Viele Mieter in Deutschland würden viel lieber in einer eigenen Wohnung oder einem eigenen Haus leben. Doch die Entwicklung auf dem Immobilienmarkt verunsichert manche Interessenten. Dabei sind die Chancen für einen Immobilienkauf derzeit besser, als es auf den ersten Blick den Anschein hat.
Der Zinsanstieg seit Anfang 2022 hat den Immobilienmarkt sehr unterschiedlich getroffen, berichtet das Kiel Institut für Weltwirtschaft. Bei hochwertigen Wohnungen halbierte sich die Zahl der Verkäufe nahezu, während die Preise nur um rund neun Prozent nachgaben. Im unteren Qualitätssegment war es umgekehrt: Dort gaben die Preise deutlich stärker nach, während die Zahl der Verkäufe deutlich weniger zurückging. Die erste Ausgabe von „GREIX Insight“, einer neuen Reihe des Kiel Instituts für Weltwirtschaft, zeigt die Entwicklungen auf dem deutschen Wohnimmobilienmarkt. Die Analyse ist unter greix.de abrufbar. Die aktuelle Analyse der Stiftung Warentest kommt zu ähnlichen Ergebnissen. Miet- und Kaufpreise für Immobilien steigen derzeit wieder. Doch auch in beliebten Metropolen gibt es Wohnungen und Einfamilienhäuser zu vergleichsweise günstigen Preisen. Wo sich solche Angebote finden lassen, zeigt der aktuelle Immobilienpreisvergleich für 400 Kreise und Städte unter test.de/Immobilien-Kaufen-oder-mieten-4865683-0. „Wer bei der Suche auch das Baujahr der Immobilie berücksichtigt, kann selbst in Metropolen wie Berlin oder Hamburg im Vergleich deutlich preisgünstiger kaufen und mieten – teilweise sind Wohnungen zu einem Quadratmeterpreis von 3.000 Euro zu haben oder zur Miete für acht Euro pro Quadratmeter“, sagt Heike Nicodemus, Testleiterin bei Stiftung Warentest. Auch die großen Immobilienportale beobachten und analysieren die Marktsituation anhand der Daten ihrer Online-Inserate. Danach zeigt sich der Immobilienmarkt derzeit erstaunlich widerstandsfähig. „Trotz schwieriger Finanzierungsbedingungen steigen die Angebotspreise weiter, und gerade bei Häusern hat sich der Anstieg zuletzt sogar beschleunigt“, sagt immowelt- Geschäftsführer Theo Mseka. Fazit: Wer Immobilieneigentum erwerben möchte, sollte nicht auf bessere Zeiten hoffen, sondern jetzt gezielt suchen.
Ein auffallend niedriger Immobilienpreis kann verlockend sein – doch nicht immer steckt dahinter ein echtes Schnäppchen. Ein Beispiel sind Häuser auf Erbpachtgrundstücken. Sie kosten häufig deutlich weniger als vergleichbare Immobilien auf Eigenland. Dafür fällt zusätzlich zum Kaufpreis der laufende Erbbauzins an.
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre drei Leitzinsen um jeweils 0,25 Prozentpunkte angehoben. Für Immobilienkäufer bedeutet diese Entscheidung vor allem eines: Auf deutlich günstigere Finanzierungsbedingungen sollte kurzfristig nicht gesetzt werden.
Ganz Europa hat ein Wohnraumproblem. Die EU will einen „Affordable Housing Act“ auf den Weg bringen, der jedoch überwiegend Restriktionen vorsieht. In Deutschland soll der „Bau-Turbo“ Abhilfe schaffen. Kommt die Wohnungsbau-Wende im Jahr 2027? Wie geht es weiter?
Die Wohnwünsche der Deutschen sind ganz pragmatisch. Es muss kein Schloss sein; Balkon, Garten und bezahlbare Wohnkosten würden den meisten schon reichen. Aber auch bescheidene Wünsche sind derzeit schwer umzusetzen.
Immer weniger Menschen in Deutschland leben in den eigenen vier Wänden. Nach einer aktuellen Untersuchung des Pestel-Instituts ist die Wohneigentumsquote auf 43,5 Prozent gesunken – den niedrigsten Stand seit 20 Jahren. Deutschland bildet damit im EU-Vergleich das Schlusslicht.
Das Wohnen im Einfamilienhaus ist nach wie vor ein weit verbreiteter Traum. Doch Wunsch und Wirklichkeit liegen oft weit auseinander. Das gilt auch für Angebot und Nachfrage, die sich regional teilweise deutlich unterscheiden. Das zeigt eine aktuelle Analyse eines der größten Immobilienportale.
Die Mieten in den größten deutschen Städten sind in den vergangenen drei Jahren deutlich stärker gestiegen als die Einkommen. Das zeigt der aktuelle immowelt Mietkompass für das zweite Quartal 2026. Dadurch stellt sich zunehmend die Frage, ob kaufen statt mieten eine Option sein könnte.
Die hohen Energiepreise und die Sorge vor einem möglichen Gasmangel beeinflussen zunehmend die Wahl einer Immobilie. Gut gedämmte Eigentumswohnungen mit niedrigen Heizkosten werden attraktiver, sind aber häufig teurer. Auch die EU-Gebäuderichtlinie und ihre Umsetzung in Deutschland erhöhen die Bedeutung der Energieeffizienz.
Wer eine neue Heizung einbauen möchte, muss seit Ende Juli 2026 die Vorgaben des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG) berücksichtigen. Welche Heizsysteme künftig zulässig sind und welche Anforderungen beim Heizungstausch gelten, zeigt das neue GModG-Infoportal des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR).