Zum Inhalt springen
22. Januar 2026

Neues zur Grundsteuer vom Bundesfinanzhof

Recht / Gesetz

Die Grundsteuer nach neuem Recht wurde erstmals ab dem 1. Januar
2025 erhoben. Zuvor mussten alle Grundstücke in Deutschland neu
bewertet werden, was mit großem Aufwand und unter direkter Beteiligung
aller Immobilieneigentümer geschah. Die Art der Umsetzung rief
heftige Kontroversen hervor. Jetzt liegt das Urteil des Bundesfinanzhofs
vor.

Die Grundsteuer (GrSt) ist eine Steuer auf Grundeigentum in Deutschland.
Sie ist vom Eigentümer zu zahlen und kann auf die Mieter:innen umgelegt
werden. Die Grundsteuer ist eine bedeutende Einnahmequelle der Kommunen.
Aufgrund erheblicher Bedenken gegen das neue Verfahren sind derzeit
Klagen bei verschiedenen Gerichten anhängig.
In den Grundsteuerverfahren hat der Bundesfinanzhof (BFH) das Bundesmodell
vollumfänglich bestätigt und die Klagen abgewiesen. Damit bleiben
die umstrittenen Bewertungsregeln und die auf ihrer Grundlage erlassenen
Bescheide vorerst rechtlich bestehen, wie Haus & Grund Deutschland und
der Bund der Steuerzahler Deutschland (BdSt) mitteilen. Beide Verbände
kündigten daraufhin an, gemeinsam eine Verfassungsbeschwerde beim
Bundesverfassungsgericht zu unterstützen.
„Die neue Grundsteuer ist für viele Bürger komplexer, teurer und ungerechter
geworden. Wir werden deshalb die verfassungsrechtliche Prüfung
der Grundsteuer in Karlsruhe vorantreiben“, kündigt Kai Warnecke, Präsident
von Haus & Grund Deutschland, an. BdSt-Präsident Reiner Holznagel
betont: „Viele Steuerzahler erleben die Reform als XXL-Belastung. Wenn
der Bundesfinanzhof (BFH) hier keine Grenzen setzt, sollte das Bundesverfassungsgericht
prüfen, ob das Bundesmodell mit dem Gleichheitsgrundsatz
vereinbar ist. Darum werden wir gemeinsam Verfassungsbeschwerde
einlegen.“
Die Verbände verweisen auf erhebliche Mehrbelastungen in zahlreichen
Städten und Gemeinden, obwohl die Reform politisch als aufkommensneutral
angekündigt worden war. Zugleich kritisieren sie die starke Abhängigkeit
von Bodenrichtwerten und pauschalierten Nettokaltmieten, die insbesondere
Objekte in gefragten Lagen massiv verteuern.

Foto: © Simon, Pixabay

Aktuelles

Aktuelle Nachrichten

alle Nachrichten
  • Hohe Wohnkosten treiben Pendler weiter ins Umland

    Immer mehr Beschäftigte nehmen längere Wege zur Arbeit in Kauf.
    2025 arbeiteten bundesweit rund 20 Millionen sozialversicherungspflichtig
    Beschäftigte nicht an ihrem Wohnort. Das waren rund 50.000
    mehr als im Jahr zuvor. Etwa 60 Prozent aller sozialversicherungspflichtig
    Beschäftigten pendeln zwischen Wohn- und Arbeitsort.

  • Immer teurer: Heizen mit fossilen Brennstoffen

    Weltweite Krisen und geopolitische Konflikte treiben die Energiepreise
    erneut nach oben. Für Immobilieneigentümer stellt sich damit die
    Frage, wie sie auf die Entwicklung reagieren können. Das Institut der
    deutschen Wirtschaft (IW) in Köln warnt vor den langfristigen Kostenrisiken
    neuer Gasheizungen.

  • Schnäppchen oder Kostenfalle? Beim Immobilienkauf genau hinsehen

    Ein auffallend niedriger Immobilienpreis kann verlockend sein – doch
    nicht immer steckt dahinter ein echtes Schnäppchen. Ein Beispiel sind
    Häuser auf Erbpachtgrundstücken. Sie kosten häufig deutlich weniger
    als vergleichbare Immobilien auf Eigenland. Dafür fällt zusätzlich zum
    Kaufpreis der laufende Erbbauzins an.

  • In Deutschland fehlen dringend Wohnungen

    Ganz Europa hat ein Wohnraumproblem. Die EU will einen „Affordable
    Housing Act“ auf den Weg bringen, der jedoch überwiegend Restriktionen
    vorsieht. In Deutschland soll der „Bau-Turbo“ Abhilfe schaffen.
    Kommt die Wohnungsbau-Wende im Jahr 2027? Wie geht es weiter?

  • Immer weniger Menschen leben im Eigenheim

    Immer weniger Menschen in Deutschland leben in den eigenen vier
    Wänden. Nach einer aktuellen Untersuchung des Pestel-Instituts ist
    die Wohneigentumsquote auf 43,5 Prozent gesunken – den niedrigsten
    Stand seit 20 Jahren. Deutschland bildet damit im EU-Vergleich das
    Schlusslicht.

  • Wohnen im Einfamilienhaus – Wunsch und Wirklichkeit

    Das Wohnen im Einfamilienhaus ist nach wie vor ein weit verbreiteter
    Traum. Doch Wunsch und Wirklichkeit liegen oft weit auseinander. Das
    gilt auch für Angebot und Nachfrage, die sich regional teilweise deutlich
    unterscheiden. Das zeigt eine aktuelle Analyse eines der größten
    Immobilienportale.

  • Wohnen zur Miete wird immer teurer

    Die Mieten in den größten deutschen Städten sind in den vergangenen
    drei Jahren deutlich stärker gestiegen als die Einkommen. Das
    zeigt der aktuelle immowelt Mietkompass für das zweite Quartal 2026.
    Dadurch stellt sich zunehmend die Frage, ob kaufen statt mieten eine
    Option sein könnte.

Cookie Informationen

Um fortfahren zu können, müssen Sie eine Cookie-Auswahl treffen. Unter Einstellungen können Sie gezielt Optionen ein und ausschalten.

Einstellungen

  • Essenzielle Cookies ermöglichen grundlegende Funktionen und sind für die einwandfreie Funktion der Website erforderlich. Die Seite verwendet diese Cookies, um Session-Informationen zu hinterlegen. Alle unsere Bilder und Dateien liegen in unserem Content Management System YNFINITE. Diese werden von dort bereitgestellt. YNFINITE erhält durch die Bereitstellung Ihre IP Adresse, diese wird jedoch nur zum Zwecke der Bereitstellung der Bilder im Rahmen eines HTTP Aufrufes verwendet. Die Daten werden nicht langfristig gespeichert.

  • Setzt Cookies, um Google Bewertungen und Karten zu entsperren.