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8. Mai 2026

Immobilienpreise stabil, Kauflaune gedämpft

Immobilienmarkt / Trends / Politik

Die Entwicklung der Immobilienpreise in deutschen Großstädten verläuft
derzeit insgesamt mit wenig Dynamik. Das Preisniveau hat sich
vielerorts stabilisiert. Regionale Unterschiede vergrößern sich. Die
Kauflaune zeigt sich gedämpft. Kaufinteressierte zeigen sich durch die
wirtschaftliche Lage verunsichert und abwartend.

In deutschen Metropolen driften die Wohnimmobilienpreise innerhalb der
Stadtgrenzen wieder auseinander. Nachdem die Preise in den zentralen
Lagen in den Vorjahren stärker gesunken waren, stiegen sie im Jahr 2025
wieder kräftiger an als in den Außenbezirken. Dies zeigt die jüngste Auswertung
des German Real Estate Index (GREIX) zu Wohnimmobilienpreisen
auf Stadtviertelebene. Der GREIX ist ein Gemeinschaftsprojekt der lokalen
Gutachterausschüsse und des Kiel Instituts für Weltwirtschaft.
Die Daten für 2025 deuten auf eine Rückkehr zu den Mustern des letzten
Marktzyklus (2006–2022) hin: In Aufwärtsphasen legen die Preise in den
Zentren stärker zu als in den Randbezirken. Damit kehrt sich der Trend der
jüngsten Korrekturphase um, in der die Innenstädte noch überdurchschnittliche
Verluste verzeichnet hatten.
„Wir beobachten im Jahr 2025 eine Trendumkehr: Nachdem die Preise in
den Stadtkernen während der Phase steigender Zinsen überproportional
nachgegeben haben, sehen wir nun eine Gegenbewegung. Eine Hypothese
ist, dass Wohnimmobilien in zentraler Lage aufgrund ihres geringeren Risikos
sensitiver auf Veränderungen von Zinsen reagieren“, sagt Jonas Zdrzalek,
GREIX-Projektleiter am Kiel Institut für Weltwirtschaft.
Während das Preisverhältnis zwischen Zentrum und Randlage im Jahr 2024
auf einen Wert von ca. 1,25 gesunken war, kletterte es im Jahr 2025 auf
1,27 an. Das bedeutet, dass Wohnungen in zentralen Lagen im Schnitt rund
27 Prozent teurer sind als in nicht zentralen Lagen. Zum Vergleich: Im Jahr
1990 betrug dieser Aufschlag lediglich fünf Prozent und hat sich seitdem
mehr als verfünffacht.
Insider berichten: Wenn das Objekt den Wunschvorstellungen nicht möglichst
vollständig entspricht, sind viele Interessent:innen derzeit nicht bereit,
Zugeständnisse beim Kauf zu machen. Sie wohnen dann lieber weiterhin
zur Miete und verschieben ihren Kaufwunsch.

Foto: © Wal, Pixabay

Aktuelles

Aktuelle Nachrichten

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    Die Wohnkostenbelastung von für Mieter:innen und Eigentümer:innen
    unterscheiden sich über den gesamten Lebensverlauf. Einige soziale
    Gruppen sind besonders belastet: Dazu gehören alleinlebende
    Mieter:innen, Menschen mit Migrationshintergrund und Mieter:innen
    mit niedrigen Einkommen. Auch wo man lebt, spielt eine Rolle.

  • Positive Tendenz beim Wohnungsbau

    Der Blick auf den Wohnungsbau zeichnet derzeit ein Stimmungsbild
    der ganzen Immobilienwirtschaft. Es gibt viel zu wenig Wohnungen.
    Die Suche nach einer geeigneten Bleibe gestaltet sich besonders für
    Mieter schwer. Forcierter Wohnungsbau könnte den Engpass mildern,
    doch die allgemeine wirtschaftliche Lage bremst alle Aktivitäten.

  • Warum sich Sanieren und Modernisieren lohnt

    Jedes zweite zum Kauf angebotene Haus muss saniert werden. Das
    schlägt sich im Preis nieder. Dem günstigeren Angebotspreis stehen
    die Sanierungskosten gegenüber. Doch die Sanierung oder Modernisierung
    lohnt sich und steigert den Wert einer Immobilie.

  • Weiter wohnen wie gewohnt?

    Wie wir wohnen, ist eine sehr individuelle Angelegenheit, hängt aber
    auch von den tatsächlich vorhandenen Möglichkeiten ab. Es geht um
    Verfügbarkeiten, Arbeitsplätze, Infrastruktur und nicht zuletzt darum,
    was bezahlbar ist.

  • Bauen, bauen, bauen – gegen die Wohnungsknappheit

    Der Wohnungsbestand in Deutschland ist auf einen Tiefststand zusammengeschrumpft.
    Wohnungssuchende haben es aktuell schwer. Das
    klassische Angebot geht zurück, die Mieten steigen und die Konditionen
    werden über immer mehr befristete Mietverträge härter. Abhilfe
    kann in den Metropolen nur ein größeres Angebot schaffen.

  • Heizung, Warmwasser: Zähler müssen fernablesbar sein

    Schon seit dem 1. Dezember 2021 müssen alle neu installierten Messgeräte
    für Heizung und Warmwasser fernablesbar sein. Eine Ausnahme gilt nur
    für den Austausch einzelner Geräte, beispielsweise nach einem Defekt. Die
    fernablesbaren
    Geräte müssen interoperabel und Smart-Meter-Gateway-fähig
    sein sowie die Datenschutzstandards erfüllen. „Sofern bereits in früherer
    Zeit fernablesbare Zähler installiert wurden, welche diese Bedingungen
    noch nicht erfüllen, besteht allerdings noch kein dringender Handlungsbedarf:
    Diese Geräte müssen erst bis zum 31. Dezember 2031 ersetzt werden“,
    erklärt Erik Uwe Amaya, Verbandsdirektor von Haus & Grund Rheinland
    Westfalen.
    Vermieter, die ihre alten Messgeräte ersetzen lassen, trifft eine weitere
    Pflicht: „Seit dem 1. Januar 2022 gilt: Sobald in einer Mietwohnung fernablesbare
    Messeinrichtungen vorhanden sind, muss der Vermieter seinen
    Mietern einmal im Monat eine sogenannte Unterjährige Verbrauchsinformation
    (UVI) zur Verfügung stellen“, erläutert Amaya. Der Volljurist ergänzt: „Die
    Information darf per Post, per E-Mail oder auch über eine App bereitgestellt
    werden. Sofern die Mieter die Information in einer App einsehen oder online
    herunterladen sollen, müssen sie monatlich informiert werden, wenn die Informationen
    bereitstehen – zum Beispiel durch eine E-Mail.“ Enthalten muss
    die UVI den Verbrauch im letzten Monat in Kilowattstunden, einen Vergleich
    mit dem Vormonat und dem Vorjahresmonat sowie einen Vergleich mit dem
    Verbrauch eines normierten Durchschnittsnutzers.
    Eine Umfrage des VDIV Deutschland mit über 300 teilnehmenden Immobilienverwaltungen
    zeigt: Erst 58 Prozent der Wohnungseigentümergemeinschaften
    und 61 Prozent der Mietobjekte verfügten im Jahr 2025 über die
    vorgeschriebene Technik. 43 Prozent der Verwaltungen stellten durch die
    UVI eine erhöhte Transparenz für Eigentümer und Mieter fest, aber nur elf
    Prozent berichteten von einer tatsächlichen Verbesserung der Energieeffizienz.

    Foto: © Gerd Altmann, Pixabay

  • Wohnen: Weniger kann mehr sein

    Auch beim Wohnen gilt manchmal „Weniger ist mehr“. Dieser Leitsatz
    des Minimalismus wurde bekannt durch den Architekten Mies van der
    Rohe in den 1960er Jahren. Der scheinbare Widerspruch dieser Aussage
    ist immer noch sehr aktuell, besonders wenn es um übermäßige
    Regulierungen und Bürokratie geht.

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