Der ländliche Raum ist innovativer als gedacht, doch eine neue Land lust kommt offenbar nicht auf. Ländliche Räume stehen im Fokus vieler Diskussionen. Ein Fachforum diskutiert Zukunftsperspektiven.
Wer an Innovation denkt, hat meist Großstädte vor Augen – und übersieht dabei, wie dynamisch sich der Wandel fernab der urbanen Zentren vollzieht. Forschende des Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung (IRS) haben untersucht, wie kreativ und zukunftsorientiert ländliche Räume sind. Unter dem Titel „Land schafft Wandel“ werden Ergebnisse verschiedener Forschungsprojekte online präsentiert: leibniz-irs.de/land-wandel. Treiber dieses Wandels sind Vereine, Genossenschaften und kleine Be triebe. Sie gestalten Innovationen aktiv mit und stärken ihre Regionen durch Eigeninitiative und gemeinschaftliches Engagement. Das Leben in der Pe ripherie bietet nicht nur Ruhe, sondern fördert auch Improvisationsfähigkeit und kreative Problemlösungen. Lokales Wissen verbindet sich mit neuen Ideen. Gemeinnützigkeit, Solidarität und pragmatisches Handeln stehen für viele Menschen im Mittelpunkt. Eine Auswertung der Wanderungsdaten bis 2024 durch das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) zeigt allerdings keinen eindeu tigen Trend zur Rückkehr aufs Land. Die Wanderungsgewinne kleiner Städte und Gemeinden lassen sich durch Veränderungen in der Altersstruktur er klären: Es gibt weniger junge Erwachsene im Umzugsalter. Dadurch ziehen weniger Menschen aus ländlichen Regionen weg – nicht jedoch deutlich mehr dorthin. Die positiven Wanderungssalden lassen sich vor allem durch Veränderungen auf den Wohnungs- und Arbeitsmärkten erklären. Im Mittelpunkt aktueller Diskussionen stehen die Herausforderungen länd licher Räume: unzureichende Infrastruktur, demografischer Wandel und Fachkräftemangel. Gesucht werden nachhaltige Lösungen, die die Attrakti vität ländlicher Regionen langfristig stärken. Fazit: Wer aufs Land ziehen möchte, sucht oft genau das, was in der Stadt vermisst wird: Ursprünglichkeit, Eigeninitiative, Gemeinschaftssinn, Solidari tät und die Fähigkeit, pragmatische Lösungen zu finden.
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre drei Leitzinsen um jeweils 0,25 Prozentpunkte angehoben. Für Immobilienkäufer bedeutet diese Entscheidung vor allem eines: Auf deutlich günstigere Finanzierungsbedingungen sollte kurzfristig nicht gesetzt werden.
Ganz Europa hat ein Wohnraumproblem. Die EU will einen „Affordable Housing Act“ auf den Weg bringen, der jedoch überwiegend Restriktionen vorsieht. In Deutschland soll der „Bau-Turbo“ Abhilfe schaffen. Kommt die Wohnungsbau-Wende im Jahr 2027? Wie geht es weiter?
Die Wohnwünsche der Deutschen sind ganz pragmatisch. Es muss kein Schloss sein; Balkon, Garten und bezahlbare Wohnkosten würden den meisten schon reichen. Aber auch bescheidene Wünsche sind derzeit schwer umzusetzen.
Immer weniger Menschen in Deutschland leben in den eigenen vier Wänden. Nach einer aktuellen Untersuchung des Pestel-Instituts ist die Wohneigentumsquote auf 43,5 Prozent gesunken – den niedrigsten Stand seit 20 Jahren. Deutschland bildet damit im EU-Vergleich das Schlusslicht.
Das Wohnen im Einfamilienhaus ist nach wie vor ein weit verbreiteter Traum. Doch Wunsch und Wirklichkeit liegen oft weit auseinander. Das gilt auch für Angebot und Nachfrage, die sich regional teilweise deutlich unterscheiden. Das zeigt eine aktuelle Analyse eines der größten Immobilienportale.
Die Mieten in den größten deutschen Städten sind in den vergangenen drei Jahren deutlich stärker gestiegen als die Einkommen. Das zeigt der aktuelle immowelt Mietkompass für das zweite Quartal 2026. Dadurch stellt sich zunehmend die Frage, ob kaufen statt mieten eine Option sein könnte.
Die hohen Energiepreise und die Sorge vor einem möglichen Gasmangel beeinflussen zunehmend die Wahl einer Immobilie. Gut gedämmte Eigentumswohnungen mit niedrigen Heizkosten werden attraktiver, sind aber häufig teurer. Auch die EU-Gebäuderichtlinie und ihre Umsetzung in Deutschland erhöhen die Bedeutung der Energieeffizienz.
Wer eine neue Heizung einbauen möchte, muss seit Ende Juli 2026 die Vorgaben des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG) berücksichtigen. Welche Heizsysteme künftig zulässig sind und welche Anforderungen beim Heizungstausch gelten, zeigt das neue GModG-Infoportal des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR).
Die Zahl der Baugenehmigungen steigt wieder und rechtfertigt einen vorsichtigen Optimismus. Doch von Entspannung auf dem Wohnungsmarkt kann keine Rede sein. Deutschlandweit fehlen nach Schätzungen jährlich mindestens 320.000 neue Wohnungen, um der Wohnungsknappheit wirkungsvoll zu begegnen.