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22. April 2026

Weiter wohnen wie gewohnt?

Architektur / Stadtentwicklung / Wohnen

Wie wir wohnen, ist eine sehr individuelle Angelegenheit, hängt aber
auch von den tatsächlich vorhandenen Möglichkeiten ab. Es geht um
Verfügbarkeiten, Arbeitsplätze, Infrastruktur und nicht zuletzt darum,
was bezahlbar ist.

Wie verändert sich Wohnen in Zeiten multipler Krisen? Welche Wechselwirkungen
bestehen zwischen gesellschaftlichem Wandel und der materiellen
Gestaltung von Architektur, Quartieren und Infrastrukturen? Diesen Fragen
widmet die Tagung „Weiter wohnen wie gewohnt? Gesellschaftliche Transformation
und räumliche Materialisierung des Wohnens“ an der Bauhaus-
Universität Weimar.
„Wohnen ist ein zentraler Ort gesellschaftlicher Aushandlung“, betont Prof.
Dr.-Ing. Barbara Schönig, Professorin für Stadtplanung. „Wenn wir sozial,
ökologisch und räumlich gerechte Lösungen entwickeln wollen, müssen wir
die komplexen Wechselwirkungen zwischen gesellschaftlichen Dynamiken
und baulich-räumlichen Strukturen genauer verstehen.“ Mit der Tagung
stärkt die Bauhaus-Universität Weimar den Austausch zwischen Forschung,
Politik und Praxis.
Wie können Einfamilienhaussiedlungen klimaneutral werden und zugleich
dringend benötigter Wohnraum entstehen? Mit dieser Frage beschäftigt
sich ein anderes Forschungsprojekt: Unter dem Motto „Transformation von
Einfamilienhausgebieten (EFH-Trafo)“ startete bereits im Februar 2026 ein
Verbundprojekt an der Hochschule Biberach (HBC)t. „Die Wärmewende im
Bestand gelingt nur, wenn wir Technik, Wirtschaftlichkeit und soziale Fragen
zusammendenken“, betont Prof. Dr. Katrin Schaber von der Uni Biberach.
Denken, planen, handeln – und zwar alles gleichzeitig. So könnte der „gewohnte
Wandel“ beschrieben werden. Denn die aktuellen Erfordernisse im
Städtebau greifen ineinander. Beispielsweise nutzen viele Bürger im städtischen
Raum immer noch täglich das Auto, obwohl attraktivere Alternativen
möglich wären. Anstrengungen auf lokaler Ebene sind entscheidend, um
Verbesserungen zu erzielen. Auf diese Weise lassen sich Staus vermeiden,
eine bessere Luftqualität und eine insgesamt bessere Lebensqualität
erreichen. Verbesserungen sind möglich – dazu muss man vom Denken ins
Handeln kommen.

Foto: © Canva, Pixabay

Aktuelles

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  • Sommer, Urlaub, Reisezeit: Sicherheit geht vor

    Während sich Reisende im Urlaub entspannen, haben Einbrecher
    Hochkonjunktur. In Deutschland wird statistisch etwa alle sechs Minuten
    irgendwo eingebrochen. In der Ferienzeit steigen die Fallzahlen
    häufig an. Einbrecher wählen meist den einfachen Weg. Ein gut gesichertes
    Haus schreckt sie dagegen ab. Diese Maßnahmen helfen:

  • Klimawende: Gemeinschaftlich heizen oder autark werden?

    Vielen Bundesbürgern fällt die Entscheidung für eine neue Heizung
    noch immer schwer. Wer sich – sofern ein Anschluss möglich ist – für
    Fernwärme entscheidet, setzt auf das Prinzip der Gemeinschaft. Die
    Wahl einer Wärmepumpe hingegen steht für den Wunsch nach größerer
    Unabhängigkeit.

  • Defizit beim Wohnungsbau höher aus angenommen

    Der deutsche Wohnungsneubau verharrt auch im Jahr 2026 auf einem
    historisch niedrigen Niveau. Zwar steigen die Baugenehmigungen, was
    ein positives Signal ist, insgesamt entstehen in Deutschland jedoch
    weiterhin deutlich zu wenig neue Wohnungen.

  • Finanzierung entscheidet über Immobilienkauf

    „Money makes the world go round.“ Dieser Satz aus dem Musical Cabaret
    beschreibt zunehmend die reale Welt – und in Deutschland ganz
    besonders die Finanzierung von Immobilien, die maßgeblich von den
    Finanzmärkten und der Wirtschaftslage abhängt.

  • Sommerhitze in Haus und Garten

    Die Auswirkungen des Klimawandels sind längst in unseren Häusern
    und Gärten spürbar. Die Zahl der Hitzetage hat in den vergangenen
    Jahren deutlich zugenommen. Immer mehr Städte und Gemeinden entwickeln
    deshalb Hitzeschutzkonzepte. Auch Hauseigentümer sollten
    Maßnahmen ergreifen, um sich vor übermäßiger Wärme zu schützen.

  • Finanzierungsfragen bestimmen den Immobilienmarkt

    Der Immobilienmarkt ist derzeit zwar sehr aktiv, doch die Kauflaune 
    hält sich in Grenzen. Dabei ist der Wunsch nach Immobilieneigentum 
    ungebrochen groß, insbesondere weil Mietwohnungen knapp sind. Fi
    nanzierungsfragen bestimmen derzeit das Marktgeschehen im Immo
    biliensektor.

  • Auf vielen Wegen zu mehr Wohnungen ...

    An der Wohnungsnot kommt man nicht mehr vorbei. Der Mietmarkt 
    wirkt wie eingefroren, das Angebot stagniert, 11,7 Prozent aller Woh
    nungen sind bereits überbelegt, und der Wohnungsneubau ist einge
    brochen. Jetzt kommt es auf gute Ideen und Eigeninitiative an. 

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