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15. April 2026

Bauen, bauen, bauen – gegen die Wohnungsknappheit

Bauen / Umbauen / Sanieren

Der Wohnungsbestand in Deutschland ist auf einen Tiefststand zusammengeschrumpft.
Wohnungssuchende haben es aktuell schwer. Das
klassische Angebot geht zurück, die Mieten steigen und die Konditionen
werden über immer mehr befristete Mietverträge härter. Abhilfe
kann in den Metropolen nur ein größeres Angebot schaffen.

Die Baugenehmigungen für Wohnungen stiegen im Januar 2026 um 8,4 Prozent
zum Vorjahresmonat. Das klingt erst einmal gut. Das statistische Bundesamt
meldet: In neu zu errichtenden Wohngebäuden wurden im Januar
2026 insgesamt 16.000 Wohnungen genehmigt, das waren 6,0 Prozent oder
900 Neubauwohnungen mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Baugenehmigungen
für Einfamilienhäuser stieg um 12,6 Prozent, die der Zweifamilienhäuser
um 26,1 Prozent. In Mehrfamilienhäusern, der zahlenmäßig
stärksten Gebäudeart, wurden 10.500 Neubauwohnungen genehmigt. Das
war einen Anstieg um 7,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Trotz dieser positiven Entwicklung warnt der Zentrale Immobilien Ausschuss
(ZIA) vor überzogenen Erwartungen: „Für Euphorie ist es deutlich zu früh.
Entscheidend für eine echte Entspannung am Wohnungsmarkt sind nicht
allein steigende Genehmigungszahlen, sondern vor allem mehr Fertigstellungen”,
so ZIA-Hauptgeschäftsführerin Aygül Özkan. Angesichts der hohen
Baukosten – diese sind zwischen 2015 und Ende 2023 um rund 60 Prozent
gestiegen – müssten dringend wirkungsvolle Maßnahmen ergriffen werden.
Das Bauen müsste erleichtert werden, damit die Baukosten sinken. Ein neuer
Basisstandard Wohnen wäre hilfreich. Die Staatsquote von ca. 37 Prozent
muss gesenkt werden, zum Beispiel durch den Erlass der Grunderwerbssteuer
für den Erwerb der ersten Wohnimmobilie. Wünschenswert wäre
außerdem die Einführung von eigenkapitalersetzenden Maßnahmen.
„Erst wenn wir diese strukturellen Hebel entschlossen bewegen, entsteht
aus steigenden Genehmigungszahlen tatsächlich neuer Wohnraum”, so Özkan
weiter. Indessen hat das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung
und Bauwesen (BMWSB) eine neue Förderrunde seines Innovationsprogramms
Zukunft Bau gestartet. Gefördert werden Forschungsprojekte
mit Schwerpunkt im Hochbau, die Antworten auf zentrale Herausforderungen
des Bauwesens liefern – von steigenden Baukosten bis hin zum
Klima- und Ressourcenschutz.

Foto: © wal_172619, Pixabay

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