000 Hauseigentümern befragt wurden. 93 Prozent halten den Ausbau 
erneuerbarer Energien für wichtig, 86 Prozent befürworten den Ersatz ver
alteter Heizsysteme. Fast die Hälfte der Befragten hat in den letzten zwölf 
Monaten Sanierungsmaßnahmen umgesetzt, weitere 15 Prozent planen 
Investitionen. Besonders gefragt sind Photovoltaikanlagen und Wärmepum
pen. Doch obwohl sich fast alle Befragten bereits mit diesen Technologien 
beschäftigt haben, zögern viele bei der Umsetzung. 62 Prozent fühlen sich 
durch wechselnde politische Rahmenbedingungen verunsichert.
Rund 75 Prozent der Gebäude in Deutschland wurden vor Inkrafttreten der 
ersten Wärmeschutzverordnung errichtet. Um diese enorme Zahl an Im
mobilien energetisch zu modernisieren, benötigen Wohnungsunternehmen, 
Kommunen und private Immobilieneigentümer belastbare Entscheidungs
grundlagen. Energetische Sanierungen gelten als zentraler Hebel für mehr 
Klimaschutz im Gebäudesektor. Die Vorbereitung entsprechender Maßnah
men ist jedoch meistens aufwendig.
Anfang Mai hat die Bundesregierung einen neuen Referentenentwurf vor
gelegt, der mehr Klarheit bringen soll. Das Bundeskabinett hat den Entwurf 
für das neue Heizungsgesetz, das nun Gebäudemodernisierungsgesetz 
(GModG) heißt, beschlossen. Danach soll beim Austausch einer Heizung die 
Entscheidung über die Heizungsart grundsätzlich wieder beim Eigentümer 
liegen. Neben Wärmepumpen, Fern- und Nahwärme, Biomasse- und Hyb
ridheizungen sollen auch Gas- und Ölheizungen eingebaut werden können. 
Mit dem Gesetz sollen unter anderem der Heizungstausch vereinfacht und 
neue Spielräume bei der Wahl von Heizsystemen geschaffen werden.
Mehr Flexibilität und eine höhere gesellschaftliche Akzeptanz sind wichtige 
Voraussetzungen, um die Modernisierung des Gebäudebestands voranzu
bringen. Problematisch bleibt das Gesetzespaket jedoch für Vermieter. Sie 
sollen künftig die Mehrkosten, die beim Betrieb einer neuen Gasheizung 
entstehen, zur Hälfte übernehmen. 

Foto: © Michal Jarmoluk, Pixabay

Aktuelles

Aktuelle Nachrichten

alle Nachrichten
  • Wärmepläne: Wie werden wir zukünftig heizen?

    Pünktlich zur Jahresmitte 2026 liegen kommunale Wärmepläne für die
    Hälfte der deutschen Bevölkerung vor. Rund zwei Drittel aller Gemeinden
    haben ihre Wärmeplanung bereits abgeschlossen. Viele Eigentümer
    können nun besser planen, wie sie ihre Immobilien zukunftsfähig
    sanieren.

  • Klimawandel: Umdenken beim Bauen und Sanieren

    Der Sommer 2026 war teilweise extrem. Der Klimawandel ist nicht
    mehr zu übersehen. Seine Auswirkungen machen ein Umdenken beim
    Bauen und Sanieren notwendig. Gebäude in Deutschland wurden
    jahrzehntelang darauf optimiert, im Winter vor Kälte zu schützen. Seit
    dem Hitzesommer 2026 muss auch der Schutz vor Überhitzung stärker
    mitgedacht werden.

  • Wohnimmobilien: Stabile Preise, niedrige Verkaufszahlen

    Viele Mieter in Deutschland würden viel lieber in einer eigenen Wohnung
    oder einem eigenen Haus leben. Doch die Entwicklung auf dem
    Immobilienmarkt verunsichert manche Interessenten. Dabei sind die
    Chancen für einen Immobilienkauf derzeit besser, als es auf den ersten
    Blick den Anschein hat.

  • Heißer Sommer – Vorbote des Klimawandels

    Die Großbrände im Süden Europas sind auch für den Norden ein
    Warnsignal. Vorbeugende Maßnahmen allein reichen nicht aus. Eigenverantwortung
    und Eigeninitiative werden immer wichtiger. Klimaanlagen
    erhalten nicht nur aus gesundheitlichen Gründen, sondern auch
    in wirtschaftlicher, bautechnischer und rechtlicher Hinsicht eine neue
    Bedeutung.

  • Wohneigentum erwünscht, aber schwer zu bekommen

    Wohneigentum hat in Deutschland einen hohen Stellenwert, ist aber
    schwer zu bekommen. Der deutsche Immobilienmarkt hat nach dem
    Einbruch infolge der Zinswende zwar wieder Fahrt aufgenommen.
    Dennoch ist die Eigentumsquote im europäischen Vergleich weiterhin
    extrem niedrig.

  • Deutschland hat sich „vernormt“

    Normen sollen das Leben eigentlich vereinfachen. Sie regeln viele
    Details, damit sich zum Beispiel beim Bauen am Ende ein passgenaues
    Ganzes ergibt. Zu viele Normen bremsen jedoch wichtige Aktivitäten
    aus und verhindern den dringend benötigten Wohnungsneubau.

  • Mietangebote brechen ein, Mieten steigen weiter

    Der deutsche Wohnungsmarkt bleibt angespannt. Während sich die
    Kaufpreise für Wohnimmobilien inzwischen weitgehend stabilisiert haben,
    steigen die Mieten weiter deutlich an. Gleichzeitig verschärft sich
    die Knappheit bei Mietwohnungen. Das zeigt der aktuelle Wohnindex
    des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

  • Bauhaus – Vorbild für moderne Architektur bis heute

    Das Bauhaus steht als einflussreichste Design- und Architekturschule
    des 20. Jahrhunderts für moderne Architektur. Bis heute zeugen aktuelle
    Veranstaltungen regelmäßig von der Lebendigkeit und der großen
    Bedeutung einer Kultur, die Einfluss auf die gesamte Kunstszene hat.

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