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19. Juni 2026

Landleben: Zukunftsperspektiven und Innovation

Ökologie / Nachhaltigkeit / Mobilität

Der ländliche Raum ist innovativer als gedacht, doch eine neue Land
lust kommt offenbar nicht auf. Ländliche Räume stehen im Fokus vieler 
Diskussionen. Ein Fachforum diskutiert Zukunftsperspektiven.

Wer an Innovation denkt, hat meist Großstädte vor Augen – und übersieht 
dabei, wie dynamisch sich der Wandel fernab der urbanen Zentren vollzieht. 
Forschende des Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung (IRS) 
haben untersucht, wie kreativ und zukunftsorientiert ländliche Räume sind. 
Unter dem Titel „Land schafft Wandel“ werden Ergebnisse verschiedener 
Forschungsprojekte online präsentiert: leibniz-irs.de/land-wandel.
Treiber dieses Wandels sind Vereine, Genossenschaften und kleine Be
triebe. Sie gestalten Innovationen aktiv mit und stärken ihre Regionen durch 
Eigeninitiative und gemeinschaftliches Engagement. Das Leben in der Pe
ripherie bietet nicht nur Ruhe, sondern fördert auch Improvisationsfähigkeit 
und kreative Problemlösungen. Lokales Wissen verbindet sich mit neuen 
Ideen. Gemeinnützigkeit, Solidarität und pragmatisches Handeln stehen für 
viele Menschen im Mittelpunkt.
Eine Auswertung der Wanderungsdaten bis 2024 durch das Bundesinstitut 
für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) zeigt allerdings keinen eindeu
tigen Trend zur Rückkehr aufs Land. Die Wanderungsgewinne kleiner Städte 
und Gemeinden lassen sich durch Veränderungen in der Altersstruktur er
klären: Es gibt weniger junge Erwachsene im Umzugsalter. Dadurch ziehen 
weniger Menschen aus ländlichen Regionen weg – nicht jedoch deutlich 
mehr dorthin. Die positiven Wanderungssalden lassen sich vor allem durch 
Veränderungen auf den Wohnungs- und Arbeitsmärkten erklären.
Im Mittelpunkt aktueller Diskussionen stehen die Herausforderungen länd
licher Räume: unzureichende Infrastruktur, demografischer Wandel und 
Fachkräftemangel. Gesucht werden nachhaltige Lösungen, die die Attrakti
vität ländlicher Regionen langfristig stärken.
Fazit: Wer aufs Land ziehen möchte, sucht oft genau das, was in der Stadt 
vermisst wird: Ursprünglichkeit, Eigeninitiative, Gemeinschaftssinn, Solidari
tät und die Fähigkeit, pragmatische Lösungen zu finden.

Foto: © Antranias, Pixabay

Aktuelles

Aktuelle Nachrichten

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  • Wohneigentum erwünscht, aber schwer zu bekommen

    Wohneigentum hat in Deutschland einen hohen Stellenwert, ist aber
    schwer zu bekommen. Der deutsche Immobilienmarkt hat nach dem
    Einbruch infolge der Zinswende zwar wieder Fahrt aufgenommen.
    Dennoch ist die Eigentumsquote im europäischen Vergleich weiterhin
    extrem niedrig.

  • Deutschland hat sich „vernormt“

    Normen sollen das Leben eigentlich vereinfachen. Sie regeln viele
    Details, damit sich zum Beispiel beim Bauen am Ende ein passgenaues
    Ganzes ergibt. Zu viele Normen bremsen jedoch wichtige Aktivitäten
    aus und verhindern den dringend benötigten Wohnungsneubau.

  • Mietangebote brechen ein, Mieten steigen weiter

    Der deutsche Wohnungsmarkt bleibt angespannt. Während sich die
    Kaufpreise für Wohnimmobilien inzwischen weitgehend stabilisiert haben,
    steigen die Mieten weiter deutlich an. Gleichzeitig verschärft sich
    die Knappheit bei Mietwohnungen. Das zeigt der aktuelle Wohnindex
    des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

  • Bauhaus – Vorbild für moderne Architektur bis heute

    Das Bauhaus steht als einflussreichste Design- und Architekturschule
    des 20. Jahrhunderts für moderne Architektur. Bis heute zeugen aktuelle
    Veranstaltungen regelmäßig von der Lebendigkeit und der großen
    Bedeutung einer Kultur, die Einfluss auf die gesamte Kunstszene hat.

  • Kleine Wohnungen: Warum die Nachfrage weiter wächst

    Kleine Wohnungen gehören zu den gefragtesten Segmenten des deutschen
    Wohnungsmarktes. Ob zur Miete, zur Eigennutzung oder als
    Kapitalanlage – die Nachfrage steigt seit Jahren kontinuierlich. Verantwortlich
    dafür sind vor allem der demografische Wandel, veränderte
    Lebensmodelle und die wachsende Zahl kleiner Haushalte.

  • Neue Heizungsförderung: Das ändert sich bei der Sanierung

    Der Bundestag hat das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG)
    beschlossen. Der Bundesrat stimmte dem Gesetz noch am selben Tag
    zu. Damit setzt die Bundesregierung wesentliche Vorgaben der europäischen
    Gebäudeeffizienzrichtlinie (EPBD) in deutsches Recht um und
    schafft einen neuen ordnungsrechtlichen Rahmen im Gebäudesektor.

  • Gebäudesanierung auf vielen Wegen

    Die Wärmewende gelingt nicht auf dem Papier, sondern vor Ort. Wer
    ein altes Haus kauft, kann auf vielen Wegen ans Ziel kommen. Der
    Gebäudebestand bietet ein enormes Potenzial: Durch Umbau, Modernisierung
    und Sanierung lässt sich dringend benötigter Wohnraum in
    einen zeitgemäßen Zustand versetzen.

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