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14. August 2026

Mietangebote brechen ein, Mieten steigen weiter

Verwaltung | Miete | Pacht

Der deutsche Wohnungsmarkt bleibt angespannt. Während sich die
Kaufpreise für Wohnimmobilien inzwischen weitgehend stabilisiert haben,
steigen die Mieten weiter deutlich an. Gleichzeitig verschärft sich
die Knappheit bei Mietwohnungen. Das zeigt der aktuelle Wohnindex
des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

Im zweiten Quartal 2026 verteuerten sich Eigentumswohnungen sowie Einund
Zweifamilienhäuser gegenüber dem Vorjahresquartal jeweils nur um 0,8
Prozent. Deutlich dynamischer entwickelte sich der Mietmarkt: Bundesweit
legten die Angebotsmieten um vier Prozent zu und übertrafen damit den
Anstieg der Verbraucherpreise von 2,6 Prozent klar. Besonders kräftig fielen
die Mietsteigerungen in Köln (7,9 Prozent) und Hamburg (5,5 Prozent) aus.
Ein wesentlicher Grund für die steigenden Mieten ist das knappe Angebot.
Im Vergleich zu Anfang 2022 werden deutschlandweit rund zwölf Prozent
weniger Mietwohnungen angeboten. In mehreren Großstädten ist der Rückgang
noch erheblich stärker. Hamburg verzeichnet mit minus 57 Prozent
den größten Einbruch, gefolgt von Frankfurt am Main (-43 Prozent) und
Leipzig (-40 Prozent). Eine Ausnahme bildet Berlin. Dort liegt das Angebot
inzwischen über dem Niveau von 2022, nachdem der frühere Mietendeckel
den Wohnungsmarkt zeitweise stark ausgebremst hatte.
Auf dem Markt für Kaufimmobilien zeigt sich ein anderes Bild. Eigentumswohnungen
sowie Ein- und Zweifamilienhäuser werden heute deutlich häufiger
inseriert als noch vor vier Jahren. Ursache ist jedoch nicht eine höhere
Bautätigkeit. Gleichzeitig erschweren gestiegene Finanzierungskosten vielen
Kaufinteressenten den Erwerb einer Immobilie. Dadurch verlängern sich die
Vermarktungszeiten.
Nach Einschätzung des IW wird der Wohnungsmarkt zusätzlich durch eine
geringe Umzugsbereitschaft belastet. Viele Mieter bleiben in ihren Wohnungen,
obwohl diese nicht mehr zu ihrer aktuellen Lebenssituation passen.
Der Grund sind häufig vergleichsweise günstige Bestandsmieten, die
bei einem Umzug verloren gingen. Dadurch wird vorhandener Wohnraum
weniger effizient genutzt und das ohnehin knappe Angebot für Wohnungssuchende
weiter eingeschränkt. Mehr Wohnungsneubau und eine höhere
Mobilität auf dem Mietmarkt gelten als entscheidende Voraussetzungen, um
die angespannte Marktlage nachhaltig zu entspannen.

Foto: © Tomasz Mikolajczyk, Pixabay

Aktuelles

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    Die Zahl der Baugenehmigungen steigt wieder und rechtfertigt einen
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