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3. Juni 2026

Immobilien: Marktaktivität erreicht Höchststand

Immobilienmarkt / Trends / Politik

Die Aktivität am Immobilienmarkt hat ein neues Hoch erreicht. Gleich
zeitig entwickelt sich die Preisdynamik uneinheitlich, während sich die 
Vermarktungszeiten weiter verlängern.

Der Marktaktivitätsindex von Sprengnetter und ImmoScout24, der die 
Entwicklung der Baufinanzierungsvolumina abbildet, stieg im März um 29 
Prozent gegenüber dem Vormonat. Damit lag er 94 Prozent über dem Aus
gangswert von Januar 2023. Ausschlaggebend dafür war der vorsichtige 
Optimismus zu Jahresbeginn: Die Rahmenbedingungen für Immobilienkäu
fer hatten sich spürbar verbessert. Diese Entwicklung deckt sich auch mit 
dem WohnBarometer Q1 2026, das eine steigende Nachfrage zum Ende 
des Quartals feststellt.
Für die kommenden Monate bleiben insbesondere die Baufinanzierungs
zinsen und die Leistbarkeit entscheidend für die weitere Entwicklung des 
Immobilienmarktes. Die jüngste Belebung am Kaufmarkt fällt in eine Phase 
steigender Finanzierungskosten. Während der Baufinanzierungszins mit 
zehnjähriger Bindung im März 2026 noch bei rund 3,6 Prozent lag, hat er 
sich seit April bei etwa 3,9 Prozent eingependelt.
Uneinheitlich verlief im ersten Quartal 2026 auch die Entwicklung der Kauf
preise für Wohnimmobilien: Das Preiswachstum bei Eigentumswohnungen 
erreichte den niedrigsten Stand seit Beginn der positiven Entwicklung im 
Sommer 2024. Einfamilienhäuser hingegen verteuerten sich gegenüber dem 
Vorjahresquartal um 3,2 Prozent. Aktuelle Auswertungen von Inseratsdaten 
deuten zudem darauf hin, dass die Dynamik am Markt nachlässt.
Darauf weist auch der GREIX-Kaufpreisindex hin – ein Gemeinschaftspro
jekt der Gutachterausschüsse für Grundstückswerte und des Kiel Instituts 
für Weltwirtschaft (IfW Kiel). „Die Dynamik der Preissteigerungen verliert bei 
Eigentumswohnungen spürbar an Schwung, während Einfamilienhäuser auf 
Wachstumskurs bleiben. Die Preiszuwächse bei Eigentumswohnungen ge
genüber dem Vorjahresquartal sind so niedrig wie noch nie seit Beginn des 
leichten Aufschwungs im Sommer 2024. Inflationsbereinigt, also gemessen 
an der aktuellen Kaufkraft, sind die Preise für Eigentumswohnungen sogar 
leicht gesunken. Diese Abschwächung spiegelt eine Entwicklung wider, die 
wir bereits seit Mitte des Jahres 2025 beobachten“, sagt Jonas Zdrzalek 
vom IfW Kiel.

Foto: © Grabener, Kiel, 2026

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