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1. Juli 2026

Immobilienmarkt: Mehr Kaufverträge und steigende Preise

Immobilienmarkt | Trends | Politik

Der deutsche Immobilienmarkt hat sich 2025 weiter belebt. Sowohl
die Zahl der abgeschlossenen Kaufverträge als auch die Preise für
Wohnimmobilien legten zu. Gleichzeitig blieben die Preisunterschiede
zwischen den einzelnen Regionen Deutschlands groß.

Nach aktuellen Zahlen des Arbeitskreises der Oberen Gutachterausschüsse
(AK OGA) wurden im vergangenen Jahr bundesweit rund 872.000 Immobilien
verkauft. Das entspricht einem Anstieg von acht Prozent gegenüber
2024. Der Geldumsatz erhöhte sich sogar um 13 Prozent auf insgesamt 278
Milliarden Euro. Damit wuchs das Transaktionsvolumen bereits das zweite
Jahr in Folge zweistellig. Den größten Anteil am Markt machten erneut
Wohnimmobilien aus. Rund 198 Milliarden Euro entfielen auf den Kauf von
Ein- und Zweifamilienhäusern, Eigentumswohnungen, Mehrfamilienhäusern
sowie Wohnbaugrundstücken. Damit floss mehr als 70 Prozent des gesamten
Investitionsvolumens in den Wohnungsmarkt.
Auch bei den Kaufpreisen setzte sich die Erholung fort. Gebrauchte Reihenhäuser
und Doppelhaushälften verteuerten sich im mittleren Preissegment
um etwa vier Prozent auf durchschnittlich 2.470 Euro je Quadratmeter
Wohnfläche. Bei freistehenden Ein- und Zweifamilienhäusern fiel der
Preisanstieg mit weniger als einem Prozent deutlich moderater aus. Hier lag
der Durchschnittspreis bei 2.420 Euro je Quadratmeter. Für gebrauchte Eigentumswohnungen
wurden im Mittel 2.390 Euro je Quadratmeter gezahlt,
Neubauwohnungen erreichten durchschnittlich 4.460 Euro je Quadratmeter.
Positiv entwickelte sich auch der Markt für Wohnbaugrundstücke. Die Zahl
der Verkäufe von Grundstücken für Ein- und Zweifamilienhäuser stieg um
acht Prozent auf rund 50.100. Der Geldumsatz nahm mit einem Plus von
elf Prozent auf 10,2 Milliarden Euro noch stärker zu. Bei Grundstücken für
Mehrfamilienhäuser erhöhte sich die Zahl der Verkäufe um zwölf Prozent.
Trotz der insgesamt positiven Entwicklung bleibt das Preisgefälle zwischen
den Regionen erheblich. Mit durchschnittlich 8.650 Euro je Quadratmeter
Wohnfläche wurden die höchsten Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser in
München erzielt. Es folgten Frankfurt am Main mit 5.240 Euro, Stuttgart mit
5.210 Euro und Hamburg mit 4.780 Euro je Quadratmeter. In vielen ländlichen
und strukturschwächeren Regionen lagen die Kaufpreise dagegen
weiterhin deutlich unter diesem Niveau.

Foto: © Lapping, Pixabay

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