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6. Januar 2026

Deutsche Städte zwischen Herausforderung und Selbstbestimmung

Architektur / Stadtentwicklung / Wohnen

Das Städteranking zeigt, in welcher deutschen Stadt es sich gut leben
lässt, welche Stadt den meisten Komfort bietet, die beste Infrastruktur
hat und das höchste Bildungsangebot bereitstellt. Wie können unsere
Städte auch in Zukunft ihre hohe Lebensqualität erhalten?

Im Auftrag von WirtschaftsWoche und ImmoScout24 hat das IW Consult alle
71 kreisfreien Städte Deutschlands mit mehr als 100.000 Einwohner:innen
verglichen. Das Städteranking bewertet die Städte in den vier Kategorien
Arbeitsmarkt, Wirtschaftsstruktur, Immobilienmarkt und Lebensqualität sowie
anhand ihrer Entwicklung der letzten fünf Jahre.
Die brandenburgische Landeshauptstadt Potsdam steht im Infrastrukturindex
ganz oben: Sie hat eine hohe Dichte an Hochschulen (Rang 1), und der
Zustand der Brücken, Autobahnen und Bundesstraßen ist vergleichsweise
befriedigend (Rang 2). Zudem ist die Dichte an MINT-Forschungseinrichtungen
hoch und die Glasfaserversorgung gut ausgebaut (jeweils Rang 5).
Den zweiten Platz belegt Regensburg, das insbesondere in den Bereichen
Klima und Bildung gut aufgestellt ist. Ingolstadt komplettiert die Top 3 und
landet gleich bei vier Einzelindikatoren an der Spitze, insbesondere bei der
digitalen und elektrischen Infrastruktur (Gigabitversorgung von Schulen,
Glasfaserausbau und Dichte von Elektrotankstellen). Die drei Schlusslichter
im Infrastrukturindex sind Duisburg (Platz 69), Salzgitter (Platz 70) und
Hamm (Platz 71).
Das Städteranking liefert jedes Jahr neue Ergebnisse. Das liegt an der
dynamischen Entwicklung, auf die Städte nur bedingt Einfluss haben. Viele
Einflüsse kommen von außen und lassen sich nicht einfach beseitigen. Entscheidend
wird sein, wie die Städte die Herausforderungen der Zukunft meistern,
denn sie sind Verursacher und Betroffene zugleich. „In den Städten
werden die meisten Treibhausgasemissionen durch Wohnen, Mobilität und
wirtschaftliche Aktivitäten ausgestoßen. Zugleich sind die Auswirkungen der
Klimakrise durch Extremwetter, Hitzeinseln usw. besonders in den Städten
spürbar. Andererseits können dort Impulse für neue innovative soziale Praktiken
und Technologien entstehen und auch skaliert werden. Städte können
hier viel ausrichten“, sagt Prof. Mario Tvrtkovic von der Hochschule Coburg.

Foto: © Canva, Pixabay

Aktuelles

Aktuelle Nachrichten

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  • In Deutschland fehlen dringend Wohnungen

    Ganz Europa hat ein Wohnraumproblem. Die EU will einen „Affordable
    Housing Act“ auf den Weg bringen, der jedoch überwiegend Restriktionen
    vorsieht. In Deutschland soll der „Bau-Turbo“ Abhilfe schaffen.
    Kommt die Wohnungsbau-Wende im Jahr 2027? Wie geht es weiter?

  • Immer weniger Menschen leben im Eigenheim

    Immer weniger Menschen in Deutschland leben in den eigenen vier
    Wänden. Nach einer aktuellen Untersuchung des Pestel-Instituts ist
    die Wohneigentumsquote auf 43,5 Prozent gesunken – den niedrigsten
    Stand seit 20 Jahren. Deutschland bildet damit im EU-Vergleich das
    Schlusslicht.

  • Wohnen im Einfamilienhaus – Wunsch und Wirklichkeit

    Das Wohnen im Einfamilienhaus ist nach wie vor ein weit verbreiteter
    Traum. Doch Wunsch und Wirklichkeit liegen oft weit auseinander. Das
    gilt auch für Angebot und Nachfrage, die sich regional teilweise deutlich
    unterscheiden. Das zeigt eine aktuelle Analyse eines der größten
    Immobilienportale.

  • Wohnen zur Miete wird immer teurer

    Die Mieten in den größten deutschen Städten sind in den vergangenen
    drei Jahren deutlich stärker gestiegen als die Einkommen. Das
    zeigt der aktuelle immowelt Mietkompass für das zweite Quartal 2026.
    Dadurch stellt sich zunehmend die Frage, ob kaufen statt mieten eine
    Option sein könnte.

  • Energieeffizienz wird beim Immobilienkauf wichtiger

    Die hohen Energiepreise und die Sorge vor einem möglichen Gasmangel
    beeinflussen zunehmend die Wahl einer Immobilie. Gut gedämmte
    Eigentumswohnungen mit niedrigen Heizkosten werden attraktiver,
    sind aber häufig teurer. Auch die EU-Gebäuderichtlinie und ihre Umsetzung
    in Deutschland erhöhen die Bedeutung der Energieeffizienz.

  • Neue Heizungsregeln: Infoportal bietet Orientierung

    Wer eine neue Heizung einbauen möchte, muss seit Ende Juli 2026 die
    Vorgaben des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG) berücksichtigen.
    Welche Heizsysteme künftig zulässig sind und welche Anforderungen
    beim Heizungstausch gelten, zeigt das neue GModG-Infoportal
    des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR).

  • Baugenehmigungen steigen – aber Wohnraum bleibt knapp

    Die Zahl der Baugenehmigungen steigt wieder und rechtfertigt einen
    vorsichtigen Optimismus. Doch von Entspannung auf dem Wohnungsmarkt
    kann keine Rede sein. Deutschlandweit fehlen nach Schätzungen
    jährlich mindestens 320.000 neue Wohnungen, um der Wohnungsknappheit
    wirkungsvoll zu begegnen.

  • Wärmepläne: Wie werden wir zukünftig heizen?

    Pünktlich zur Jahresmitte 2026 liegen kommunale Wärmepläne für die
    Hälfte der deutschen Bevölkerung vor. Rund zwei Drittel aller Gemeinden
    haben ihre Wärmeplanung bereits abgeschlossen. Viele Eigentümer
    können nun besser planen, wie sie ihre Immobilien zukunftsfähig
    sanieren.

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