Zum Inhalt springen
3. Februar 2026

Eingefrorener Mietmarkt erzeugt Unbeweglichkeit

Immobilienmarkt / Trends / Politik

Der Wohnungsbestand in Deutschland ist auf einen Tiefststand zusammengeschrumpft.
Wohnungssuchende haben es aktuell schwer.
Das klassische Angebot geht zurück, die Preise steigen und die Konditionen
werden über immer mehr befristete Verträge oder möblierte
Angebote härter.

Die Studie „Sozialer Wohn-Monitor 2026“ des Pestel-Instituts rückt den
Wohnungsmangel in den Fokus und benennt die Verlierer: Auszubildende,
Studierende und immer mehr ältere Menschen mit Armutsrenten.
Das ImmoScout24-WohnBarometer für das vierte Quartal 2025 zeigt, dass
die Angebotsmieten weiter steigen, während die Nachfrage zurückgeht.
Insbesondere Haushalte mit niedrigem Einkommen suchen weniger intensiv
nach einer neuen Wohnung. Im Vergleich zum Vorquartal sinkt das Interesse
in den acht Metropolen um 16 Prozent, in kreisfreien Städten um 23 Prozent,
im Umland der Metropolen um 17 Prozent und im ländlichen Raum
um 20 Prozent. Auch in den Vorjahren sank die Nachfrage jeweils im vierten
Quartal, allerdings nur um drei bis 13 Prozent.
Der GREIX-Mietpreisindex kommt zu ähnlichen Ergebnissen: Demnach
stiegen die Angebotsmieten in deutschen Städten zum Jahresende 2025
schneller als die allgemeine Teuerung. Im Quartalsvergleich stiegen die Mieten
im bundesweiten Durchschnitt um 1,0 Prozent, im Jahresvergleich sogar
um 4,5 Prozent. Die Anzahl der Wohnungsinserate ging deutlich zurück.
Der Anteil befristeter und möblierter Mietangebote erreichte ein Rekordniveau.
Bundesweit entfielen im Jahr 2025 inzwischen mehr als 17 Prozent
aller Inserate auf dieses Segment, also mehr als jedes sechste. In den acht
größten Städten lag der Anteil bei rund einem Viertel und in München sogar
bei rund einem Drittel.
Die vom Bundesbauministerium und dem Bundesinstitut für Bau-, Stadtund
Raumforschung (BBSR) in Auftrag gegebene Auswertung des Instituts
für Wohnen und Umwelt (IWU) bestätigt die Zahlen im Wesentlichen.
Betroffen sind vor allem Großstädte, in denen die Mietpreisbremse gilt. Die
Forscher sehen einen Zusammenhang mit der Einführung der Mietpreisbremse
im Jahr 2015 sowie eine gezielte Verlagerung von Wohnungsangeboten
in ein weniger stark reguliertes beziehungsweise intransparentes
Marktsegment.

Foto: © Rainhard Wiesinger, Pixabay

Aktuelles

Aktuelle Nachrichten

alle Nachrichten
  • Autark werden und Strom beziehen, wenn er günstig ist

    Steigende Strompreise belasten viele Haushalte. Für Eigentümer 
    mit Wärmepumpe kann sich jetzt jedoch eine neue Möglichkeit zum 
    Sparen lohnen: Seit Anfang 2025 müssen alle Stromanbieter variable 
    Stromtarife anbieten. Dabei richtet sich der Preis nach den aktuellen 
    Börsenstrompreisen – und die schwanken im Tagesverlauf. 

  • Appell: Das Land braucht dringend Wohnungen

    Wer derzeit eine Wohnung sucht, spürt die Lage unmittelbar: Der 
    Wohnraum in Deutschland reicht längst nicht mehr aus. Die aktuellen 
    Zahlen zu den Baufertigstellungen sind alarmierend, und auch die Ein
    schätzungen von Instituten, Verbänden und Branchenvertretern fallen 
    entsprechend drastisch aus.

  • Suburbia – Der Traum vom Eigenheim

    Reisen Sie in diesem Jahr durch München? Dann versäumen Sie die
    Ausstellung Suburbia nicht. Sie bietet einen Blick auf das Wohnen im
    Einfamilienhaus, das ein Traum von vielen ist, aber auch Kritik auf sich
    zieht. Die Ausstellung dauert noch bis zum 18. Oktober 2026.

  • Balkonsanierung durch Gemeinschaft der Eigentümer

    Der Bundesgerichtshof (BGH) hat sich mit einer zentralen Frage des
    Wohnungseigentumsrechts befasst: Wer ist für die Durchführung von
    Balkonsanierungen zuständig, wenn die Teilungserklärung die Instandhaltungspflicht
    den einzelnen Wohnungseigentümern zuweist?

  • Grün in der Stadt erhöht Lebensqualität

    Ob grüne Fassaden, Vorgärten oder Grundstücksgrenzen – lebendiges
    Grün in der Stadt tut gut und steigert die Lebensqualität. Wo früher Hecken
    aus Hainbuche, Liguster oder Wildgehölzen Struktur und Schutz
    boten, prägen heute in vielen Neubaugebieten starre Grenzlinien aus
    Stein und Beton das Bild.

Cookie Informationen

Um fortfahren zu können, müssen Sie eine Cookie-Auswahl treffen. Unter Einstellungen können Sie gezielt Optionen ein und ausschalten.

Einstellungen

  • Essenzielle Cookies ermöglichen grundlegende Funktionen und sind für die einwandfreie Funktion der Website erforderlich. Die Seite verwendet diese Cookies, um Session-Informationen zu hinterlegen. Alle unsere Bilder und Dateien liegen in unserem Content Management System YNFINITE. Diese werden von dort bereitgestellt. YNFINITE erhält durch die Bereitstellung Ihre IP Adresse, diese wird jedoch nur zum Zwecke der Bereitstellung der Bilder im Rahmen eines HTTP Aufrufes verwendet. Die Daten werden nicht langfristig gespeichert.

  • Setzt Cookies, um Google Bewertungen und Karten zu entsperren.

  • Setzt Cookies, um YouTube Videos zu entsperren.

  • Setzt Cookies, um Vimeo Videos zu entsperren.

  • Beim Laden des Immobilien-Wertfinders werden persönliche Daten an die ZwoVadis GmbH übertragen.

  • Wir verwenden Drittanbieter-Tools, die uns helfen, unsere Website effizienter und kundenfreundlicher zu gestalten. Dazu gehören so genannte Marketing-Cookies, die wir in ihrem Browser setzen. Diese senden uns Daten über die Interessen, die Sie uns durch Eingabe von Informationen in diesen Drittanbieter-Tools zukommen lassen. Mit dem Aktivieren der Marketing-Cookies stimmen Sie der Analyse und Verwendung der von Ihnen bereitgestellten Informationen bei uns intern sowie den Drittanbietern zu.