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15. Januar 2026

ESG im Gebäudesektor – für gutes und gesundes Wohnen!

Ökologie / Nachhaltigkeit / Mobilität

Jeder braucht ein Dach über dem Kopf. Wohnen hat deshalb einen
hohen Stellenwert, der jedoch mit anderen Werten kollidieren kann,
beispielsweise beim Müllaufkommen, bei der Vermeidung von Emissionen
oder beim Klimaschutz. Deshalb gibt es die ESG-Regeln.

Weltweit ist die Baubranche für rund 40 Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich.
Allein der Betrieb von Gebäuden macht 33 Prozent der nationalen
Treibhausgase aus. Der Gebäudesektor verursacht mehr als die Hälfte
des gesamten Abfallaufkommens (Bau- und Abbruchabfälle) in Deutschland.
Es besteht ein großes Potenzial, Materialkreisläufe zu schließen und
Abfälle durch effizientere Bauweisen zu vermeiden.
ESG steht für Environmental (Umwelt), Social (Soziales) und Governance
(Unternehmensführung) und bezeichnet einen Rahmen zur Bewertung der
Nachhaltigkeit und des ethischen Verhaltens von Unternehmen. Die drei
Bereiche umfassen den Einfluss eines Unternehmens auf die Umwelt, seine
Beziehungen zu Mitarbeitern, Kunden und Gesellschaft sowie die Qualität
seiner Unternehmensführung.
Die Royal Institution of Chartered Surveyors (RICS) hat nun ihren Nachhaltigkeitsbericht
2025 veröffentlicht. Darin zeigt sie auf, dass die globale
Transformation hin zu einer klimaneutralen, ressourcenschonenden und
resilienten gebauten Umwelt langsamer voranschreitet als erforderlich.
Während einige Regionen Fortschritte verzeichnen, kommt der notwendige
Strukturwandel in anderen nahezu zum Erliegen.
Obwohl das Bewusstsein für Klimarisiken weltweit steigt, sinkt die Dynamik
auf dem Markt für nachhaltige Gebäude. So fällt der RICS Sustainable
Building Index (SBI) global von plus 41 auf plus 30 und erreicht damit den
niedrigsten Stand seit mehreren Jahren. Zwar verläuft das Nachfragewachstum
weiterhin positiv, jedoch deutlich abgeschwächt. Ursachen hierfür sind
wirtschaftliche Unsicherheiten, uneinheitliche politische Rahmenbedingungen,
gestiegene Baukosten sowie ein Defizit an eindeutigen Richtlinien
und Definitionen für nachhaltige Gebäude.
Der Bericht basiert auf Einschätzungen von mehr als 3.500 Fachleuten aus
36 Ländern und stützt sich auf die Markterhebungen des Global Commercial
Property Monitor (GCPM) und des Global Construction Monitor (GCM).

Foto: © Vilius Kukanauskas, Pixabay

Aktuelles

Aktuelle Nachrichten

alle Nachrichten
  • Heizenergiebedarf bleibt weiterhin stabil

    Der Heizenergiebedarf in Deutschland ist stabil. Die Haushalte heizten
    2024 ähnlich viel wie im Vorjahr. Während die Preise für Heizenergie
    insgesamt nur langsam stiegen, legten die Preise für Fernwärme im
    Gegensatz zum Vorjahr überdurchschnittlich stark zu. Für das Gelingen
    der Wärmewende sind bei der Fernwärme mehr Preistransparenz und
    eine verlässliche Regulierung notwendig.

  • Finanzierung: Stabile Aussichten im neuen Jahr

    Analysten haben die Hoffnungen auf eine wirtschaftliche Belebung in
    Deutschland auf das Jahr 2026 verschoben. Doch die Aussichten für
    die Immobilienbranche sind gar nicht so schlecht. Bei stabilen Zinsen
    und Immobilienpreisen wollen viele Interessenten jetzt aktiv werden.

  • 2026: Das ist neu in der Bau- und Immobilienbranche

    Im neuen Jahr gibt es wieder viele neue Regeln zu beachten. Die Umsetzung
    der EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) bringt Veränderungen mit
    sich, das Gebäudeenergiegesetz (GEG) wird verschärft und an Wärmepumpen
    werden höhere Anforderungen gestellt. Die Neuerungen im
    Einzelnen:

  • Traum und Wirklichkeit: Wohnen in Deutschland

    Der Wunsch nach Wohneigentum ist in Deutschland tief verankert.
    Doch nur 45 Prozent der Bevölkerung sind Immobilieneigentümer. Hätten
    die Bewohner Deutschlands die freie Wahl, würden drei Viertel von
    ihnen gerne in den eigenen vier Wänden wohnen.

  • „Bau-Turbo“ muss sich jetzt in der Praxis bewähren

    Die Kräne sollen sich wieder drehen. Mit dem Gesetz zur Beschleunigung
    des Wohnungsbaus und zur Wohnraumsicherung – besser
    bekannt als „Bau-Turbo“ – will der Gesetzgeber die Planungs- und
    Genehmigungsverfahren im Wohnungsbau vereinfachen und beschleunigen.
    Jetzt kommt es auf die Umsetzung an.

  • Wohnungsknappheit sorgt für Mietsteigerungen

    Im ersten Halbjahr 2025 sind die Angebotsmieten in nahezu allen kreisfreien Städten weiter gestiegen, zum Teil mit Steigerungsraten im zweistelligen Prozentbereich. Das zu geringe Wohnungsangebot, die anhaltende Wohnungsbaukrise sowie die hohe Nachfrage üben Druck auf den deutschen Mietwohnungsmarkt aus.

  • Glasfaserausbau regional höchst unterschiedlich

    Der Glasfaserausbau ist in Deutschland sehr unterschiedlich fortgeschritten. In Städten, in denen viele Menschen in Mehrfamilienhäusern leben, ist die Glasfaserversorgung noch nicht optimal. Eine maßgebliche Rolle spielen die Netze innerhalb der Häuser, denn das Internet ist nur dann superschnell, wenn die Glasfaserleitungen bis in die Wohnungen verlegt werden.

  • Neue Gesetze im Energiebereich

    Die Bundesregierung hat wichtige Vorhaben im Energiebereich auf den Weg gebracht. Neben dem Kohlendioxid-Speichergesetz und der Vereinfachung des Vergaberechts soll etwa die Genehmigung von Windenergieanlagen auf See und von Stromnetzen beschleunigt werden. Darüber hinaus sollen der Verbraucherschutz gestärkt und Unternehmen sowie Verbraucher entlastet werden.

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