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13. Januar 2026

Heizenergiebedarf bleibt weiterhin stabil

Umwelt / Energie / Technik

Der Heizenergiebedarf in Deutschland ist stabil. Die Haushalte heizten
2024 ähnlich viel wie im Vorjahr. Während die Preise für Heizenergie
insgesamt nur langsam stiegen, legten die Preise für Fernwärme im
Gegensatz zum Vorjahr überdurchschnittlich stark zu. Für das Gelingen
der Wärmewende sind bei der Fernwärme mehr Preistransparenz und
eine verlässliche Regulierung notwendig.

Von einer Energiekrise kann im Winter 2025/26 nicht mehr die Rede sein.
Zwar muss niemand befürchten zu frieren, Heizenergie ist jedoch teuer
und bleibt daher ein Thema. Trotz nicht mehr so stark steigender Energiepreise
haben die Haushalte in Deutschland ihre in der Energiekrise erzielten
Einsparungen weitgehend aufrechterhalten. Der temperaturbereinigte
Heizenergieverbrauch blieb im Jahr 2024 nahezu konstant und lag weiterhin
rund sieben Prozent unter dem Vorkrisenniveau von 2021, während die
CO2-Emissionen im Wohngebäudebestand leicht zurückgingen. Dies geht
aus dem neuesten Wärmemonitor des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung
(DIW Berlin) hervor.
Im vergangenen Jahr stiegen die Preise für Heizenergieträger im Durchschnitt
nur noch um rund sechs Prozent – nach 20 Prozent im Vorjahr. Nach
dem Auslaufen der Preisbremsen stiegen die Preise für Fernwärme allerdings
sehr stark um 27 Prozent – mit Konsequenzen für Haushalte und die
Wärmewende. Beim temperaturbereinigten Verbrauch zeigen sich weiterhin
deutliche Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland. Die ostdeutschen
Länder hatten im vergangenen Jahr einen um durchschnittlich knapp
15 Prozent geringeren Heizenergiebedarf, was auf höhere Sanierungsraten
zurückzuführen ist.
Viele Hauseigentümer sind bereit, ihre Heizungen umzurüsten. Das Potenzial
für klimaneutrale Heizungen in deutschen Eigenheimen ist erheblich, wie
die Daten des „Monitorings Energiewende im Eigenheim“ der Initiative Klimaneutrales
Deutschland (IKND) zeigen. Aktuell besitzen laut Zensus-Daten
bereits 25 Prozent der Hausbesitzer:innen in Deutschland eine klimafreundliche
Heizung. Laut einer Umfrage von Allensbach planen weitere 40 Prozent
eine Anschaffung in den nächsten fünf Jahren, davon 23 Prozent eine
Wärmepumpe, 15 Prozent eine Solarthermieanlage und sechs Prozent eine
Holzpellet-Heizung.

Foto: © Analogicus, Pixabay

Aktuelles

Aktuelle Nachrichten

alle Nachrichten
  • Bauen, bauen, bauen – gegen die Wohnungsknappheit

    Der Wohnungsbestand in Deutschland ist auf einen Tiefststand zusammengeschrumpft.
    Wohnungssuchende haben es aktuell schwer. Das
    klassische Angebot geht zurück, die Mieten steigen und die Konditionen
    werden über immer mehr befristete Mietverträge härter. Abhilfe
    kann in den Metropolen nur ein größeres Angebot schaffen.

  • Heizung, Warmwasser: Zähler müssen fernablesbar sein

    Schon seit dem 1. Dezember 2021 müssen alle neu installierten Messgeräte
    für Heizung und Warmwasser fernablesbar sein. Eine Ausnahme gilt nur
    für den Austausch einzelner Geräte, beispielsweise nach einem Defekt. Die
    fernablesbaren
    Geräte müssen interoperabel und Smart-Meter-Gateway-fähig
    sein sowie die Datenschutzstandards erfüllen. „Sofern bereits in früherer
    Zeit fernablesbare Zähler installiert wurden, welche diese Bedingungen
    noch nicht erfüllen, besteht allerdings noch kein dringender Handlungsbedarf:
    Diese Geräte müssen erst bis zum 31. Dezember 2031 ersetzt werden“,
    erklärt Erik Uwe Amaya, Verbandsdirektor von Haus & Grund Rheinland
    Westfalen.
    Vermieter, die ihre alten Messgeräte ersetzen lassen, trifft eine weitere
    Pflicht: „Seit dem 1. Januar 2022 gilt: Sobald in einer Mietwohnung fernablesbare
    Messeinrichtungen vorhanden sind, muss der Vermieter seinen
    Mietern einmal im Monat eine sogenannte Unterjährige Verbrauchsinformation
    (UVI) zur Verfügung stellen“, erläutert Amaya. Der Volljurist ergänzt: „Die
    Information darf per Post, per E-Mail oder auch über eine App bereitgestellt
    werden. Sofern die Mieter die Information in einer App einsehen oder online
    herunterladen sollen, müssen sie monatlich informiert werden, wenn die Informationen
    bereitstehen – zum Beispiel durch eine E-Mail.“ Enthalten muss
    die UVI den Verbrauch im letzten Monat in Kilowattstunden, einen Vergleich
    mit dem Vormonat und dem Vorjahresmonat sowie einen Vergleich mit dem
    Verbrauch eines normierten Durchschnittsnutzers.
    Eine Umfrage des VDIV Deutschland mit über 300 teilnehmenden Immobilienverwaltungen
    zeigt: Erst 58 Prozent der Wohnungseigentümergemeinschaften
    und 61 Prozent der Mietobjekte verfügten im Jahr 2025 über die
    vorgeschriebene Technik. 43 Prozent der Verwaltungen stellten durch die
    UVI eine erhöhte Transparenz für Eigentümer und Mieter fest, aber nur elf
    Prozent berichteten von einer tatsächlichen Verbesserung der Energieeffizienz.

    Foto: © Gerd Altmann, Pixabay

  • Wohnen: Weniger kann mehr sein

    Auch beim Wohnen gilt manchmal „Weniger ist mehr“. Dieser Leitsatz
    des Minimalismus wurde bekannt durch den Architekten Mies van der
    Rohe in den 1960er Jahren. Der scheinbare Widerspruch dieser Aussage
    ist immer noch sehr aktuell, besonders wenn es um übermäßige
    Regulierungen und Bürokratie geht.

  • Nachfrage und Angebot – So entwickeln sich die Immobilienpreise

    In den Metropolen wird der Preisdruck auf Immobilien weiter zunehmen.
    Der Neubau bleibt dort die dringlichste Aufgabe. In allen wirtschaftsstarken
    Regionen werden die Immobilienpreise bis 2035 weiter
    steigen – in strukturschwachen Kreisen sinken sie hingegen. Das zeigt
    eine neue Prognose des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

  • Wärmepumpe auf dem Vormarsch

    Viele Eigenheimnutzer:innen zögern noch und können sich derzeit nur
    schwer entscheiden, welcher Heiztechnik sie den Vorrang geben sollen.
    Dabei ist eigentlich klar: Die Technologie der Wärmepumpe überzeugt,
    aber die Haltung der Bundesregierung ist noch unklar.

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