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8. Januar 2026

Finanzierung: Stabile Aussichten im neuen Jahr

Finanzieren / Sparen / Vorsorgen

Analysten haben die Hoffnungen auf eine wirtschaftliche Belebung in
Deutschland auf das Jahr 2026 verschoben. Doch die Aussichten für
die Immobilienbranche sind gar nicht so schlecht. Bei stabilen Zinsen
und Immobilienpreisen wollen viele Interessenten jetzt aktiv werden.

„Die Erwartungen auf eine wirtschaftliche Belebung richten sich jetzt auf das
neue Jahr“, sagte Heiner Herkenhoff, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbands
gegen Ende des Jahres 2025. Die aktuell eingetrübte wirtschaftliche
Lage spiegelt sich auch in den Kreditbedingungen wider. Die Rahmenbedingungen
für den privaten Immobilienkauf sind jedoch relativ gut: Die Europäische
Zentralbank (EZB) hat den Leitzins viermal gesenkt, die Baufinanzierungszinsen
sind stabil und die Immobilienpreise sind im vergangenen Jahr
nur leicht gestiegen.
Was bringt das nächste Jahr? Mit welchen Bauzinsen und Immobilienpreisen
müssen Finanzierende rechnen? Welche äußeren Einflüsse
wirken auf die Zinsentwicklung?
Im Jahr 2025 lagen die Topzinsen für eine zehnjährige Baufinanzierung
zwischen drei und knapp 3,5 Prozent. Dabei kam es insbesondere im ersten
Quartal zu Schwankungen, während in den darauffolgenden Monaten nur
minimale Ausschläge zu verzeichnen waren. Im vierten Quartal verharrten
die Zinsen nahezu bewegungslos bei rund 3,3 Prozent. Laut Zinsexperten
betrachten potenzielle Käuferinnen und Käufer die Entwicklung der diesjährigen
Baufinanzierungszinsen als das neue Normal. Die Menschen haben
akzeptiert, dass es sich nicht lohnt, auf sinkende Zinsen zu warten. Zudem
haben sie erkannt, dass das aktuelle Zinsniveau historisch betrachtet noch
immer attraktiv ist.
Mit Blick auf das Jahr 2026 ist davon auszugehen, dass sich die Seitwärtsbewegung
der vergangenen Monate fortsetzt, allerdings mit einer leichten
Aufwärtstendenz zwischen 3,1 und 3,7 Prozent. Diese Prognose basiert
auf den recht stabilen grundlegenden Wirtschaftsdaten. Der Markt erwartet
keine größeren Überraschungen, sondern geht von einem leichten Konjunkturaufschwung
in der Eurozone und in Deutschland aus. Die Inflation könnte
2026 noch etwas sinken. Auf Basis der aktuellen Indikatoren dürfte für die
Europäische Zentralbank derzeit kein unmittelbarer Anlass bestehen, die
Leitzinsen zu verändern.

Foto: © Bru-nO, Pixabay

Aktuelles

Aktuelle Nachrichten

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  • Heizenergiebedarf bleibt weiterhin stabil

    Der Heizenergiebedarf in Deutschland ist stabil. Die Haushalte heizten
    2024 ähnlich viel wie im Vorjahr. Während die Preise für Heizenergie
    insgesamt nur langsam stiegen, legten die Preise für Fernwärme im
    Gegensatz zum Vorjahr überdurchschnittlich stark zu. Für das Gelingen
    der Wärmewende sind bei der Fernwärme mehr Preistransparenz und
    eine verlässliche Regulierung notwendig.

  • 2026: Das ist neu in der Bau- und Immobilienbranche

    Im neuen Jahr gibt es wieder viele neue Regeln zu beachten. Die Umsetzung
    der EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) bringt Veränderungen mit
    sich, das Gebäudeenergiegesetz (GEG) wird verschärft und an Wärmepumpen
    werden höhere Anforderungen gestellt. Die Neuerungen im
    Einzelnen:

  • Traum und Wirklichkeit: Wohnen in Deutschland

    Der Wunsch nach Wohneigentum ist in Deutschland tief verankert.
    Doch nur 45 Prozent der Bevölkerung sind Immobilieneigentümer. Hätten
    die Bewohner Deutschlands die freie Wahl, würden drei Viertel von
    ihnen gerne in den eigenen vier Wänden wohnen.

  • „Bau-Turbo“ muss sich jetzt in der Praxis bewähren

    Die Kräne sollen sich wieder drehen. Mit dem Gesetz zur Beschleunigung
    des Wohnungsbaus und zur Wohnraumsicherung – besser
    bekannt als „Bau-Turbo“ – will der Gesetzgeber die Planungs- und
    Genehmigungsverfahren im Wohnungsbau vereinfachen und beschleunigen.
    Jetzt kommt es auf die Umsetzung an.

  • Wohnungsknappheit sorgt für Mietsteigerungen

    Im ersten Halbjahr 2025 sind die Angebotsmieten in nahezu allen kreisfreien Städten weiter gestiegen, zum Teil mit Steigerungsraten im zweistelligen Prozentbereich. Das zu geringe Wohnungsangebot, die anhaltende Wohnungsbaukrise sowie die hohe Nachfrage üben Druck auf den deutschen Mietwohnungsmarkt aus.

  • Glasfaserausbau regional höchst unterschiedlich

    Der Glasfaserausbau ist in Deutschland sehr unterschiedlich fortgeschritten. In Städten, in denen viele Menschen in Mehrfamilienhäusern leben, ist die Glasfaserversorgung noch nicht optimal. Eine maßgebliche Rolle spielen die Netze innerhalb der Häuser, denn das Internet ist nur dann superschnell, wenn die Glasfaserleitungen bis in die Wohnungen verlegt werden.

  • Neue Gesetze im Energiebereich

    Die Bundesregierung hat wichtige Vorhaben im Energiebereich auf den Weg gebracht. Neben dem Kohlendioxid-Speichergesetz und der Vereinfachung des Vergaberechts soll etwa die Genehmigung von Windenergieanlagen auf See und von Stromnetzen beschleunigt werden. Darüber hinaus sollen der Verbraucherschutz gestärkt und Unternehmen sowie Verbraucher entlastet werden.

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