Die Mieten in den größten deutschen Städten sind in den vergangenen drei Jahren deutlich stärker gestiegen als die Einkommen. Das zeigt der aktuelle immowelt Mietkompass für das zweite Quartal 2026. Dadurch stellt sich zunehmend die Frage, ob kaufen statt mieten eine Option sein könnte.
Während die Reallöhne zwischen 2023 und 2025 um durchschnittlich 5,1 Prozent zulegten, erhöhten sich die Angebotsmieten in den 15 größten Städten teilweise um bis zu 20 Prozent. Besonders stark fiel der Anstieg in Hamburg aus: Dort verteuerten sich die Angebotsmieten innerhalb von drei Jahren um 20,2 Prozent auf durchschnittlich 13,88 Euro pro Quadratmeter. Es folgen Dresden mit einem Plus von 18,0 Prozent und Frankfurt am Main mit 17,7 Prozent. Auch in bislang vergleichsweise günstigeren Städten wie Duisburg (+16,0 Prozent) und Essen (+15,4 Prozent) sind die Mieten deutlich gestiegen. Am teuersten bleibt München. Dort kostet der Quadratmeter inzwischen durchschnittlich 21,44 Euro – 15,7 Prozent mehr als im zweiten Quartal 2023. Die zunehmende Lücke zwischen Miet- und Einkommensentwicklung verschärft die Wohnkostenbelastung. Gleichzeitig bleibt der Neubau hinter dem Bedarf zurück. 2025 wurden bundesweit lediglich 206.600 Wohnungen fertiggestellt, 18 Prozent weniger als im Vorjahr. Das verschärft das Ungleichgewicht zwischen Wohnungsangebot und Nachfrage. Was Mieter eigentlich wollen und wofür sie mehr Miete zahlen würden, hat der QUIS TrendCheck Wohnen analysiert. Danach führt die Wohnungsknappheit an vielen Standorten zu Anpassungsreaktionen. Viele Mieter reduzierten ihre Anforderungen an die Wohnung, während weiterhin insgesamt hohe Anforderungen an die Ausstattungsqualität der Wohnungen bestehen. Insbesondere dem energetischen Zustand wird vor dem Hintergrund immer weiter steigender Energiepreise eine hohe Bedeutung zugemessen. Wie stark sich Modernisierungsmaßnahmen auf die Miete auswirken, hängt stark vom Standort ab. Gleichzeitig zeigt sich: Nur ein Fünftel der Mieter würde für energetische Verbesserungen mehr zahlen, während zeitgemäße Küchen und Bäder laut QUIS-Mietspiegelauswertung den größten Aufschlag bringen – zum Beispiel 12,2 Prozent mehr Miete für eine Einbauküche in Kassel, aber nur drei Prozent in Dresden.
Die hohen Energiepreise und die Sorge vor einem möglichen Gasmangel beeinflussen zunehmend die Wahl einer Immobilie. Gut gedämmte Eigentumswohnungen mit niedrigen Heizkosten werden attraktiver, sind aber häufig teurer. Auch die EU-Gebäuderichtlinie und ihre Umsetzung in Deutschland erhöhen die Bedeutung der Energieeffizienz.
Wer eine neue Heizung einbauen möchte, muss seit Ende Juli 2026 die Vorgaben des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG) berücksichtigen. Welche Heizsysteme künftig zulässig sind und welche Anforderungen beim Heizungstausch gelten, zeigt das neue GModG-Infoportal des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR).
Die Zahl der Baugenehmigungen steigt wieder und rechtfertigt einen vorsichtigen Optimismus. Doch von Entspannung auf dem Wohnungsmarkt kann keine Rede sein. Deutschlandweit fehlen nach Schätzungen jährlich mindestens 320.000 neue Wohnungen, um der Wohnungsknappheit wirkungsvoll zu begegnen.
Pünktlich zur Jahresmitte 2026 liegen kommunale Wärmepläne für die Hälfte der deutschen Bevölkerung vor. Rund zwei Drittel aller Gemeinden haben ihre Wärmeplanung bereits abgeschlossen. Viele Eigentümer können nun besser planen, wie sie ihre Immobilien zukunftsfähig sanieren.
Der Sommer 2026 war teilweise extrem. Der Klimawandel ist nicht mehr zu übersehen. Seine Auswirkungen machen ein Umdenken beim Bauen und Sanieren notwendig. Gebäude in Deutschland wurden jahrzehntelang darauf optimiert, im Winter vor Kälte zu schützen. Seit dem Hitzesommer 2026 muss auch der Schutz vor Überhitzung stärker mitgedacht werden.
Viele Mieter in Deutschland würden viel lieber in einer eigenen Wohnung oder einem eigenen Haus leben. Doch die Entwicklung auf dem Immobilienmarkt verunsichert manche Interessenten. Dabei sind die Chancen für einen Immobilienkauf derzeit besser, als es auf den ersten Blick den Anschein hat.
Die Großbrände im Süden Europas sind auch für den Norden ein Warnsignal. Vorbeugende Maßnahmen allein reichen nicht aus. Eigenverantwortung und Eigeninitiative werden immer wichtiger. Klimaanlagen erhalten nicht nur aus gesundheitlichen Gründen, sondern auch in wirtschaftlicher, bautechnischer und rechtlicher Hinsicht eine neue Bedeutung.
Wohneigentum hat in Deutschland einen hohen Stellenwert, ist aber schwer zu bekommen. Der deutsche Immobilienmarkt hat nach dem Einbruch infolge der Zinswende zwar wieder Fahrt aufgenommen. Dennoch ist die Eigentumsquote im europäischen Vergleich weiterhin extrem niedrig.
Wohnen und Parken sind eng miteinander verknüpft. Wer in der Stadt wohnt, kennt die ständige Parkplatzsuche ebenso wie Bewohner des Umlands, die Besorgungen in der Stadt erledigen müssen. Die Folge: Parkplätze werden immer teurer.