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7. August 2026

Kleine Wohnungen: Warum die Nachfrage weiter wächst

Anlage | Vermögen

Kleine Wohnungen gehören zu den gefragtesten Segmenten des deutschen
Wohnungsmarktes. Ob zur Miete, zur Eigennutzung oder als
Kapitalanlage – die Nachfrage steigt seit Jahren kontinuierlich. Verantwortlich
dafür sind vor allem der demografische Wandel, veränderte
Lebensmodelle und die wachsende Zahl kleiner Haushalte.

Während im Jahr 1871 noch durchschnittlich 4,6 Personen in einem Haushalt
lebten, hat sich die Haushaltsstruktur grundlegend verändert. Heute
besteht mehr als jeder fünfte Haushalt aus einer Einzelperson. Ihr Anteil
stieg von 34 Prozent im Jahr 1994 auf über 42 Prozent im Jahr 2024, in den
Großstädten sogar auf rund 55 Prozent. Gründe dafür sind unter anderem
die steigende Lebenserwartung, spätere Familiengründungen, mehr Scheidungen,
längere Ausbildungszeiten sowie eine höhere berufliche Mobilität
und finanzielle Unabhängigkeit.
Besonders in Ballungsräumen trifft die hohe Nachfrage auf ein knappes
Angebot. Gesucht werden vor allem bezahlbare Wohnungen mit einer
Wohnfläche von etwa 35 bis 55 Quadratmetern. Zwar entstehen inzwischen
wieder mehr kleine Wohnungen, häufig handelt es sich jedoch um Micro-
Apartments. Diese eignen sich vor allem für Studierende, Berufspendler
oder Menschen mit einem zeitlich begrenzten Wohnbedarf. Für dauerhaftes
Wohnen sind sie dagegen oft zu klein oder aufgrund ihrer All-inclusive-Mieten
vergleichsweise teuer.
Der aktuelle Marktreport der Initiative Micro-Living zeigt, dass sich der
Markt weiter ausdifferenziert. Neben klassischen Micro-Apartments gewinnen
größere und flexibel nutzbare Wohnkonzepte an Bedeutung. Besonders
gefragt sind Angebote für Singles, Young Professionals und Berufspendler,
die modernes Wohnen mit zusätzlichen Serviceleistungen verbinden. Für die
Jahre 2026 bis 2028 erwarten Marktteilnehmer zudem weitere Mietsteigerungen.
Fazit: Kleine Wohnungen bleiben auf absehbare Zeit ein knappes Gut. Die
Zahl der Ein- und Zweipersonenhaushalte wächst weiter, während der
Wohnungsneubau den Bedarf nicht decken kann. Wer funktionale und
bezahlbare Wohnungen entwickelt oder in dieses Marktsegment investiert,
profitiert deshalb langfristig von einer stabil hohen Nachfrage.

Foto: © Canva, Pixabay

Aktuelles

Aktuelle Nachrichten

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    Der Bundestag hat das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG)
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    zu. Damit setzt die Bundesregierung wesentliche Vorgaben der europäischen
    Gebäudeeffizienzrichtlinie (EPBD) in deutsches Recht um und
    schafft einen neuen ordnungsrechtlichen Rahmen im Gebäudesektor.

  • Gebäudesanierung auf vielen Wegen

    Die Wärmewende gelingt nicht auf dem Papier, sondern vor Ort. Wer
    ein altes Haus kauft, kann auf vielen Wegen ans Ziel kommen. Der
    Gebäudebestand bietet ein enormes Potenzial: Durch Umbau, Modernisierung
    und Sanierung lässt sich dringend benötigter Wohnraum in
    einen zeitgemäßen Zustand versetzen.

  • Sommer, Urlaub, Reisezeit: Sicherheit geht vor

    Während sich Reisende im Urlaub entspannen, haben Einbrecher
    Hochkonjunktur. In Deutschland wird statistisch etwa alle sechs Minuten
    irgendwo eingebrochen. In der Ferienzeit steigen die Fallzahlen
    häufig an. Einbrecher wählen meist den einfachen Weg. Ein gut gesichertes
    Haus schreckt sie dagegen ab. Diese Maßnahmen helfen:

  • Klimawende: Gemeinschaftlich heizen oder autark werden?

    Vielen Bundesbürgern fällt die Entscheidung für eine neue Heizung
    noch immer schwer. Wer sich – sofern ein Anschluss möglich ist – für
    Fernwärme entscheidet, setzt auf das Prinzip der Gemeinschaft. Die
    Wahl einer Wärmepumpe hingegen steht für den Wunsch nach größerer
    Unabhängigkeit.

  • Defizit beim Wohnungsbau höher aus angenommen

    Der deutsche Wohnungsneubau verharrt auch im Jahr 2026 auf einem
    historisch niedrigen Niveau. Zwar steigen die Baugenehmigungen, was
    ein positives Signal ist, insgesamt entstehen in Deutschland jedoch
    weiterhin deutlich zu wenig neue Wohnungen.

  • Finanzierung entscheidet über Immobilienkauf

    „Money makes the world go round.“ Dieser Satz aus dem Musical Cabaret
    beschreibt zunehmend die reale Welt – und in Deutschland ganz
    besonders die Finanzierung von Immobilien, die maßgeblich von den
    Finanzmärkten und der Wirtschaftslage abhängt.

  • Sommerhitze in Haus und Garten

    Die Auswirkungen des Klimawandels sind längst in unseren Häusern
    und Gärten spürbar. Die Zahl der Hitzetage hat in den vergangenen
    Jahren deutlich zugenommen. Immer mehr Städte und Gemeinden entwickeln
    deshalb Hitzeschutzkonzepte. Auch Hauseigentümer sollten
    Maßnahmen ergreifen, um sich vor übermäßiger Wärme zu schützen.

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