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3. April 2026

Wohnen: Weniger kann mehr sein

Ökologie / Nachhaltigkeit / Mobilität

Auch beim Wohnen gilt manchmal „Weniger ist mehr“. Dieser Leitsatz
des Minimalismus wurde bekannt durch den Architekten Mies van der
Rohe in den 1960er Jahren. Der scheinbare Widerspruch dieser Aussage
ist immer noch sehr aktuell, besonders wenn es um übermäßige
Regulierungen und Bürokratie geht.

Fühlen Sie sich wohl in Ihrer Stadt, in Ihrem Viertel und in Ihrer direkten
Wohnumgebung? Was stört Sie am meisten? Vor dem Hintergrund knapper
Ressourcen, knappem Wohnraum und mangelnder Lebensqualität rückt
ein bislang wenig beachtetes Prinzip stärker in den Fokus: die Orientierung
am „Genug“ statt am „Mehr“. Eine neue Studie des Deutschen Instituts für
Urbanistik (Difu) zeigt auf, dass eine stärkere Berücksichtigung von Suffizienz
– dem richtigen Maß – viele positive Effekte erzeugt. Über die rein
ökologischen Aspekte hinaus fördert ein Umdenken in diesem Sinne die
zukunftsorientierte Entwicklung von Kommunen insgesamt.
Anhand von Praxisbeispielen aus den Bereichen Verkehr, Gebäude und
Konsum zeigt das Difu-Forschungsteam, dass zahlreiche Kommunen bereits
suffizienzorientierte Maßnahmen umsetzen – etwa durch autoreduzierte
Quartiere, flächensparende Innenentwicklung oder Abfallvermeidungskonzepte.
Diese Aktivitäten führten häufig zu Kosteneinsparungen, höherer Aufenthaltsqualität,
mehr Verkehrssicherheit, Flächeneffizienz, sozialer Teilhabe
und innovativen Wohn- und Mobilitätsangeboten.
Suffizienz gilt bisher als politisch umstrittenes Thema und wird oft mit Verzicht
oder sogar negativ mit der Post-Wachstumsdebatte verknüpft. „Dabei
sollte Suffizienz als Chance gesehen werden – sie fragt danach, was reicht,
und kann sogar zu einer höheren Lebensqualität führen“, argumentiert Difu-
Wissenschaftler Maic Verbücheln. Mitentscheidend für eine hohe Akzeptanz
und Befürwortung von Suffizienzmaßnahmen auf kommunaler Ebene sind
daraus resultierende positive Effekte für das Leben der Menschen vor Ort.
Kommunen verfügen über wirksame Hebel, um suffizienzgeleitet zu handeln
und damit eine nachhaltige Transformation voranzubringen. Voraussetzung
dafür sind eine gute Kommunikation der Vorteile und die Bereitschaft, neue
Wege in Planung, Politik und Verwaltung, aber auch im Privaten zu gehen.

Foto: © A. Krebs, Pixabay

Aktuelles

Aktuelle Nachrichten

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  • Wohnen im Einfamilienhaus – Wunsch und Wirklichkeit

    Das Wohnen im Einfamilienhaus ist nach wie vor ein weit verbreiteter
    Traum. Doch Wunsch und Wirklichkeit liegen oft weit auseinander. Das
    gilt auch für Angebot und Nachfrage, die sich regional teilweise deutlich
    unterscheiden. Das zeigt eine aktuelle Analyse eines der größten
    Immobilienportale.

  • Wohnen zur Miete wird immer teurer

    Die Mieten in den größten deutschen Städten sind in den vergangenen
    drei Jahren deutlich stärker gestiegen als die Einkommen. Das
    zeigt der aktuelle immowelt Mietkompass für das zweite Quartal 2026.
    Dadurch stellt sich zunehmend die Frage, ob kaufen statt mieten eine
    Option sein könnte.

  • Energieeffizienz wird beim Immobilienkauf wichtiger

    Die hohen Energiepreise und die Sorge vor einem möglichen Gasmangel
    beeinflussen zunehmend die Wahl einer Immobilie. Gut gedämmte
    Eigentumswohnungen mit niedrigen Heizkosten werden attraktiver,
    sind aber häufig teurer. Auch die EU-Gebäuderichtlinie und ihre Umsetzung
    in Deutschland erhöhen die Bedeutung der Energieeffizienz.

  • Neue Heizungsregeln: Infoportal bietet Orientierung

    Wer eine neue Heizung einbauen möchte, muss seit Ende Juli 2026 die
    Vorgaben des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG) berücksichtigen.
    Welche Heizsysteme künftig zulässig sind und welche Anforderungen
    beim Heizungstausch gelten, zeigt das neue GModG-Infoportal
    des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR).

  • Baugenehmigungen steigen – aber Wohnraum bleibt knapp

    Die Zahl der Baugenehmigungen steigt wieder und rechtfertigt einen
    vorsichtigen Optimismus. Doch von Entspannung auf dem Wohnungsmarkt
    kann keine Rede sein. Deutschlandweit fehlen nach Schätzungen
    jährlich mindestens 320.000 neue Wohnungen, um der Wohnungsknappheit
    wirkungsvoll zu begegnen.

  • Wärmepläne: Wie werden wir zukünftig heizen?

    Pünktlich zur Jahresmitte 2026 liegen kommunale Wärmepläne für die
    Hälfte der deutschen Bevölkerung vor. Rund zwei Drittel aller Gemeinden
    haben ihre Wärmeplanung bereits abgeschlossen. Viele Eigentümer
    können nun besser planen, wie sie ihre Immobilien zukunftsfähig
    sanieren.

  • Klimawandel: Umdenken beim Bauen und Sanieren

    Der Sommer 2026 war teilweise extrem. Der Klimawandel ist nicht
    mehr zu übersehen. Seine Auswirkungen machen ein Umdenken beim
    Bauen und Sanieren notwendig. Gebäude in Deutschland wurden
    jahrzehntelang darauf optimiert, im Winter vor Kälte zu schützen. Seit
    dem Hitzesommer 2026 muss auch der Schutz vor Überhitzung stärker
    mitgedacht werden.

  • Wohnimmobilien: Stabile Preise, niedrige Verkaufszahlen

    Viele Mieter in Deutschland würden viel lieber in einer eigenen Wohnung
    oder einem eigenen Haus leben. Doch die Entwicklung auf dem
    Immobilienmarkt verunsichert manche Interessenten. Dabei sind die
    Chancen für einen Immobilienkauf derzeit besser, als es auf den ersten
    Blick den Anschein hat.

  • Heißer Sommer – Vorbote des Klimawandels

    Die Großbrände im Süden Europas sind auch für den Norden ein
    Warnsignal. Vorbeugende Maßnahmen allein reichen nicht aus. Eigenverantwortung
    und Eigeninitiative werden immer wichtiger. Klimaanlagen
    erhalten nicht nur aus gesundheitlichen Gründen, sondern auch
    in wirtschaftlicher, bautechnischer und rechtlicher Hinsicht eine neue
    Bedeutung.

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