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2. September 2026

Wohnimmobilien: Stabile Preise, niedrige Verkaufszahlen

Immobilienmarkt | Trends | Politik

Viele Mieter in Deutschland würden viel lieber in einer eigenen Wohnung
oder einem eigenen Haus leben. Doch die Entwicklung auf dem
Immobilienmarkt verunsichert manche Interessenten. Dabei sind die
Chancen für einen Immobilienkauf derzeit besser, als es auf den ersten
Blick den Anschein hat.

Der Zinsanstieg seit Anfang 2022 hat den Immobilienmarkt sehr unterschiedlich
getroffen, berichtet das Kiel Institut für Weltwirtschaft. Bei hochwertigen
Wohnungen halbierte sich die Zahl der Verkäufe nahezu, während
die Preise nur um rund neun Prozent nachgaben. Im unteren Qualitätssegment
war es umgekehrt: Dort gaben die Preise deutlich stärker nach, während
die Zahl der Verkäufe deutlich weniger zurückging. Die erste Ausgabe
von „GREIX Insight“, einer neuen Reihe des Kiel Instituts für Weltwirtschaft,
zeigt die Entwicklungen auf dem deutschen Wohnimmobilienmarkt. Die
Analyse ist unter greix.de abrufbar.
Die aktuelle Analyse der Stiftung Warentest kommt zu ähnlichen Ergebnissen.
Miet- und Kaufpreise für Immobilien steigen derzeit wieder. Doch
auch in beliebten Metropolen gibt es Wohnungen und Einfamilienhäuser zu
vergleichsweise günstigen Preisen. Wo sich solche Angebote finden lassen,
zeigt der aktuelle Immobilienpreisvergleich für 400 Kreise und Städte unter
test.de/Immobilien-Kaufen-oder-mieten-4865683-0.
„Wer bei der Suche auch das Baujahr der Immobilie berücksichtigt, kann
selbst in Metropolen wie Berlin oder Hamburg im Vergleich deutlich preisgünstiger
kaufen und mieten – teilweise sind Wohnungen zu einem Quadratmeterpreis
von 3.000 Euro zu haben oder zur Miete für acht Euro pro
Quadratmeter“, sagt Heike Nicodemus, Testleiterin bei Stiftung Warentest.
Auch die großen Immobilienportale beobachten und analysieren die Marktsituation
anhand der Daten ihrer Online-Inserate. Danach zeigt sich der
Immobilienmarkt derzeit erstaunlich widerstandsfähig. „Trotz schwieriger Finanzierungsbedingungen
steigen die Angebotspreise weiter, und gerade bei
Häusern hat sich der Anstieg zuletzt sogar beschleunigt“, sagt immowelt-
Geschäftsführer Theo Mseka.
Fazit: Wer Immobilieneigentum erwerben möchte, sollte nicht auf bessere
Zeiten hoffen, sondern jetzt gezielt suchen.

Foto: © Albrecht Fietz, Pixabay, 2026 (Symbolbild, Authentic Image)

Aktuelles

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  • Schnäppchen oder Kostenfalle? Beim Immobilienkauf genau hinsehen

    Ein auffallend niedriger Immobilienpreis kann verlockend sein – doch
    nicht immer steckt dahinter ein echtes Schnäppchen. Ein Beispiel sind
    Häuser auf Erbpachtgrundstücken. Sie kosten häufig deutlich weniger
    als vergleichbare Immobilien auf Eigenland. Dafür fällt zusätzlich zum
    Kaufpreis der laufende Erbbauzins an.

  • In Deutschland fehlen dringend Wohnungen

    Ganz Europa hat ein Wohnraumproblem. Die EU will einen „Affordable
    Housing Act“ auf den Weg bringen, der jedoch überwiegend Restriktionen
    vorsieht. In Deutschland soll der „Bau-Turbo“ Abhilfe schaffen.
    Kommt die Wohnungsbau-Wende im Jahr 2027? Wie geht es weiter?

  • Immer weniger Menschen leben im Eigenheim

    Immer weniger Menschen in Deutschland leben in den eigenen vier
    Wänden. Nach einer aktuellen Untersuchung des Pestel-Instituts ist
    die Wohneigentumsquote auf 43,5 Prozent gesunken – den niedrigsten
    Stand seit 20 Jahren. Deutschland bildet damit im EU-Vergleich das
    Schlusslicht.

  • Wohnen im Einfamilienhaus – Wunsch und Wirklichkeit

    Das Wohnen im Einfamilienhaus ist nach wie vor ein weit verbreiteter
    Traum. Doch Wunsch und Wirklichkeit liegen oft weit auseinander. Das
    gilt auch für Angebot und Nachfrage, die sich regional teilweise deutlich
    unterscheiden. Das zeigt eine aktuelle Analyse eines der größten
    Immobilienportale.

  • Wohnen zur Miete wird immer teurer

    Die Mieten in den größten deutschen Städten sind in den vergangenen
    drei Jahren deutlich stärker gestiegen als die Einkommen. Das
    zeigt der aktuelle immowelt Mietkompass für das zweite Quartal 2026.
    Dadurch stellt sich zunehmend die Frage, ob kaufen statt mieten eine
    Option sein könnte.

  • Energieeffizienz wird beim Immobilienkauf wichtiger

    Die hohen Energiepreise und die Sorge vor einem möglichen Gasmangel
    beeinflussen zunehmend die Wahl einer Immobilie. Gut gedämmte
    Eigentumswohnungen mit niedrigen Heizkosten werden attraktiver,
    sind aber häufig teurer. Auch die EU-Gebäuderichtlinie und ihre Umsetzung
    in Deutschland erhöhen die Bedeutung der Energieeffizienz.

  • Neue Heizungsregeln: Infoportal bietet Orientierung

    Wer eine neue Heizung einbauen möchte, muss seit Ende Juli 2026 die
    Vorgaben des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG) berücksichtigen.
    Welche Heizsysteme künftig zulässig sind und welche Anforderungen
    beim Heizungstausch gelten, zeigt das neue GModG-Infoportal
    des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR).

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