Zum Inhalt springen
1. April 2026

Nachfrage und Angebot – So entwickeln sich die Immobilienpreise

Immobilienmarkt / Trends / Politik

In den Metropolen wird der Preisdruck auf Immobilien weiter zunehmen.
Der Neubau bleibt dort die dringlichste Aufgabe. In allen wirtschaftsstarken
Regionen werden die Immobilienpreise bis 2035 weiter
steigen – in strukturschwachen Kreisen sinken sie hingegen. Das zeigt
eine neue Prognose des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

Die Preise für Wohnimmobilien in wirtschaftsstarken Metropolregionen und
in gut angebundenen Umlandkreisen steigen bis 2035 weiter an. In strukturschwachen
und schrumpfenden Regionen sinken die Preise kaufkraftbereinigt
hingegen. Das zeigt eine datenbasierte Prognose, die das IW im Auftrag
des Bundesverbands der Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) erstellt hat. Sie
beinhaltet für alle 400 deutschen Kreise Daten zu Immobilienpreisen, Demografie,
Einkommen und Arbeitsmarkt. Entscheidend ist demnach nicht die
Frage Stadt oder Land, sondern die wirtschaftliche Zentralität einer Region:
Wer gut an große Arbeitsmärkte angebunden ist, profitiert.
Regionen, in denen schrumpfende Bevölkerungszahlen und schwache
Arbeitsmärkte zusammentreffen, geraten am stärksten unter Druck – etwa
weite Teile Ostdeutschlands abseits der Metropolen, das Saarland, ländliche
Kreise in Rheinland-Pfalz und das Ruhrgebiet. In den am härtesten
betroffenen Regionen, wie dem Erzgebirgskreis, der Vulkaneifel oder
Kronach, werden Immobilien bis 2035 fast ein Fünftel ihres Werts verlieren.
Zusätzlich unter Druck stehen Kreise mit Automobil- oder energieintensiver
Industrie wie Zwickau. Der Umbau zu einer klimaneutralen Produktion kann
Arbeitsplätze und Kaufkraft kosten und die Nachfrage nach Immobilien weiter
bremsen. Langfristig bietet die Transformation zwar Chancen, kurzfristig
überwiegen jedoch die Risiken.
Auf der Gewinnerseite stehen vor allem die großen Metropolregionen wie
Hamburg, Berlin oder Frankfurt sowie deren gut angebundenes Umland. In
Bayern und Baden-Württemberg profitieren auch ländlichere Kreise – die
stärksten Regionen legen um mehr als zwei Prozent pro Jahr zu. Auffällig:
München selbst gehört nicht zur Spitzengruppe – dafür aber fast das gesamte
Umland der bayerischen Landeshauptstadt. In Nordrhein-Westfalen
ist Köln die einzige Stadt, für die die Prognose ein deutliches Wachstum
ausweist.

Foto: © Monika Neumann, Pixabay

Aktuelles

Aktuelle Nachrichten

alle Nachrichten
  • Kleine Wohnungen: Warum die Nachfrage weiter wächst

    Kleine Wohnungen gehören zu den gefragtesten Segmenten des deutschen
    Wohnungsmarktes. Ob zur Miete, zur Eigennutzung oder als
    Kapitalanlage – die Nachfrage steigt seit Jahren kontinuierlich. Verantwortlich
    dafür sind vor allem der demografische Wandel, veränderte
    Lebensmodelle und die wachsende Zahl kleiner Haushalte.

  • Neue Heizungsförderung: Das ändert sich bei der Sanierung

    Der Bundestag hat das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG)
    beschlossen. Der Bundesrat stimmte dem Gesetz noch am selben Tag
    zu. Damit setzt die Bundesregierung wesentliche Vorgaben der europäischen
    Gebäudeeffizienzrichtlinie (EPBD) in deutsches Recht um und
    schafft einen neuen ordnungsrechtlichen Rahmen im Gebäudesektor.

  • Gebäudesanierung auf vielen Wegen

    Die Wärmewende gelingt nicht auf dem Papier, sondern vor Ort. Wer
    ein altes Haus kauft, kann auf vielen Wegen ans Ziel kommen. Der
    Gebäudebestand bietet ein enormes Potenzial: Durch Umbau, Modernisierung
    und Sanierung lässt sich dringend benötigter Wohnraum in
    einen zeitgemäßen Zustand versetzen.

  • Sommer, Urlaub, Reisezeit: Sicherheit geht vor

    Während sich Reisende im Urlaub entspannen, haben Einbrecher
    Hochkonjunktur. In Deutschland wird statistisch etwa alle sechs Minuten
    irgendwo eingebrochen. In der Ferienzeit steigen die Fallzahlen
    häufig an. Einbrecher wählen meist den einfachen Weg. Ein gut gesichertes
    Haus schreckt sie dagegen ab. Diese Maßnahmen helfen:

  • Klimawende: Gemeinschaftlich heizen oder autark werden?

    Vielen Bundesbürgern fällt die Entscheidung für eine neue Heizung
    noch immer schwer. Wer sich – sofern ein Anschluss möglich ist – für
    Fernwärme entscheidet, setzt auf das Prinzip der Gemeinschaft. Die
    Wahl einer Wärmepumpe hingegen steht für den Wunsch nach größerer
    Unabhängigkeit.

  • Defizit beim Wohnungsbau höher aus angenommen

    Der deutsche Wohnungsneubau verharrt auch im Jahr 2026 auf einem
    historisch niedrigen Niveau. Zwar steigen die Baugenehmigungen, was
    ein positives Signal ist, insgesamt entstehen in Deutschland jedoch
    weiterhin deutlich zu wenig neue Wohnungen.

  • Finanzierung entscheidet über Immobilienkauf

    „Money makes the world go round.“ Dieser Satz aus dem Musical Cabaret
    beschreibt zunehmend die reale Welt – und in Deutschland ganz
    besonders die Finanzierung von Immobilien, die maßgeblich von den
    Finanzmärkten und der Wirtschaftslage abhängt.

  • Sommerhitze in Haus und Garten

    Die Auswirkungen des Klimawandels sind längst in unseren Häusern
    und Gärten spürbar. Die Zahl der Hitzetage hat in den vergangenen
    Jahren deutlich zugenommen. Immer mehr Städte und Gemeinden entwickeln
    deshalb Hitzeschutzkonzepte. Auch Hauseigentümer sollten
    Maßnahmen ergreifen, um sich vor übermäßiger Wärme zu schützen.

Cookie Informationen

Um fortfahren zu können, müssen Sie eine Cookie-Auswahl treffen. Unter Einstellungen können Sie gezielt Optionen ein und ausschalten.

Einstellungen

  • Essenzielle Cookies ermöglichen grundlegende Funktionen und sind für die einwandfreie Funktion der Website erforderlich. Die Seite verwendet diese Cookies, um Session-Informationen zu hinterlegen. Alle unsere Bilder und Dateien liegen in unserem Content Management System YNFINITE. Diese werden von dort bereitgestellt. YNFINITE erhält durch die Bereitstellung Ihre IP Adresse, diese wird jedoch nur zum Zwecke der Bereitstellung der Bilder im Rahmen eines HTTP Aufrufes verwendet. Die Daten werden nicht langfristig gespeichert.

  • Setzt Cookies, um Google Bewertungen und Karten zu entsperren.

  • Setzt Cookies, um YouTube Videos zu entsperren.

  • Setzt Cookies, um Vimeo Videos zu entsperren.

  • Beim Laden des Immobilien-Wertfinders werden persönliche Daten an die ZwoVadis GmbH übertragen.

  • Wir verwenden Drittanbieter-Tools, die uns helfen, unsere Website effizienter und kundenfreundlicher zu gestalten. Dazu gehören so genannte Marketing-Cookies, die wir in ihrem Browser setzen. Diese senden uns Daten über die Interessen, die Sie uns durch Eingabe von Informationen in diesen Drittanbieter-Tools zukommen lassen. Mit dem Aktivieren der Marketing-Cookies stimmen Sie der Analyse und Verwendung der von Ihnen bereitgestellten Informationen bei uns intern sowie den Drittanbietern zu.