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5. August 2026

Neue Heizungsförderung: Das ändert sich bei der Sanierung

Recht | Gesetz

Der Bundestag hat das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG)
beschlossen. Der Bundesrat stimmte dem Gesetz noch am selben Tag
zu. Damit setzt die Bundesregierung wesentliche Vorgaben der europäischen
Gebäudeeffizienzrichtlinie (EPBD) in deutsches Recht um und
schafft einen neuen ordnungsrechtlichen Rahmen im Gebäudesektor.

Nach scheinbar endlosen Diskussionen ging am Ende alles erstaunlich
schnell. Mit dem GModG bekennt sich die Bundesregierung klar zu den
Klimaschutzzielen im Gebäudesektor und verpflichtet sich zu deren Umsetzung.
Die Öffnung des Gesetzes für fossile Heizungsoptionen gibt jedoch
Anlass zur Sorge.
Die Einschätzungen der Fachverbände und -gremien gehen weit auseinander.
Der Zentrale Immobilien Ausschuss ZIA begrüßt die Änderungen,
gibt jedoch zu bedenken: „Höhere gesetzliche Anforderungen ohne ausreichende
und planbare Förderkulisse werden Investitionen bremsen statt
beschleunigen.“ Aus Sicht des BFW Bundesverband Freier Immobilien- und
Wohnungsunternehmen enthält das Gesetz wichtige Fortschritte, lässt jedoch
zentrale Fragen zur Planungssicherheit im Gebäudebestand weiterhin
offen. Der VDIV Deutschland sieht zentrale Praxisforderungen aufgegriffen
und bewertet den Beschluss deshalb als gutes Signal: Eigentümer, Immobilienverwaltungen
und Fachunternehmen wüssten nun endlich wieder, woran
sie sich orientieren können. Ganz anders reagiert die Deutsche Umwelthilfe.
Sie bezeichnet das Gesetz als katastrophal und bereitet eine Verfassungsklage
vor. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland
(BID) kritisiert zudem die kurzfristige Umstellung der BEG-Förderung:
„Wohnungsbau und Sanierung brauchen Verlässlichkeit.“
Seit dem 21. Juli 2026 gelten neue Förderbedingungen für die Heizungsförderung
sowie für die Sanierung von Wohngebäuden. Besonders gravierend
ist das geplante Abschmelzen der förderfähigen Kosten bei Effizienzmaßnahmen
in Mehrfamilienhäusern. Künftig sollen für die erste Wohneinheit nur
noch 28.000 Euro (bisher 30.000 Euro), für die zweite bis sechste Wohneinheit
jeweils 15.000 Euro und ab der siebten Wohneinheit lediglich 8.000
Euro förderfähig sein. Damit verliert die Förderung bei großen Mehrfamilienhäusern
und umfangreichen Wohnungsbeständen erheblich an Wirkung.

Foto: © Fabsphotos, Pixabay

Aktuelles

Aktuelle Nachrichten

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  • Neue Heizungsregeln: Infoportal bietet Orientierung

    Wer eine neue Heizung einbauen möchte, muss seit Ende Juli 2026 die
    Vorgaben des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG) berücksichtigen.
    Welche Heizsysteme künftig zulässig sind und welche Anforderungen
    beim Heizungstausch gelten, zeigt das neue GModG-Infoportal
    des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR).

  • Baugenehmigungen steigen – aber Wohnraum bleibt knapp

    Die Zahl der Baugenehmigungen steigt wieder und rechtfertigt einen
    vorsichtigen Optimismus. Doch von Entspannung auf dem Wohnungsmarkt
    kann keine Rede sein. Deutschlandweit fehlen nach Schätzungen
    jährlich mindestens 320.000 neue Wohnungen, um der Wohnungsknappheit
    wirkungsvoll zu begegnen.

  • Wärmepläne: Wie werden wir zukünftig heizen?

    Pünktlich zur Jahresmitte 2026 liegen kommunale Wärmepläne für die
    Hälfte der deutschen Bevölkerung vor. Rund zwei Drittel aller Gemeinden
    haben ihre Wärmeplanung bereits abgeschlossen. Viele Eigentümer
    können nun besser planen, wie sie ihre Immobilien zukunftsfähig
    sanieren.

  • Klimawandel: Umdenken beim Bauen und Sanieren

    Der Sommer 2026 war teilweise extrem. Der Klimawandel ist nicht
    mehr zu übersehen. Seine Auswirkungen machen ein Umdenken beim
    Bauen und Sanieren notwendig. Gebäude in Deutschland wurden
    jahrzehntelang darauf optimiert, im Winter vor Kälte zu schützen. Seit
    dem Hitzesommer 2026 muss auch der Schutz vor Überhitzung stärker
    mitgedacht werden.

  • Wohnimmobilien: Stabile Preise, niedrige Verkaufszahlen

    Viele Mieter in Deutschland würden viel lieber in einer eigenen Wohnung
    oder einem eigenen Haus leben. Doch die Entwicklung auf dem
    Immobilienmarkt verunsichert manche Interessenten. Dabei sind die
    Chancen für einen Immobilienkauf derzeit besser, als es auf den ersten
    Blick den Anschein hat.

  • Heißer Sommer – Vorbote des Klimawandels

    Die Großbrände im Süden Europas sind auch für den Norden ein
    Warnsignal. Vorbeugende Maßnahmen allein reichen nicht aus. Eigenverantwortung
    und Eigeninitiative werden immer wichtiger. Klimaanlagen
    erhalten nicht nur aus gesundheitlichen Gründen, sondern auch
    in wirtschaftlicher, bautechnischer und rechtlicher Hinsicht eine neue
    Bedeutung.

  • Wohneigentum erwünscht, aber schwer zu bekommen

    Wohneigentum hat in Deutschland einen hohen Stellenwert, ist aber
    schwer zu bekommen. Der deutsche Immobilienmarkt hat nach dem
    Einbruch infolge der Zinswende zwar wieder Fahrt aufgenommen.
    Dennoch ist die Eigentumsquote im europäischen Vergleich weiterhin
    extrem niedrig.

  • Deutschland hat sich „vernormt“

    Normen sollen das Leben eigentlich vereinfachen. Sie regeln viele
    Details, damit sich zum Beispiel beim Bauen am Ende ein passgenaues
    Ganzes ergibt. Zu viele Normen bremsen jedoch wichtige Aktivitäten
    aus und verhindern den dringend benötigten Wohnungsneubau.

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