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24. Juni 2026

Auf vielen Wegen zu mehr Wohnungen ...

Bauen / Umbauen / Sanieren

An der Wohnungsnot kommt man nicht mehr vorbei. Der Mietmarkt 
wirkt wie eingefroren, das Angebot stagniert, 11,7 Prozent aller Woh
nungen sind bereits überbelegt, und der Wohnungsneubau ist einge
brochen. Jetzt kommt es auf gute Ideen und Eigeninitiative an. 

Deutschland ist ein Mieterland: Über die Hälfte aller Menschen lebt in 
Mietwohnungen. Wer einen Mietvertrag hat, ist durch das starke Mietrecht 
gut geschützt. Diejenigen jedoch, die neu auf den Wohnungsmarkt kommen 
oder umziehen wollen, haben es schwer, bezahlbaren Wohnraum zu finden.
Ein Jahr nach Amtsantritt der Bundesregierung zieht die Bundesarbeits
gemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland (BID) eine ernüchternde 
Bilanz: Trotz klar formulierter Zielsetzungen fehlen weiterhin spürbare 
Erleichterungen für den Wohnungsneubau und Anreize für Investitionen. Der 
Wohnungsmangel verschärft sich weiter.
Erforderlich sind Veränderungen in vielen Bereichen. Dabei geht es nicht nur 
um den Neubau von Mietwohnungen. Jedes neu gebaute Eigenheim macht 
woanders eine Wohnung frei. Daher ist eine wirksame Stärkung der Eigen
tumsbildung ein probates Mittel, um insgesamt mehr Wohnraum zu schaf
fen. Dazu braucht es eine spürbare Entlastung bei der Grunderwerbsteuer.
Die Dringlichkeit der Aufgabe ist im Bundesministerium für Wohnen, Stadt
entwicklung und Bauwesen angekommen. Bereits im Oktober 2025 wurde 
der sogenannte „Bau-Turbo“ von Bundestag und Bundesrat beschlossen. 
Jetzt soll es mit mehr Tempo und neuen Werkzeugen weitergehen. Das 
Bundeskabinett hat den Entwurf eines „Gesetzes zur Modernisierung des 
Städtebau- und Raumordnungsrechts (Baugesetzbuch-Upgrade)“ be
schlossen. Damit sollen Bauleitplanverfahren gestrafft und vereinfacht sowie 
der Wohnungsbau zum überragenden öffentlichen Interesse erklärt werden. 
Der Entwurf befindet sich derzeit im parlamentarischen Verfahren.
Dazu erklärt Verena Hubertz, Bundesbauministerin: „Das Baugesetzbuch
Upgrade ist ein umfassendes Modernisierungspaket, das nahezu alle Be
reiche der kommunalen Planung adressiert. Wohnen hat ab jetzt Vorfahrt – 
endlich auch im Gesetz. Wer bauen will, soll sein Verfahren online verfolgen 
können und nicht im Rathausflur warten.“

Foto: © Peggy Marco, Pixabay

Aktuelles

Aktuelle Nachrichten

alle Nachrichten
  • Wohneigentum erwünscht, aber schwer zu bekommen

    Wohneigentum hat in Deutschland einen hohen Stellenwert, ist aber
    schwer zu bekommen. Der deutsche Immobilienmarkt hat nach dem
    Einbruch infolge der Zinswende zwar wieder Fahrt aufgenommen.
    Dennoch ist die Eigentumsquote im europäischen Vergleich weiterhin
    extrem niedrig.

  • Deutschland hat sich „vernormt“

    Normen sollen das Leben eigentlich vereinfachen. Sie regeln viele
    Details, damit sich zum Beispiel beim Bauen am Ende ein passgenaues
    Ganzes ergibt. Zu viele Normen bremsen jedoch wichtige Aktivitäten
    aus und verhindern den dringend benötigten Wohnungsneubau.

  • Mietangebote brechen ein, Mieten steigen weiter

    Der deutsche Wohnungsmarkt bleibt angespannt. Während sich die
    Kaufpreise für Wohnimmobilien inzwischen weitgehend stabilisiert haben,
    steigen die Mieten weiter deutlich an. Gleichzeitig verschärft sich
    die Knappheit bei Mietwohnungen. Das zeigt der aktuelle Wohnindex
    des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

  • Bauhaus – Vorbild für moderne Architektur bis heute

    Das Bauhaus steht als einflussreichste Design- und Architekturschule
    des 20. Jahrhunderts für moderne Architektur. Bis heute zeugen aktuelle
    Veranstaltungen regelmäßig von der Lebendigkeit und der großen
    Bedeutung einer Kultur, die Einfluss auf die gesamte Kunstszene hat.

  • Kleine Wohnungen: Warum die Nachfrage weiter wächst

    Kleine Wohnungen gehören zu den gefragtesten Segmenten des deutschen
    Wohnungsmarktes. Ob zur Miete, zur Eigennutzung oder als
    Kapitalanlage – die Nachfrage steigt seit Jahren kontinuierlich. Verantwortlich
    dafür sind vor allem der demografische Wandel, veränderte
    Lebensmodelle und die wachsende Zahl kleiner Haushalte.

  • Neue Heizungsförderung: Das ändert sich bei der Sanierung

    Der Bundestag hat das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG)
    beschlossen. Der Bundesrat stimmte dem Gesetz noch am selben Tag
    zu. Damit setzt die Bundesregierung wesentliche Vorgaben der europäischen
    Gebäudeeffizienzrichtlinie (EPBD) in deutsches Recht um und
    schafft einen neuen ordnungsrechtlichen Rahmen im Gebäudesektor.

  • Gebäudesanierung auf vielen Wegen

    Die Wärmewende gelingt nicht auf dem Papier, sondern vor Ort. Wer
    ein altes Haus kauft, kann auf vielen Wegen ans Ziel kommen. Der
    Gebäudebestand bietet ein enormes Potenzial: Durch Umbau, Modernisierung
    und Sanierung lässt sich dringend benötigter Wohnraum in
    einen zeitgemäßen Zustand versetzen.

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