Auch beim Wohnen gilt manchmal „Weniger ist mehr“. Dieser Leitsatz des Minimalismus wurde bekannt durch den Architekten Mies van der Rohe in den 1960er Jahren. Der scheinbare Widerspruch dieser Aussage ist immer noch sehr aktuell, besonders wenn es um übermäßige Regulierungen und Bürokratie geht.
Fühlen Sie sich wohl in Ihrer Stadt, in Ihrem Viertel und in Ihrer direkten Wohnumgebung? Was stört Sie am meisten? Vor dem Hintergrund knapper Ressourcen, knappem Wohnraum und mangelnder Lebensqualität rückt ein bislang wenig beachtetes Prinzip stärker in den Fokus: die Orientierung am „Genug“ statt am „Mehr“. Eine neue Studie des Deutschen Instituts für Urbanistik (Difu) zeigt auf, dass eine stärkere Berücksichtigung von Suffizienz – dem richtigen Maß – viele positive Effekte erzeugt. Über die rein ökologischen Aspekte hinaus fördert ein Umdenken in diesem Sinne die zukunftsorientierte Entwicklung von Kommunen insgesamt. Anhand von Praxisbeispielen aus den Bereichen Verkehr, Gebäude und Konsum zeigt das Difu-Forschungsteam, dass zahlreiche Kommunen bereits suffizienzorientierte Maßnahmen umsetzen – etwa durch autoreduzierte Quartiere, flächensparende Innenentwicklung oder Abfallvermeidungskonzepte. Diese Aktivitäten führten häufig zu Kosteneinsparungen, höherer Aufenthaltsqualität, mehr Verkehrssicherheit, Flächeneffizienz, sozialer Teilhabe und innovativen Wohn- und Mobilitätsangeboten. Suffizienz gilt bisher als politisch umstrittenes Thema und wird oft mit Verzicht oder sogar negativ mit der Post-Wachstumsdebatte verknüpft. „Dabei sollte Suffizienz als Chance gesehen werden – sie fragt danach, was reicht, und kann sogar zu einer höheren Lebensqualität führen“, argumentiert Difu- Wissenschaftler Maic Verbücheln. Mitentscheidend für eine hohe Akzeptanz und Befürwortung von Suffizienzmaßnahmen auf kommunaler Ebene sind daraus resultierende positive Effekte für das Leben der Menschen vor Ort. Kommunen verfügen über wirksame Hebel, um suffizienzgeleitet zu handeln und damit eine nachhaltige Transformation voranzubringen. Voraussetzung dafür sind eine gute Kommunikation der Vorteile und die Bereitschaft, neue Wege in Planung, Politik und Verwaltung, aber auch im Privaten zu gehen.
Das Wohnen im Einfamilienhaus ist nach wie vor ein weit verbreiteter Traum. Doch Wunsch und Wirklichkeit liegen oft weit auseinander. Das gilt auch für Angebot und Nachfrage, die sich regional teilweise deutlich unterscheiden. Das zeigt eine aktuelle Analyse eines der größten Immobilienportale.
Die Mieten in den größten deutschen Städten sind in den vergangenen drei Jahren deutlich stärker gestiegen als die Einkommen. Das zeigt der aktuelle immowelt Mietkompass für das zweite Quartal 2026. Dadurch stellt sich zunehmend die Frage, ob kaufen statt mieten eine Option sein könnte.
Die hohen Energiepreise und die Sorge vor einem möglichen Gasmangel beeinflussen zunehmend die Wahl einer Immobilie. Gut gedämmte Eigentumswohnungen mit niedrigen Heizkosten werden attraktiver, sind aber häufig teurer. Auch die EU-Gebäuderichtlinie und ihre Umsetzung in Deutschland erhöhen die Bedeutung der Energieeffizienz.
Wer eine neue Heizung einbauen möchte, muss seit Ende Juli 2026 die Vorgaben des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG) berücksichtigen. Welche Heizsysteme künftig zulässig sind und welche Anforderungen beim Heizungstausch gelten, zeigt das neue GModG-Infoportal des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR).
Die Zahl der Baugenehmigungen steigt wieder und rechtfertigt einen vorsichtigen Optimismus. Doch von Entspannung auf dem Wohnungsmarkt kann keine Rede sein. Deutschlandweit fehlen nach Schätzungen jährlich mindestens 320.000 neue Wohnungen, um der Wohnungsknappheit wirkungsvoll zu begegnen.
Pünktlich zur Jahresmitte 2026 liegen kommunale Wärmepläne für die Hälfte der deutschen Bevölkerung vor. Rund zwei Drittel aller Gemeinden haben ihre Wärmeplanung bereits abgeschlossen. Viele Eigentümer können nun besser planen, wie sie ihre Immobilien zukunftsfähig sanieren.
Der Sommer 2026 war teilweise extrem. Der Klimawandel ist nicht mehr zu übersehen. Seine Auswirkungen machen ein Umdenken beim Bauen und Sanieren notwendig. Gebäude in Deutschland wurden jahrzehntelang darauf optimiert, im Winter vor Kälte zu schützen. Seit dem Hitzesommer 2026 muss auch der Schutz vor Überhitzung stärker mitgedacht werden.
Viele Mieter in Deutschland würden viel lieber in einer eigenen Wohnung oder einem eigenen Haus leben. Doch die Entwicklung auf dem Immobilienmarkt verunsichert manche Interessenten. Dabei sind die Chancen für einen Immobilienkauf derzeit besser, als es auf den ersten Blick den Anschein hat.
Die Großbrände im Süden Europas sind auch für den Norden ein Warnsignal. Vorbeugende Maßnahmen allein reichen nicht aus. Eigenverantwortung und Eigeninitiative werden immer wichtiger. Klimaanlagen erhalten nicht nur aus gesundheitlichen Gründen, sondern auch in wirtschaftlicher, bautechnischer und rechtlicher Hinsicht eine neue Bedeutung.