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8. April 2026

Energie bleibt brisantes Thema in Gegenwart und Zukunft

Umwelt / Energie / Technik

Nicht erst der Krieg im Nahen Osten macht nochmals deutlich: Das
Thema Energie bleibt brisant – für alle Bürger, aber ganz besonders für
Immobilieneigentümer, die maßgeblich mit darüber entscheiden, wie
die Energiewende im Gebäudesektor gelingen kann.

Die Entscheidungsfreudigkeit war zuletzt deutlich eingeschränkt. Immobilieneigentümer
waren verunsichert, worauf sie setzen sollten: Fernwärme,
Wärmepumpe, Photovoltaik, Gas, Öl oder ganz andere Systeme? Das noch
von der Vorgängerregierung initiierte Gebäudeenergiegesetz (GEG), im
allgemeinen Sprachgebrauch Heizungsgesetz genannt, stieß auf heftigen
Widerstand und bremste den Heizungstausch. Abhilfe soll das neue Gebäudemodernisierungsgesetz
(GEG) schaffen, dessen Eckpunkte jüngst vorgelegt
wurden. Danach haben die Immobilieneigentümer wieder mehr Gestaltungsfreiheit
und dürfen neue Öl- oder Gasheizungen ohne die umstrittene
65-Prozent-Regel einbauen. Aber ist das auch auf längere Sicht vernünftig?
Was passiert als Nächstes: Die Bundesregierung will Anfang April einen Gesetzentwurf
zum Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) beschließen. Das
neue Gesetz soll noch vor dem 1.7.2026 in Kraft treten. Gleichzeitig läuft die
kommunale Wärmeplanung. Das ist ein verbindliches Konzept für Städte,
um die Wärmeversorgung bis spätestens 2045 auf erneuerbare Energien
umzustellen. Großstädte über 100.000 Einwohner müssen den Plan bis 30.
Juni 2026 vorlegen, kleinere Städte bis 30. Juni 2028.
Bereits in diesem Sommer werden viele Immobilieneigentümer verbindliche
Informationen bekommen, die ihnen die Entscheidung erleichtern. Eine
Studie des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE und des Öko-
Instituts wertete erstmals 113 kommunale Wärmepläne für 223 Kommunen
aus dem ganzen Bundesgebiet aus.
Die Ergebnisse zeigen: Größere Städte setzen deutlich stärker auf Wärmenetze.
In Großstädten mit mehr als 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern
liegen die geplanten Anteile der leitungsgebundenen Wärmeversorgung
für 2045 zwischen 47 und 82 Prozent. Kleinere Kommunen im
ländlichen Raum verfolgen hingegen häufig dezentrale Strategien. Mitentscheidend
für die Attraktivität der Fernwärme werden die Novellierung der
Fernwärmeverordnung und der Wärmelieferverordnung sein.

Foto: © minka2507, Pixabay

Aktuelles

Aktuelle Nachrichten

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    Wohneigentum hat in Deutschland einen hohen Stellenwert, ist aber
    schwer zu bekommen. Der deutsche Immobilienmarkt hat nach dem
    Einbruch infolge der Zinswende zwar wieder Fahrt aufgenommen.
    Dennoch ist die Eigentumsquote im europäischen Vergleich weiterhin
    extrem niedrig.

  • Deutschland hat sich „vernormt“

    Normen sollen das Leben eigentlich vereinfachen. Sie regeln viele
    Details, damit sich zum Beispiel beim Bauen am Ende ein passgenaues
    Ganzes ergibt. Zu viele Normen bremsen jedoch wichtige Aktivitäten
    aus und verhindern den dringend benötigten Wohnungsneubau.

  • Mietangebote brechen ein, Mieten steigen weiter

    Der deutsche Wohnungsmarkt bleibt angespannt. Während sich die
    Kaufpreise für Wohnimmobilien inzwischen weitgehend stabilisiert haben,
    steigen die Mieten weiter deutlich an. Gleichzeitig verschärft sich
    die Knappheit bei Mietwohnungen. Das zeigt der aktuelle Wohnindex
    des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

  • Bauhaus – Vorbild für moderne Architektur bis heute

    Das Bauhaus steht als einflussreichste Design- und Architekturschule
    des 20. Jahrhunderts für moderne Architektur. Bis heute zeugen aktuelle
    Veranstaltungen regelmäßig von der Lebendigkeit und der großen
    Bedeutung einer Kultur, die Einfluss auf die gesamte Kunstszene hat.

  • Kleine Wohnungen: Warum die Nachfrage weiter wächst

    Kleine Wohnungen gehören zu den gefragtesten Segmenten des deutschen
    Wohnungsmarktes. Ob zur Miete, zur Eigennutzung oder als
    Kapitalanlage – die Nachfrage steigt seit Jahren kontinuierlich. Verantwortlich
    dafür sind vor allem der demografische Wandel, veränderte
    Lebensmodelle und die wachsende Zahl kleiner Haushalte.

  • Neue Heizungsförderung: Das ändert sich bei der Sanierung

    Der Bundestag hat das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG)
    beschlossen. Der Bundesrat stimmte dem Gesetz noch am selben Tag
    zu. Damit setzt die Bundesregierung wesentliche Vorgaben der europäischen
    Gebäudeeffizienzrichtlinie (EPBD) in deutsches Recht um und
    schafft einen neuen ordnungsrechtlichen Rahmen im Gebäudesektor.

  • Gebäudesanierung auf vielen Wegen

    Die Wärmewende gelingt nicht auf dem Papier, sondern vor Ort. Wer
    ein altes Haus kauft, kann auf vielen Wegen ans Ziel kommen. Der
    Gebäudebestand bietet ein enormes Potenzial: Durch Umbau, Modernisierung
    und Sanierung lässt sich dringend benötigter Wohnraum in
    einen zeitgemäßen Zustand versetzen.

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