Das Statistische Bundesamt meldet 10,8 Prozent mehr Baugenehmigungen für Wohnungen im Jahr 2025. Ist das schon ein positiver Trend? Unbestritten ist, dass die Wohnraumlücke wächst und sich immer deutlicher als Wohnungsnot darstellt.
Im Jahr 2025 wurde in Deutschland der Bau von 238.500 Wohnungen genehmigt, das waren 10,8 Prozent oder 23.200 Wohnungen mehr als im Jahr 2024. Damit stieg die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen im Jahr 2025 erstmals seit 2021 wieder an. Die Zahl der gemeldeten Baugenehmigungen ist ein wichtiger Frühindikator für die zukünftige Bauaktivität. Zwischen 2021 und 2025 lag der durchschnittliche Wohnungsbedarf bei 372.600 Einheiten pro Jahr. Tatsächlich genehmigt wurden 2024 jedoch nur 215.300 Wohnungen – eine Lücke von über 40 Prozent. Marktbeobachter:innen bleiben gegenüber der schwächelnden Baubranche skeptisch, sind sich aber einig, dass dringend etwas geschehen muss. „Die Zahlen sind ermutigend – aber wir dürfen jetzt nicht nachlassen“, kommentiert die Hauptgeschäftsführerin des ZIA, Zentraler Immobilien Ausschuss e.V., Aygül Özkan, die neuen Zahlen. Der Wohnungsneubau befindet sich in der Warteschleife. Die Wohnraumlücke in Deutschland bleibt dramatisch. Besonders angespannt ist die Lage in den Großstädten: In den A-Städten wurden lediglich 56 Prozent des benötigten Wohnungsneubaus realisiert. Der ZIA fordert, konsequent gegenzusteuern. „Der leicht steigende Trend bei den genehmigten Bauanträgen darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass ein erheblicher Teil der Vorhaben sich verzögern oder gar nicht realisiert wird. Und in Baugenehmigungen kann man nicht wohnen“, sagt Dirk Wohltorf, Präsident des Immobilienverband Deutschland IVD. „Der Wohnungsbau scheint das Schlimmste hinter sich zu haben und auf dem Weg der Besserung zu sein. Zumindest geht es nicht weiter abwärts. (...) Die aktuellen Baugenehmigungszahlen zeigen, dass weiterhin konsequentes Handeln vonnöten ist, um für ein substanzielles Wachstum zu sorgen“, betont der Präsident des BFW, Bundesverband Freier Immobilien und Wohnungsunternehmen e.V., Dirk Salewski in Berlin.“
Immer mehr Beschäftigte nehmen längere Wege zur Arbeit in Kauf. 2025 arbeiteten bundesweit rund 20 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte nicht an ihrem Wohnort. Das waren rund 50.000 mehr als im Jahr zuvor. Etwa 60 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten pendeln zwischen Wohn- und Arbeitsort.
Weltweite Krisen und geopolitische Konflikte treiben die Energiepreise erneut nach oben. Für Immobilieneigentümer stellt sich damit die Frage, wie sie auf die Entwicklung reagieren können. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln warnt vor den langfristigen Kostenrisiken neuer Gasheizungen.
Ein auffallend niedriger Immobilienpreis kann verlockend sein – doch nicht immer steckt dahinter ein echtes Schnäppchen. Ein Beispiel sind Häuser auf Erbpachtgrundstücken. Sie kosten häufig deutlich weniger als vergleichbare Immobilien auf Eigenland. Dafür fällt zusätzlich zum Kaufpreis der laufende Erbbauzins an.
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre drei Leitzinsen um jeweils 0,25 Prozentpunkte angehoben. Für Immobilienkäufer bedeutet diese Entscheidung vor allem eines: Auf deutlich günstigere Finanzierungsbedingungen sollte kurzfristig nicht gesetzt werden.
Ganz Europa hat ein Wohnraumproblem. Die EU will einen „Affordable Housing Act“ auf den Weg bringen, der jedoch überwiegend Restriktionen vorsieht. In Deutschland soll der „Bau-Turbo“ Abhilfe schaffen. Kommt die Wohnungsbau-Wende im Jahr 2027? Wie geht es weiter?
Die Wohnwünsche der Deutschen sind ganz pragmatisch. Es muss kein Schloss sein; Balkon, Garten und bezahlbare Wohnkosten würden den meisten schon reichen. Aber auch bescheidene Wünsche sind derzeit schwer umzusetzen.
Immer weniger Menschen in Deutschland leben in den eigenen vier Wänden. Nach einer aktuellen Untersuchung des Pestel-Instituts ist die Wohneigentumsquote auf 43,5 Prozent gesunken – den niedrigsten Stand seit 20 Jahren. Deutschland bildet damit im EU-Vergleich das Schlusslicht.
Das Wohnen im Einfamilienhaus ist nach wie vor ein weit verbreiteter Traum. Doch Wunsch und Wirklichkeit liegen oft weit auseinander. Das gilt auch für Angebot und Nachfrage, die sich regional teilweise deutlich unterscheiden. Das zeigt eine aktuelle Analyse eines der größten Immobilienportale.
Die Mieten in den größten deutschen Städten sind in den vergangenen drei Jahren deutlich stärker gestiegen als die Einkommen. Das zeigt der aktuelle immowelt Mietkompass für das zweite Quartal 2026. Dadurch stellt sich zunehmend die Frage, ob kaufen statt mieten eine Option sein könnte.