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15. Juli 2026

Klimawende: Gemeinschaftlich heizen oder autark werden?

Umwelt | Energie | Technik

Vielen Bundesbürgern fällt die Entscheidung für eine neue Heizung
noch immer schwer. Wer sich – sofern ein Anschluss möglich ist – für
Fernwärme entscheidet, setzt auf das Prinzip der Gemeinschaft. Die
Wahl einer Wärmepumpe hingegen steht für den Wunsch nach größerer
Unabhängigkeit.

Andere Heizsysteme stehen zunehmend unter Druck oder werden als Übergangslösungen
betrachtet. Wer heute eine neue Heizung einbaut, trifft eine
Entscheidung für die nächsten 20 Jahre – und damit auch für die künftigen
Energiekosten. Die neue Heizkostenprognose von co2online zeigt: Das Heizen
mit Gas- oder Ölheizungen wird in den kommenden zwei Jahrzehnten
deutlich teurer als mit klimafreundlichen Alternativen wie Wärmepumpen.
Über einen Zeitraum von 20 Jahren entstehen laut den Berechnungen
Mehrkosten von bis zu 42.000 Euro. Gründe dafür sind steigende CO2-
Preise, höhere Netzkosten sowie gesetzlich vorgesehene Beimischungen
von Biomethan, Wasserstoff oder Bio-Heizöl. Die sogenannte „Bio-Treppe“
verteuert fossile Heizsysteme zusätzlich.
Knapp drei Viertel der im Jahr 2025 fertiggestellten Wohngebäude in
Deutschland nutzen inzwischen überwiegend Wärmepumpen zur Wärmeerzeugung,
teilt das Statistische Bundesamt mit. Innerhalb von zehn Jahren
hat sich ihr Einsatz mehr als verdoppelt. Wärmepumpen nutzen Geo- und
Umweltwärme, die zu den erneuerbaren Energiequellen zählen. In Einfamilienhäusern
ist diese Technologie stärker verbreitet als in Neubauten mit drei
oder mehr Wohnungen.
Die größten Hürden beim Umstieg auf die Wärmepumpe sind nicht technischer,
sondern finanzieller Natur. Sorgen über die Abhängigkeit vom
Strompreis oder Zweifel an der Technologie spielen eine untergeordnete
Rolle. Entscheidend ist vielmehr die Frage: Kann ich mir das leisten, und
lohnt sich die Investition in meinem Alter noch? Carolin Friedemann, Geschäftsführerin
und Gründerin der Initiative Klimaneutrales Deutschland,
sagt: „Die Wärmepumpe hat ein Finanzierungsproblem und kein Akzeptanzproblem.“
Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG), das sich derzeit noch
im Gesetzgebungsverfahren befindet, soll den Heizungstausch vereinfachen
und neue Spielräume bei der Wahl von Heizsystemen schaffen.

Foto: © Frauke Riether, Pixabay

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    Welche Heizsysteme künftig zulässig sind und welche Anforderungen
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    Die Zahl der Baugenehmigungen steigt wieder und rechtfertigt einen
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