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7. September 2026

Klimawandel: Umdenken beim Bauen und Sanieren

Bauen | Umbauen | Sanieren

Der Sommer 2026 war teilweise extrem. Der Klimawandel ist nicht
mehr zu übersehen. Seine Auswirkungen machen ein Umdenken beim
Bauen und Sanieren notwendig. Gebäude in Deutschland wurden
jahrzehntelang darauf optimiert, im Winter vor Kälte zu schützen. Seit
dem Hitzesommer 2026 muss auch der Schutz vor Überhitzung stärker
mitgedacht werden.

Hitze ist wie ein Erdbeben – nur dass ihr Zerstörungspotenzial weitgehend
unsichtbar bleibt. Sie hinterlässt keine eingestürzten Häuser. Und doch forderte
sie nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) im Zeitraum der
Kalenderwochen 15 bis 32 im Jahr 2026 14.000 Menschenleben – mehr als
in den beiden Sommern 2024 und 2025 zusammen.
Hitzesommer sind nur eine Folge des Klimawandels. Hochwasser und
Starkregen verursachen immer häufiger Schäden an Gebäuden, Straßen
und technischer Infrastruktur. Während der Hochwasserschutz an großen
Flüssen kontinuierlich ausgebaut wurde, rücken die Risiken durch Starkregen,
kleinere Gewässer und lokale Abflusswege zunehmend in den Fokus.
Das zeigt eine neue Studie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung
(BBSR).
Seit dem Sommer 2026 zeigt das Gegenteil von Hochwasser, nämlich die
extrem niedrigen Pegelstände großer Flüsse, dass der Klimawandel Veränderungen
mit sich bringt, denen grundsätzlich begegnet werden muss.
Forscher der Technischen Universität Berlin machen darauf aufmerksam,
dass Wasser in Berlin und Brandenburg zu einer immer drängenderen Zukunftsfrage
wird. Wie lassen sich Grundwasserreserven schützen? Welche
Strategien können helfen, Nutzungskonflikte, Wasserknappheit oder sogar
Rationierungen in Dürreperioden zu vermeiden?
Für Immobilieneigentümer, die bauen, umbauen oder sanieren wollen,
stellen sich deshalb neue Fragen. Denn der Gebäudesektor in Deutschland
ist nach Angaben des Umweltbundesamtes für rund 30 bis 35 Prozent der
Treibhausgasemissionen sowie des Endenergieverbrauchs verantwortlich.
Damit gehört er neben dem Verkehr und der Industrie zu den größten Verursachern
von Treibhausgasemissionen. Bis 2045 soll der gesamte Gebäudebestand
in Deutschland vollständig klimaneutral sein. Die Sanierungsrate
im Bestand gilt derzeit jedoch als zu niedrig, um diese Ziele zu erreichen.

Foto: © Rüdiger Manig, Deutscher Wetterdienst, 2026 (Symbolbild, Authentic Image)

Aktuelles

Aktuelle Nachrichten

alle Nachrichten
  • Wohnimmobilien: Stabile Preise, niedrige Verkaufszahlen

    Viele Mieter in Deutschland würden viel lieber in einer eigenen Wohnung
    oder einem eigenen Haus leben. Doch die Entwicklung auf dem
    Immobilienmarkt verunsichert manche Interessenten. Dabei sind die
    Chancen für einen Immobilienkauf derzeit besser, als es auf den ersten
    Blick den Anschein hat.

  • Heißer Sommer – Vorbote des Klimawandels

    Die Großbrände im Süden Europas sind auch für den Norden ein
    Warnsignal. Vorbeugende Maßnahmen allein reichen nicht aus. Eigenverantwortung
    und Eigeninitiative werden immer wichtiger. Klimaanlagen
    erhalten nicht nur aus gesundheitlichen Gründen, sondern auch
    in wirtschaftlicher, bautechnischer und rechtlicher Hinsicht eine neue
    Bedeutung.

  • Wohneigentum erwünscht, aber schwer zu bekommen

    Wohneigentum hat in Deutschland einen hohen Stellenwert, ist aber
    schwer zu bekommen. Der deutsche Immobilienmarkt hat nach dem
    Einbruch infolge der Zinswende zwar wieder Fahrt aufgenommen.
    Dennoch ist die Eigentumsquote im europäischen Vergleich weiterhin
    extrem niedrig.

  • Deutschland hat sich „vernormt“

    Normen sollen das Leben eigentlich vereinfachen. Sie regeln viele
    Details, damit sich zum Beispiel beim Bauen am Ende ein passgenaues
    Ganzes ergibt. Zu viele Normen bremsen jedoch wichtige Aktivitäten
    aus und verhindern den dringend benötigten Wohnungsneubau.

  • Mietangebote brechen ein, Mieten steigen weiter

    Der deutsche Wohnungsmarkt bleibt angespannt. Während sich die
    Kaufpreise für Wohnimmobilien inzwischen weitgehend stabilisiert haben,
    steigen die Mieten weiter deutlich an. Gleichzeitig verschärft sich
    die Knappheit bei Mietwohnungen. Das zeigt der aktuelle Wohnindex
    des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

  • Bauhaus – Vorbild für moderne Architektur bis heute

    Das Bauhaus steht als einflussreichste Design- und Architekturschule
    des 20. Jahrhunderts für moderne Architektur. Bis heute zeugen aktuelle
    Veranstaltungen regelmäßig von der Lebendigkeit und der großen
    Bedeutung einer Kultur, die Einfluss auf die gesamte Kunstszene hat.

  • Kleine Wohnungen: Warum die Nachfrage weiter wächst

    Kleine Wohnungen gehören zu den gefragtesten Segmenten des deutschen
    Wohnungsmarktes. Ob zur Miete, zur Eigennutzung oder als
    Kapitalanlage – die Nachfrage steigt seit Jahren kontinuierlich. Verantwortlich
    dafür sind vor allem der demografische Wandel, veränderte
    Lebensmodelle und die wachsende Zahl kleiner Haushalte.

  • Neue Heizungsförderung: Das ändert sich bei der Sanierung

    Der Bundestag hat das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG)
    beschlossen. Der Bundesrat stimmte dem Gesetz noch am selben Tag
    zu. Damit setzt die Bundesregierung wesentliche Vorgaben der europäischen
    Gebäudeeffizienzrichtlinie (EPBD) in deutsches Recht um und
    schafft einen neuen ordnungsrechtlichen Rahmen im Gebäudesektor.

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