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9. September 2026

Wärmepläne: Wie werden wir zukünftig heizen?

Umwelt | Energie | Technik

Pünktlich zur Jahresmitte 2026 liegen kommunale Wärmepläne für die
Hälfte der deutschen Bevölkerung vor. Rund zwei Drittel aller Gemeinden
haben ihre Wärmeplanung bereits abgeschlossen. Viele Eigentümer
können nun besser planen, wie sie ihre Immobilien zukunftsfähig
sanieren.

Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) begleitet
die kommunale Wärmeplanung bundesweit mit einem Monitoring. Erstmals
enthält der Bericht zudem eine vertiefte Analyse der Wärmepläne deutscher
Großstädte. „Die kommunale Wärmeplanung hat bundesweit deutlich an
Dynamik gewonnen“, sagt Justus Thiele, Autor des Berichts.
Ein Schwerpunkt des Halbjahresberichts ist die Wärmeplanung in Großstädten.
Für Städte mit mehr als 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern
endete die gesetzliche Frist zur Vorlage eines Wärmeplans am 30. Juni
2026. Von den 83 Großstädten haben 72 ihre Wärmeplanung fristgerecht
abgeschlossen. Die Auswertung der Wärmepläne zeigt, dass viele Großstädte
ambitionierte Ziele für den Umbau ihrer Wärmeversorgung verfolgen.
Mehr als die Hälfte der vorliegenden Pläne orientiert sich am Zieljahr 2045,
rund ein Drittel strebt bereits das Jahr 2040 an. Einzelne Städte wollen ihre
Wärmeversorgung sogar schon bis 2035 oder 2038 klimaneutral umstellen.
Viele der untersuchten Wärmepläne für Großstädte kalkulieren mit einer
jährlichen Sanierungsrate von zwei Prozent. Die tatsächliche Sanierungsquote
bei Wohngebäuden lag 2025 bundesweit dagegen bei unter einem
Prozent. Damit besteht ein deutlicher Handlungsbedarf, der durch die Erfahrungen
des Hitzesommers 2026 noch verstärkt wird.
Auch Wärmenetze gewinnen nach den Planungen der Kommunen an
Bedeutung. Soweit die Wärmepläne konkrete Angaben zum Anteil der
Wärmenetze an der Wärmeversorgung enthalten, liegt dieser im Basisjahr
durchschnittlich bei rund 22 Prozent. Mehr als die Hälfte der auswertbaren
Wärmepläne sieht künftig einen Wärmenetzanteil von über 50 Prozent vor.
Immobilieneigentümer müssen jedoch nicht auf den Ausbau der kommunalen
Wärmeversorgung warten, sondern können bereits heute selbst aktiv
werden – etwa durch die Installation einer Wärmepumpe und einer Photovoltaikanlage
auf dem eigenen Dach.

Foto: © Alexander Fox, Pixabay, 2026 (Symbolbild, Authentic Image)

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