Zum Inhalt springen
17. April 2026

Bauzinsen schwanken – Unsicherheit im Nahen Osten

Finanzieren / Sparen / Vorsorgen

Die monatelange Stabilität der Bauzinsen ist ins Wanken geraten. Die
weltpolitischen Verwerfungen durch den Krieg im Iran hinterlassen ihre
Spuren. Das merken nicht nur die Autofahrer an der Zapfsäule, sondern
auch die Immobilienfinanzierer.

Bei den Zinsen für Baufinanzierungen herrschte monatelang allenfalls eine
konstante „Seitwärtsbewegung“, die Immobilienerwerbern eine sichere
Kalkulation ermöglichte. Mit der Eskalation im Nahen Osten hat sich das
geändert. Der Zinssatz lag vor Kriegsbeginn noch bei 3,28 Prozent. Aktuell
bewegt er sich um 3,5 Prozent.
Noch vor wenigen Wochen vermuteten Insider, dass sich die Bauzinsen aufgrund
der wirtschaftlichen Entwicklung und im Hinblick auf die Zinspolitik
der Europäischen Zentralbank im Laufe des Jahres möglicherweise sogar
nach unten bewegen könnten. Ob das so kommen wird, ist nun unsicherer
geworden. Der Krieg im Iran hat in Europa unter anderem die Sorge um eine
negative Inflationsentwicklung neu entfacht. Die Direktorin der Europäischen
Zentralbank (EZB), Isabel Schnabel, nennt die drohende Teuerung den
„schwerwiegendsten Nebeneffekt des Konflikts“ und mahnt zu Wachsamkeit.
Wie stark die Konjunktur auf den Krieg reagieren könnte, hängt dabei
vor allem von dessen Dauer ab sowie davon, wie sehr die Öl- und Gaspreise
steigen und wie lange sie auf dem hohen Niveau verharren werden.
Auf den geldpolitischen Kurs der europäischen Notenbank hat der Iran-
Krieg aktuell noch keinen Einfluss. Die EZB hat in ihrer letzten Sitzung
entschieden, das Zinsniveau unverändert zu lassen. „Das ist in der derzeitigen
Situation die richtige Entscheidung. Der Einlagenzins befindet sich auf
einem Niveau, das die Wirtschaft weder bremst noch überhitzt“, kommentiert
Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung
(DIW Berlin). Die Entwicklung der Bauzinsen ist derzeit schwer zu
prognostizieren. Die Kreditwirtschaft rechnet bei einer 10-jährigen Zinsbindung
mit Schwankungen von maximal 0,2 bis 0,3 Prozent.
Fazit: Der aufwärts strebende Immobilienmarkt in Deutschland verzeichnet
derzeit nur moderat steigende Immobilienpreise, und die Finanzierbarkeit ist
immer noch gut berechenbar. Wer ein passendes Immobilienangebot gefunden
hat, sollte den Kauf nicht unnötig aufschieben.

Foto: © Jörg Hertle, Pixabay

Aktuelles

Aktuelle Nachrichten

alle Nachrichten
  • Hohe Wohnkosten treiben Pendler weiter ins Umland

    Immer mehr Beschäftigte nehmen längere Wege zur Arbeit in Kauf.
    2025 arbeiteten bundesweit rund 20 Millionen sozialversicherungspflichtig
    Beschäftigte nicht an ihrem Wohnort. Das waren rund 50.000
    mehr als im Jahr zuvor. Etwa 60 Prozent aller sozialversicherungspflichtig
    Beschäftigten pendeln zwischen Wohn- und Arbeitsort.

  • Immer teurer: Heizen mit fossilen Brennstoffen

    Weltweite Krisen und geopolitische Konflikte treiben die Energiepreise
    erneut nach oben. Für Immobilieneigentümer stellt sich damit die
    Frage, wie sie auf die Entwicklung reagieren können. Das Institut der
    deutschen Wirtschaft (IW) in Köln warnt vor den langfristigen Kostenrisiken
    neuer Gasheizungen.

  • Schnäppchen oder Kostenfalle? Beim Immobilienkauf genau hinsehen

    Ein auffallend niedriger Immobilienpreis kann verlockend sein – doch
    nicht immer steckt dahinter ein echtes Schnäppchen. Ein Beispiel sind
    Häuser auf Erbpachtgrundstücken. Sie kosten häufig deutlich weniger
    als vergleichbare Immobilien auf Eigenland. Dafür fällt zusätzlich zum
    Kaufpreis der laufende Erbbauzins an.

  • In Deutschland fehlen dringend Wohnungen

    Ganz Europa hat ein Wohnraumproblem. Die EU will einen „Affordable
    Housing Act“ auf den Weg bringen, der jedoch überwiegend Restriktionen
    vorsieht. In Deutschland soll der „Bau-Turbo“ Abhilfe schaffen.
    Kommt die Wohnungsbau-Wende im Jahr 2027? Wie geht es weiter?

  • Immer weniger Menschen leben im Eigenheim

    Immer weniger Menschen in Deutschland leben in den eigenen vier
    Wänden. Nach einer aktuellen Untersuchung des Pestel-Instituts ist
    die Wohneigentumsquote auf 43,5 Prozent gesunken – den niedrigsten
    Stand seit 20 Jahren. Deutschland bildet damit im EU-Vergleich das
    Schlusslicht.

  • Wohnen im Einfamilienhaus – Wunsch und Wirklichkeit

    Das Wohnen im Einfamilienhaus ist nach wie vor ein weit verbreiteter
    Traum. Doch Wunsch und Wirklichkeit liegen oft weit auseinander. Das
    gilt auch für Angebot und Nachfrage, die sich regional teilweise deutlich
    unterscheiden. Das zeigt eine aktuelle Analyse eines der größten
    Immobilienportale.

  • Wohnen zur Miete wird immer teurer

    Die Mieten in den größten deutschen Städten sind in den vergangenen
    drei Jahren deutlich stärker gestiegen als die Einkommen. Das
    zeigt der aktuelle immowelt Mietkompass für das zweite Quartal 2026.
    Dadurch stellt sich zunehmend die Frage, ob kaufen statt mieten eine
    Option sein könnte.

Cookie Informationen

Um fortfahren zu können, müssen Sie eine Cookie-Auswahl treffen. Unter Einstellungen können Sie gezielt Optionen ein und ausschalten.

Einstellungen

  • Essenzielle Cookies ermöglichen grundlegende Funktionen und sind für die einwandfreie Funktion der Website erforderlich. Die Seite verwendet diese Cookies, um Session-Informationen zu hinterlegen. Alle unsere Bilder und Dateien liegen in unserem Content Management System YNFINITE. Diese werden von dort bereitgestellt. YNFINITE erhält durch die Bereitstellung Ihre IP Adresse, diese wird jedoch nur zum Zwecke der Bereitstellung der Bilder im Rahmen eines HTTP Aufrufes verwendet. Die Daten werden nicht langfristig gespeichert.

  • Setzt Cookies, um Google Bewertungen und Karten zu entsperren.

  • Setzt Cookies, um YouTube Videos zu entsperren.

  • Setzt Cookies, um Vimeo Videos zu entsperren.

  • Beim Laden des Immobilien-Wertfinders werden persönliche Daten an die ZwoVadis GmbH übertragen.

  • Wir verwenden Drittanbieter-Tools, die uns helfen, unsere Website effizienter und kundenfreundlicher zu gestalten. Dazu gehören so genannte Marketing-Cookies, die wir in ihrem Browser setzen. Diese senden uns Daten über die Interessen, die Sie uns durch Eingabe von Informationen in diesen Drittanbieter-Tools zukommen lassen. Mit dem Aktivieren der Marketing-Cookies stimmen Sie der Analyse und Verwendung der von Ihnen bereitgestellten Informationen bei uns intern sowie den Drittanbietern zu.