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6. Mai 2026

Positive Tendenz beim Wohnungsbau

Bauen / Umbauen / Sanieren

Der Blick auf den Wohnungsbau zeichnet derzeit ein Stimmungsbild
der ganzen Immobilienwirtschaft. Es gibt viel zu wenig Wohnungen.
Die Suche nach einer geeigneten Bleibe gestaltet sich besonders für
Mieter schwer. Forcierter Wohnungsbau könnte den Engpass mildern,
doch die allgemeine wirtschaftliche Lage bremst alle Aktivitäten.

Die Zahlen im Wohnungsbau vermitteln zumindest einen vorsichtigen Hoffnungsschimmer,
aber es bleibt die Frage, wie tragfähig der Aufschwung
ist. Das Statistische Bundesamt meldet für den Februar 2026 mit 22.200
genehmigten Wohnungen einen Anstieg von 24,1 Prozent gegenüber dem
Vorjahresmonat. Bei Mehrfamilienhäusern summiert sich die Zahl der Genehmigungen
auf 21.900 Wohnungen, das ist ein Anstieg von 18 Prozent im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Die Stimmung im Wohnungsbau hatte sich im März verschlechtert. Das
Geschäftsklima sank von minus 17,7 auf minus 19,5 Punkte. Dies war auf
merklich pessimistischere Erwartungen zurückzuführen. Die aktuelle Lage
wird hingegen etwas besser beurteilt. „Die Sorge vor wieder steigenden
Zinsen belastet die Erwartungen im Wohnungsbau“, sagt Klaus Wohlrabe,
Leiter der Umfragen im ifo-Institut. „Höhere Finanzierungskosten würden die
Ambitionen vieler Haushalte beim Hausbau wieder dämpfen.“
Erste Lichtblicke machen Mut: Die Auftragslage entspannt sich langsam.
Der Anteil der Unternehmen, die über zu wenig Aufträge berichten, ging
deutlich zurück – auf 43,4 Prozent. Das ist der niedrigste Wert seit Juli
2023. Grund dafür ist ein Anstieg der Baugenehmigungen in jüngster Zeit.
Auch die Stornierungen nahmen ab und lagen zuletzt bei 10,8 Prozent. „Die
Auftragslage verbessert sich langsam, aber die Unsicherheit bleibt hoch“,
so Wohlrabe.
„Grundsätzlich ist eine positive Tendenz bei den Baugenehmigungen eine
gute Nachricht, die uns aber nicht über den Ernst der Lage hinwegtäuschen
sollte. Fakt bleibt: Es wird immer noch viel zu wenig gebaut. Und genehmigt
heißt nicht begonnen. Der eingeschlagene Weg, Bauen wieder einfacher
und günstiger zu machen, muss konsequent weitergegangen werden“,
betont der Präsident des Bundesverbandes Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen
BFW, Dirk Salewski, in Berlin.

Foto: © Stefan Schweihofer, Pixabay

Aktuelles

Aktuelle Nachrichten

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    Welche Heizsysteme künftig zulässig sind und welche Anforderungen
    beim Heizungstausch gelten, zeigt das neue GModG-Infoportal
    des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR).

  • Baugenehmigungen steigen – aber Wohnraum bleibt knapp

    Die Zahl der Baugenehmigungen steigt wieder und rechtfertigt einen
    vorsichtigen Optimismus. Doch von Entspannung auf dem Wohnungsmarkt
    kann keine Rede sein. Deutschlandweit fehlen nach Schätzungen
    jährlich mindestens 320.000 neue Wohnungen, um der Wohnungsknappheit
    wirkungsvoll zu begegnen.

  • Wärmepläne: Wie werden wir zukünftig heizen?

    Pünktlich zur Jahresmitte 2026 liegen kommunale Wärmepläne für die
    Hälfte der deutschen Bevölkerung vor. Rund zwei Drittel aller Gemeinden
    haben ihre Wärmeplanung bereits abgeschlossen. Viele Eigentümer
    können nun besser planen, wie sie ihre Immobilien zukunftsfähig
    sanieren.

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    Der Sommer 2026 war teilweise extrem. Der Klimawandel ist nicht
    mehr zu übersehen. Seine Auswirkungen machen ein Umdenken beim
    Bauen und Sanieren notwendig. Gebäude in Deutschland wurden
    jahrzehntelang darauf optimiert, im Winter vor Kälte zu schützen. Seit
    dem Hitzesommer 2026 muss auch der Schutz vor Überhitzung stärker
    mitgedacht werden.

  • Wohnimmobilien: Stabile Preise, niedrige Verkaufszahlen

    Viele Mieter in Deutschland würden viel lieber in einer eigenen Wohnung
    oder einem eigenen Haus leben. Doch die Entwicklung auf dem
    Immobilienmarkt verunsichert manche Interessenten. Dabei sind die
    Chancen für einen Immobilienkauf derzeit besser, als es auf den ersten
    Blick den Anschein hat.

  • Heißer Sommer – Vorbote des Klimawandels

    Die Großbrände im Süden Europas sind auch für den Norden ein
    Warnsignal. Vorbeugende Maßnahmen allein reichen nicht aus. Eigenverantwortung
    und Eigeninitiative werden immer wichtiger. Klimaanlagen
    erhalten nicht nur aus gesundheitlichen Gründen, sondern auch
    in wirtschaftlicher, bautechnischer und rechtlicher Hinsicht eine neue
    Bedeutung.

  • Wohneigentum erwünscht, aber schwer zu bekommen

    Wohneigentum hat in Deutschland einen hohen Stellenwert, ist aber
    schwer zu bekommen. Der deutsche Immobilienmarkt hat nach dem
    Einbruch infolge der Zinswende zwar wieder Fahrt aufgenommen.
    Dennoch ist die Eigentumsquote im europäischen Vergleich weiterhin
    extrem niedrig.

  • Deutschland hat sich „vernormt“

    Normen sollen das Leben eigentlich vereinfachen. Sie regeln viele
    Details, damit sich zum Beispiel beim Bauen am Ende ein passgenaues
    Ganzes ergibt. Zu viele Normen bremsen jedoch wichtige Aktivitäten
    aus und verhindern den dringend benötigten Wohnungsneubau.

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