Energieeffizienz wird beim Immobilienkauf wichtiger
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Die hohen Energiepreise und die Sorge vor einem möglichen Gasmangel beeinflussen zunehmend die Wahl einer Immobilie. Gut gedämmte Eigentumswohnungen mit niedrigen Heizkosten werden attraktiver, sind aber häufig teurer. Auch die EU-Gebäuderichtlinie und ihre Umsetzung in Deutschland erhöhen die Bedeutung der Energieeffizienz.
Der „Postbank Wohnatlas 2026“ des Hamburgischen WeltWirtschafts- Instituts (HWWI) untersucht bundesweit die Angebote von Eigentumswohnungen im Bestand und Neubau, für die eine Energieeffizienzklasse angegeben war. Demnach verfügen durchschnittlich 35 Prozent der Wohnungen in den 400 Landkreisen und kreisfreien Städten über eine gute bis durchschnittliche Energieeffizienz der Klassen A+ bis D. Besonders hoch ist der Anteil in Potsdam-Mittelmark mit 54,7 Prozent, gefolgt von Plön (53,3 Prozent) und Börde (52,9 Prozent). In 92 Regionen liegt der Anteil dagegen unter 30 Prozent. Schlusslicht ist der Landkreis Görlitz mit 13,3 Prozent. Unter den Großstädten mit mehr als 100.000 Einwohnern liegt Trier mit 49,1 Prozent energieeffizienter Eigentumswohnungen an der Spitze. Auch Chemnitz, Erfurt und Bochum weisen vergleichsweise hohe Anteile auf. Energieeffizienz hat allerdings ihren Preis. In den sieben größten deutschen Metropolen kosten Wohnungen der Klassen D oder besser durchschnittlich 6.711 Euro pro Quadratmeter und damit 1.337 Euro mehr als Wohnungen der Klassen E bis H. Am größten ist der Aufpreis in Hamburg mit 1.893 Euro pro Quadratmeter, gefolgt von München mit 1.720 Euro. Regional gibt es jedoch große Unterschiede. In 83 Regionen beträgt der Aufpreis mindestens 1.000 Euro pro Quadratmeter. Im Landkreis Miesbach sind es sogar 3.133 Euro. In zwölf Regionen sind energieeffiziente Wohnungen dagegen günstiger. Im Landkreis Aurich liegt der Preisvorteil bei 868 Euro pro Quadratmeter. Experten empfehlen daher, beim Immobilienkauf nicht nur auf die Energieeffizienz zu achten. Auch Lage, Ausstattung, Sanierungsbedarf, Rücklagen und der Zustand der Heizungsanlage sollten berücksichtigt werden. Gerade bei Eigentumswohnungen können energetische Maßnahmen zudem die gesamte Eigentümergemeinschaft betreffen.
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre drei Leitzinsen um jeweils 0,25 Prozentpunkte angehoben. Für Immobilienkäufer bedeutet diese Entscheidung vor allem eines: Auf deutlich günstigere Finanzierungsbedingungen sollte kurzfristig nicht gesetzt werden.
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Die Wohnwünsche der Deutschen sind ganz pragmatisch. Es muss kein Schloss sein; Balkon, Garten und bezahlbare Wohnkosten würden den meisten schon reichen. Aber auch bescheidene Wünsche sind derzeit schwer umzusetzen.
Immer weniger Menschen in Deutschland leben in den eigenen vier Wänden. Nach einer aktuellen Untersuchung des Pestel-Instituts ist die Wohneigentumsquote auf 43,5 Prozent gesunken – den niedrigsten Stand seit 20 Jahren. Deutschland bildet damit im EU-Vergleich das Schlusslicht.
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