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26. Juni 2026

Finanzierungsfragen bestimmen den Immobilienmarkt

Finanzieren / Sparen / Vorsorgen

Der Immobilienmarkt ist derzeit zwar sehr aktiv, doch die Kauflaune 
hält sich in Grenzen. Dabei ist der Wunsch nach Immobilieneigentum 
ungebrochen groß, insbesondere weil Mietwohnungen knapp sind. Fi
nanzierungsfragen bestimmen derzeit das Marktgeschehen im Immo
biliensektor.

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland ist deutlich von den Kriegen 
in der Ukraine und in Israel sowie von der unberechenbaren Zollpolitik der 
USA geprägt. Daraus resultieren Stagnation und Lähmung in vielen Wirt
schaftsbereichen. Ob Immobilienkaufwillige dennoch zum Ziel kommen, 
hängt häufig von den jeweiligen Finanzierungsbedingungen ab.
Ein Blick auf den Trendindikator Baufinanzierung (DTB) zeigt die aktuellen 
Entwicklungen: Kreditnehmende haben in den ersten vier Monaten des 
Jahres 2026 für den Immobilienkauf mehr Geld aufgenommen als im Jahr 
2025. Gleichzeitig sank der Beleihungsauslauf deutlich – also der Anteil des 
Beleihungswertes, der durch einen Kredit abgedeckt wird. Auch Zinsbin
dung und Tilgungshöhe entwickelten sich rückläufig, wohingegen der Anteil 
an KfW-Darlehen steigt. Die monatliche Rate blieb im Vergleich zum Vorjahr 
auf konstantem Niveau.
Die Darlehenssumme hat im Vergleichszeitraum einen deutlichen Sprung 
nach oben gemacht: Immobilienkaufende leihen sich durchschnittlich 
285.703 Euro bei einem Kreditinstitut – und damit knapp 15.000 Euro 
mehr als im Vorjahr. Im Jahr 2025 betrug die durchschnittliche Kredithöhe 
270.777 Euro. Der Kapitalbedarf für den Kauf einer Immobilie ist seit Beginn 
des vergangenen Jahres kontinuierlich gestiegen.
Ein wichtiger Indikator für die Finanzierung von Immobilien sind die Ent
scheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB). Der EZB-Rat entscheidet 
turnusmäßig alle sechs Wochen über die Leitzinsen. Die Anpassungen er
folgen nicht nach einem festen Schema, sondern „von Sitzung zu Sitzung“. 
Maßgeblich sind dabei die Inflationsaussichten und die wirtschaftlichen 
Rahmenbedingungen, um das vorrangige Ziel der Preisstabilität zu gewähr
leisten. In seiner letzten Sitzung hat der EZB-Rat zum siebten Mal in Folge 
beschlossen, die Leitzinsen unverändert zu lassen.

Foto: © Steve Buissinne, Pixabay

Aktuelles

Aktuelle Nachrichten

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  • In Deutschland fehlen dringend Wohnungen

    Ganz Europa hat ein Wohnraumproblem. Die EU will einen „Affordable
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    vorsieht. In Deutschland soll der „Bau-Turbo“ Abhilfe schaffen.
    Kommt die Wohnungsbau-Wende im Jahr 2027? Wie geht es weiter?

  • Immer weniger Menschen leben im Eigenheim

    Immer weniger Menschen in Deutschland leben in den eigenen vier
    Wänden. Nach einer aktuellen Untersuchung des Pestel-Instituts ist
    die Wohneigentumsquote auf 43,5 Prozent gesunken – den niedrigsten
    Stand seit 20 Jahren. Deutschland bildet damit im EU-Vergleich das
    Schlusslicht.

  • Wohnen im Einfamilienhaus – Wunsch und Wirklichkeit

    Das Wohnen im Einfamilienhaus ist nach wie vor ein weit verbreiteter
    Traum. Doch Wunsch und Wirklichkeit liegen oft weit auseinander. Das
    gilt auch für Angebot und Nachfrage, die sich regional teilweise deutlich
    unterscheiden. Das zeigt eine aktuelle Analyse eines der größten
    Immobilienportale.

  • Wohnen zur Miete wird immer teurer

    Die Mieten in den größten deutschen Städten sind in den vergangenen
    drei Jahren deutlich stärker gestiegen als die Einkommen. Das
    zeigt der aktuelle immowelt Mietkompass für das zweite Quartal 2026.
    Dadurch stellt sich zunehmend die Frage, ob kaufen statt mieten eine
    Option sein könnte.

  • Energieeffizienz wird beim Immobilienkauf wichtiger

    Die hohen Energiepreise und die Sorge vor einem möglichen Gasmangel
    beeinflussen zunehmend die Wahl einer Immobilie. Gut gedämmte
    Eigentumswohnungen mit niedrigen Heizkosten werden attraktiver,
    sind aber häufig teurer. Auch die EU-Gebäuderichtlinie und ihre Umsetzung
    in Deutschland erhöhen die Bedeutung der Energieeffizienz.

  • Neue Heizungsregeln: Infoportal bietet Orientierung

    Wer eine neue Heizung einbauen möchte, muss seit Ende Juli 2026 die
    Vorgaben des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG) berücksichtigen.
    Welche Heizsysteme künftig zulässig sind und welche Anforderungen
    beim Heizungstausch gelten, zeigt das neue GModG-Infoportal
    des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR).

  • Baugenehmigungen steigen – aber Wohnraum bleibt knapp

    Die Zahl der Baugenehmigungen steigt wieder und rechtfertigt einen
    vorsichtigen Optimismus. Doch von Entspannung auf dem Wohnungsmarkt
    kann keine Rede sein. Deutschlandweit fehlen nach Schätzungen
    jährlich mindestens 320.000 neue Wohnungen, um der Wohnungsknappheit
    wirkungsvoll zu begegnen.

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